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Bayern: Trotz Lehrermangel werden auch Einser-Absolventen nicht eingestellt

In Bayerns Schulen herrscht großer Lehrermangel, dennoch kann man auch mit einem Einser-Abschluss nicht sicher sein, eine Stelle zu bekommen.

Von 32 Referendaren einer Seminargruppe bekommen nur etwa acht eine Festanstellung. Die anderen bekommen vom Kultusministerium nicht einmal einen schriftlichen Bescheid.

"Als Referendar hat man sich zwei Jahre reingehängt und hart gearbeitet, und dann bekommt man nicht einmal ein Schreiben. Da fühlt man sich schon ein bisschen im Stich gelassen", berichtet ein knapp Gescheiterter enttäuscht.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bayern, Lehrer, Mangel, Einstellung, Absolvent
Quelle: www.sueddeutsche.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2011 11:16 Uhr von Dodecanol
 
+47 | -21
 
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Bayern: In Bayern brauchts wohl neben dem Einser zusaetzlich noch die Bestaetigung mehrer Bischoefe und Pfarrer ein guter Katholik zu sein^^

CDU Waehler ist wohl ebenso Pflicht

[ nachträglich editiert von Dodecanol ]
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16.09.2011 11:20 Uhr von derzyniker
 
+69 | -1
 
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@Dodecanol: In Bayern kann man die CDU doch gar nicht wählen...
Hier gibt´s doch nur die CSU ;-)

Wenn schon Bayern-Bashing, dann richtig!
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16.09.2011 12:21 Uhr von totseinmachtimpotent
 
+17 | -2
 
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irgendwie bitter: aber Dodecanol kann ( bis auf die Partei ;)) damit recht haben ....-.-

mein Schuldirektor war n depp und hatte die Stelle wirklich nur bekommen weil der in der Partei ( CDU) war...

daher kann ich mir in Bayern sehr gut vorstellen dass die da nur CSU Wähler nehmen ;D.

aber naja und abgesehen von dieser Verschwörungstheorie..

ist das schon irgendwie lächerlich Oo. Der Schnitt sagt doch nichts darüber aus wie gut du später Kinder Unterrichten kannst und wie gut du denen etwas beibringst oder mit ihnen zurecht kommst!

und Lehrermangel?!?!

es gibt keinen Lehrermangel... es gibt nur Politiker die nicht mehr Geld für Bildung ausgeben wollen... wie man hier ganz deutlich sieht denn das ist abgesehen von der oberen Theorie die einzige Erklärung.

(naja außer das war wieder so ne populistische Bild news und uns wurde verheimlicht dass es noch andere Kriterien gibt wie zbsp wie sie mit Kindern umgegangen sind oder so und die die da versagen fliegen raus aber es macht sich halt in der Zeitung besser das dann einfach net zu erwähnen und nen Skandal zu erfinden weil sowieso niemand die wahrheit erfährt. Oo)

aja unsere Presse kann man doch wirklich nix mehr glauben^^...
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16.09.2011 12:27 Uhr von Alice_undergrounD
 
+33 | -2
 
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wir brauchen einfach: momenten keine weiteren deutsch, englisch und geschichtslehrer, da gibts schon genug...wenn ich da so schau was bei meiner alten schule für referendare kamen: nur sprachen, reli und geschichte...aber von den 7 physiklehrern die wir hatten sind innerhalb von 2 jahren dann 5 in rente gegangen und einer is schulleiter geworden, unterrichtet also quasi auch nicht mehr viel. da hilft ein ein deutsch und reli referander leider nicht viel aus.

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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16.09.2011 13:47 Uhr von leCauchemar
 
+22 | -0
 
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Kommt nach Sachsen, wir haben genug freie Stellen für alle :D
Ihr werdet zwar schlecht bezahlt und habt keinen Beamtenstatus, aber....wir haben Kekse :)
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16.09.2011 13:49 Uhr von The Roadrunner
 
+4 | -0
 
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@totseinmachtimpotent: seit wann geht es denn um: kompetenz?!
Das erlebt man ja leider immer haeufiger, dass es eher um Beziehungen / Vitamin B geht, als um Kompetenz.

Das soll jetzt kein Angriff dich sein sondern eher ein klaeglicher Versuch, das ganze zu erklaeren. Klaeglich daher, weil so etwas absolut nicht wahr sein darf.
Das wuerde aber das Versagen der Gesellschaft zeigen und erklaeren, wieso zum grossen Teil nichts aus der Jugend wird. ups. (so nun her mit dem ROT) :>
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16.09.2011 15:31 Uhr von JesusSchmidt
 
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bayern = ddr ? scheint ja so, wenn vitamin b wichtiger ist als qualifikation...

andererseits: wenn andauernd genug referendare da sind, hat man doch gar keinen lehrermangel. :-)
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16.09.2011 16:10 Uhr von Big-Sid
 
+1 | -0
 
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Mal ganz im ernst: eine gute Note sagt nichts über die wahre Fähigkeit aus, unterrichten zu können.
Die Note nach dem Ref setzt sich doch primär daraus zusammen, was die Herrschaften der Seminare so bewerten und eben diese scheinen ein Leben fern ab der Realität und des Schulalltags zu führen, wenn man mal schaut, was diese so verlangen und erwarten.
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16.09.2011 16:20 Uhr von Drenica08
 
+0 | -1
 
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wir haben wir haben 35(!) neue Lehrer bekommen (ohne Refendeare)..
Lehrermangel???!!!!
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16.09.2011 17:18 Uhr von fallobst
 
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bingo: alice-underground hats genau erfasst. wenn ich mich umschaue in meinem freundes- und bekanntenkreis sehe ich tatsächlich nur lehramtsstudenten, die deutsch, erdkunde, sozialkunde, geschichte und sport machen. ein paar wenige noch englisch, kunst, musik, vielleicht noch bio.

aber chemie, physik oder mathe macht keiner.

denn merke: lehrer ist nicht gleich lehrer.
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16.09.2011 18:27 Uhr von fraro
 
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@JesusSchmidt: Was soll die Überschrift: "bayern = ddr ?" Meines Wissens nach gab es in der DDR keinerlei Probleme wegen Lehrermangel oder deren Qualifikation (den politischen Aspekt wollen wir doch mal außen vor lassen).

"scheint ja so, wenn vitamin b wichtiger ist als qualifikation..."
Das ist heute leider so. Nicht nur in Schulen, sondern auch in der Wirtschaft. Wenn ich hier in einer Firma mit vielen tausenden Beschäftigten sehe, was da für Blindfische fest eingestellt sind, frage ich mich, wo das hinführen soll. Nur weil einer entweder Beziehungen hat oder sich selbst in ein sehr gutes Licht stellen kann (weil sehr redegewandt) bzw. nur am Jammern ist, wie sehr ihm das Leben (und speziell die Deutschen) ihm zugesetzt haben, kann dieser andere, für den Job eindeutig bessere Leute ausstechen.
Wenn man das kritisiert, ist man selbst seinen Posten los.

Also Augen zu und durch - wir fahren die Karre schon gegen die Wand ;-)
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16.09.2011 21:54 Uhr von Gimpor
 
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@fallobst: Warum sollte man denn auch Chemie, Physik oder Mathematik auf Lehramt studieren? Als Lehrer verdient man 1/3 bis 1/2 so viel als wenn man mit denselben Fächern in anderen Berufen arbeitet. Und nicht mal mehr sicher ist der Lehrer-Job heutzutage noch: Die meisten werden ja nicht mal mehr verbeamtet. Also den Scheiß erspar ich mir lieber!
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16.09.2011 23:34 Uhr von fallobst
 
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@ gimpor: häh? wenn du zum beispiel mathe oder chemie auf lehramt
machst, studierst du doch nicht dieses fach auch nur ansatzweise in der intensität und schwierigkeit wie bei einem normalen mathe- oder chemiestudium.
eben, weil man ja 2 fächer studiert und dazu noch pädagogik dazu kommt. da hat man ja kaum die zeit noch die möglichkeit die jeweiligen fächer ansatzweise intensiv zu studieren.

u.a. wegen dieser verhinderten schwierigkeit studieren nicht wenige leute auf lehramt.


"sagt der fertig ausgebildete Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte."

haha, wen wollen die journalisten verarschen. die combo deutsch geschichte studiert wortwörtlich jeder 2. student auf lehramt. da kann man jeden fragen. oder googlet einfach für 5 sekunden. natürlich kriegt man mit so einer combo kaum nen job als lehrer, wenn das so viele machen. diese spezialisten sollten doch eigentlich wissen, dass es in der schule mehr als diese beiden fächer gibt... und erst recht sollten die wissen, dass diese fächer jeder 2. macht
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17.09.2011 10:57 Uhr von SchTef
 
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Erfahrungsbericht: Also um hier mal vielleich für Klarheit zu schaffen.
Ich bin derzeit Mathe / Physik - Referendar in Bayern.
1. alice_underground und fallobst haben Recht: von 66 Mathe-Absolventen letztes Jahr haben 64 eine Stelle bekommen (zumindest Gymnasium). Die beiden, die keine Stelle bekamen, waren vom Schnitt her einfach VIEL zu schlecht und hätten zu keiner Zeit jemals eine Stelle in Bayern bekommen. Von dem her ist die Einstellungssituation darzeit SEHR fächerabhängig.
2. Der Direktor meiner Seminarschule hatte schon zu Beginn allen anderen Fächer-Kombinationen als den Mathe, Physik, Bio und Chemie - Lehrern in EINDEUTIGEN Worten vermittelt, dass für eine Einstellung in Bayern innerhalb der nächsten 10 Jahren keinerlei Chance besteht und sie sich nach Alternativen (anderes Bundesland, städtische Gymnasien, Privatschulen) bemühen sollten. Von dem her ist diese News zumindest für "Insider" nichts neues. Es sollte sich daher jeder ernsthaft überlegen, jetzt noch Lehramt für Sprachen, Geschichte, usw, zu studieren.
3. Ich musste noch nicht einmal ansatzweise jemals meine bevorzugte Partei angeben oder sonstigen Käse, den hier viele meinen. Es geht bei der Einstellung einzig und allein zuerst um den Staatsexamensschnitt, danach kommt die persönliche Situation (verheiratet, Kinder), usw.. Ich selbst kenne einen Direktorssohn, der keine Staatsstelle bekommen hat. Bei Versetzungen von einer Stadt zu einer anderen sind jedoch Verbindungen sehr hilfreich.
4. Ob diese ganze Staatspolitik zu einer Verbesserung der derzeitigen Schulsituation führt, sei einmal dahingestellt. Fakt ist leider: der Staat Bayern ist derzeit nicht bereit, Geld für Bildung auszugeben, was ich persönlich sehr schade finde, da Kinder unsere Zukunft sind. Vllt ändert sich ja was bei den Wahlen 2013.
In diesem Sinne.
Ein aufgrund der Fächerkombination nicht ganz so betroffener Referendar!

[ nachträglich editiert von SchTef ]
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17.09.2011 11:27 Uhr von nick-steel
 
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Für und Wider: Ich weiss nicht, was von all dem "Für und Wider" nun wirklich
zutrifft, aber ich kenne schon die Schlagzeilen in 20 Jahren:
Hilfe-Hilfe uns fehlen die Fachkräfte - zu wenig "Hochqualifizierte", zu wenig Meister-Facharbeiter usw.

Wie sollen wir in unserem Land an "Hochqualifizierte" kommen, wenn keine Lehrer eingestellt werden - von nichts kommt nichts!!
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17.09.2011 13:01 Uhr von Shaft13
 
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@nick-steel: Es wurde jetzt schon mehrefach gepostet, aber du hast es wohl nicht gelesen oder verstanden.

Warum sollte man Geschichts,Sport,Englisch Lehrer einstellen,wenn jede Schule schon mehr als genug von diesen Lehrern hat?

Soll der Englisch Lehrer Mathe unterrichten? Soll man pro Klasse 2 Englisch,Geschichts,Sport Lehrer einstellen,damit alle einen Job bekommen?

Oder sollen auf 5 Schüler jeweils ein Englisch,Sport Geschichtlehrer kommen, und bei Mathe,Physik,Chemie werden die klassen auf 40 Leute erhöht?

Nein,wenn die Leute so dumm sind und Lehrfächer studieren,wo absolut null Bedarf dran besteht,dann findet man nunmal keinen Job.

Mathe,Physik,Chemie Lehrer können sich die Stellen dagegen in der Regel aussuchen.
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17.09.2011 21:06 Uhr von nick-steel
 
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doch verstanden: Ich habe extra geschrieben, dass ich mich aus dem ""Für und Wider"" extra raushalte --> mit meinem Kommentar wollte ich auf elemantare Probleme hinweisen --> es mag sein, dass viele studenten "mitdenken sollten, was sie studieren, nur - was heute vielleicht noch richtig ist, könnte morgen schon falsch sein (da zuviel vorhanden). Woher also sollte ein Student heute schon wissen, was "morgen" denn wirklich gebraucht wird (welches Lehrfach morgen schon Mangelware ist)??

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