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Gutachter zum tödlichen Zugunfall in Hordorf: Lokführer übersah rote Signale

Jetzt steht es fest: Der Lokführer des Güterzugs, der bei Hordorf (Sachsen-Anhalt) mit einem entgegenkommenden Personenzug zusammenstieß, hat auf der eingleisigen Strecke zwei Signale übersehen. Das schreibt die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle (EUB) des Bundes in ihrem Abschlussbericht.

Die Behörde hat den Bericht gestern im Internet veröffentlicht. Technisches Versagen schließt sie aus. Allerdings hätte ein automatisches Bremssystem den Unfall verhindert, wird im Bericht betont. Der Zusammenstoß der beiden Züge forderte am 29. Januar zehn Tote. 23 Menschen wurden dabei verletzt.

Der Untersuchungskommission zufolge werden rote Haltesignale häufig missachtet - monatlich 33 Mal im Durchschnitt. Die Experten empfehlen daher, auf allen Strecken ohne automatische Bremssysteme zwei Lokführer einzusetzen, die Geschwindigkeit herabzusetzen und die Zugdichte zu verringern.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Lokführer, Signal, Gutachter
Quelle: www.dvz.de

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16.09.2011 19:32 Uhr von MBGucky
 
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33 Mal im Monat? Also im Straßenverkehr kostet das 200 Euro, 4 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. (Sofern länger als 1 Sekunde rot war)

Die sollten die Strafen im Schinenverkehr entsprechend anpassen - der Monat Fahrverbot natürlich unentgeldlich - damit die Lokführer mal ein bisschen mehr auf die Signale schauen.

Edit:
Das hätte ich beinahe vergessen... eigentlich ist es eine Unverschämtheit, dass es an eingleisigen Bahnstrecken keine automatischen Bremssysteme gibt bzw. eigentlich sogar, dass es überhaupt noch eingleisige Bahnstrecken gibt.

[ nachträglich editiert von MBGucky ]

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