15.09.11 22:37 Uhr
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Türkei: Erneut Kreuzerhöhungs-Messe auf Kircheninsel Aktamar

Rund 2.000 armenische Christen versammelten sich erneut zur Kreuzerhöhungs-Messe auf Aktamar. Die Kathedrale auf einer Insel im Van-See ist älter als 1.000 Jahre alt. In der Kathedrale ist lediglich Platz für 60 Leute. Die übrigen Besucher mussten die Messe auf Leinwänden vor der Kathedrale verfolgen

Die türkische Regierung hat im letzten Jahr zugestimmt, dass einmal jährlich darin eine Messe abgehalten werden darf. Daraufhin haben die Behörden einen armenischen Architekten hinzugezogen und die Kathedrale renovieren lassen.

In der Gegend um Van lebten einst viele Armenier. Im ersten Weltkrieg geriet jedoch die Bevölkerung in Van zwischen armenische Rebellen und osmanische Soldaten. Viele wurden darauf entweder vertrieben oder kamen bei Massakern um.


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WebReporter: Konstantin.G
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Türkei, Messe, Kreuz, Kathedrale
Quelle: www.kathweb.at

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15.09.2011 22:37 Uhr von Konstantin.G
 
+24 | -22
 
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Obwohl es zwischen Armenien und der Türkei ähnlich wie zwischen Israel, Eiszeit herrschte, hat die türkische Regierung erlaubt, dass die Menschen hier ihrem Glauben nachgehen können.
Hätte Armenien die Türkei nach den jüngsten Annäherungsversuchen nicht vor den Kopf gestoßen, wäre, so nehme ich mal an, die Kathedrale bereits für immer offen. Ich frage mich wie viele Moscheen in Armenien existieren. Ich tippe mal auf ungefähr 0.
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15.09.2011 22:50 Uhr von lina-i
 
+21 | -31
 
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15.09.2011 22:57 Uhr von Konstantin.G
 
+19 | -19
 
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linai-i: bitte keine sinnlose Stimmung verbreiten hier. Wir haben alle nichts davon außer uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen.

Du weißt genau so wie alle anderen, dass es in der Türkei reichlich viele Kirchen gibt die das ganze Jahr über leer stehen. Allein in Istanbul an die 150 große Kirchen soweit ich mich nicht irre.

Anstatt den guten Willen der türkischen Regierung hier mal zu loben, übergehen manche Leute gleich zu neativer Stimmung. Für was soll diese negative Stimmung gut sein ? Kannst du es mir mal erklären ?
Das bringt doch nichts.. sieh es endlich ein und beherrsche dich einwenig mit der Verbreitung von solchen Texten.

bitte, danke..
Gruß,
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15.09.2011 23:09 Uhr von lina-i
 
+11 | -29
 
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15.09.2011 23:10 Uhr von lina-i
 
+12 | -21
 
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Defizite bei der Gewährung der Religionsfreiheit: Im Oktober 1997 erließ der Gouverneur der Provinz Mardin ein Verbot gegen die christlichen Klöster Zafaran und Mor Gabriel, ausländische Gäste zu beherbergen und Religions- sowie muttersprachlichen Unterricht zu erteilen. Internationale Proteste bewirkten, dass zumindest das Beherbergungsverbot wieder aufgehoben wurde. Sprachunterricht in Aramäisch ist aber weiterhin untersagt. Bereits 1979 war das Internat des Klosters bei Mardin aufgrund staatlicher Verfügung geschlossen worden.

Für die EU-Kommissionen und europäischen Regierungen ist die alarmierende Situation der christlichen Minderheiten vorrangig, da diese durch die „Jungtürken" (1914/15) sowie während der Zypern-Krise 1955 von 25 % auf etwa zwischen 0,1 und 0,15 % der türkischen Bevölkerung reduziert worden waren. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) geht von „etwa 150.000 Christen armenischer, syrisch-orthodoxer und griechisch-orthodoxer Herkunft" aus, während Missio, das Katholische Missionswerk, die Zahl der Christen mit rund 100.000 angibt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker wiederum geht davon aus, dass die Zahl etwa zwischen den beiden liegt.

EU-Beobachter und Menschenrechtsorganisationen berichteten 1997 von vielen Erleichterungen für aramäische Christen vor allem im Tur Abdin. Glaubensflüchtlingen und Vertriebenen war es möglich, in einige Dörfer zurückkehren und Unterricht in aramäischer Sprache abzuhalten, was bis vor kurzem noch behindert wurde. Dieser Unterricht wird jedoch nicht offiziell anerkannt, was auch für diese Volksgruppe als ganzes gilt.

2007 segnete Erzbischof Samuel Akta? vom Kloster Mor Gabriel nach einem Gottesdienst in der noch zerstörten Marienkirche die bereits bewohnten Neubauhäuser im Dorf Kafro im Tur Abdin. Bis Ende September wird die 11. Rückkehrerfamilie in dem seit Mitte der 1990er Jahre leer stehenden Ort erwartet. Aus Sicherheitsgründen fand nur eine gemeindeinterne Eröffnungsfeier statt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat mit einem Urteil die Eigentumsrechte nicht-muslimischer Minderheiten in der Türkei gestärkt, wie die „Wiener Zeitung“ berichtete. Die Türkei wurde unter Androhung einer Entschädigungszahlung zur Rückgabe von zwei Immobilien verurteilt, die der Istanbuler Stiftung einer griechisch-orthodoxen Schule des Ökumenischen Patriarchats in den 1950er-Jahren geschenkt und 1996 vom Staat beschlagnahmt worden waren.

2010 absolvierte Bundespräsident Christian Wulff einen Staatsbesuch in der Türkei. Dabei plädierte er für Religionsfreiheit und besuchte einen Gottesdienst. Im August 2011 - vor dem geplanten Gegenbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan - kündigte der Staat Türkei an, nicht-muslimischen Stiftungen Hunderte enteignete Immobilien zurückzugeben oder sie zu entschädigen
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15.09.2011 23:18 Uhr von lina-i
 
+11 | -23
 
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15.09.2011 23:20 Uhr von Konstantin.G
 
+13 | -16
 
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Linai: Nicht anerkannte Religion in Deutschland = Islam.

In der Türkei werden zwar manche Glaubensrichtungen nicht anerkannt, jedoch hat das eher was mit technischen problemen zu tun als wie Willkür.

Schlag mal nach wie viele christliche Ausrischtungen in der Türkei anerkannt sind. Da wäre zum beispiel die armenische, die Syrische usw.. liste ist sehr lang.
Hingegen in Deutschland ist 0 islamische Ausrichtung als Religion anerkannt.

Also, bleib etwas locker und schnauf mal tief durch bevor du mit deiner negativen stimmung fortfährst.
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15.09.2011 23:25 Uhr von ElChefo
 
+13 | -16
 
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Autorenkommentar: "Ich frage mich wie viele Moscheen in Armenien existieren. Ich tippe mal auf ungefähr 0."

Lassen wir mal kurz beiseite, das das ewige Fingerzeigen auf andere nervt und schauen auf die Fakten:
Armenien hat rund 3 Millionen Einwohner.
94,7% davon sind Armenisch-Apostolisch,
4% gehören anderen christlichen Ausprägungen an,
1,3% sind Yesiden (Erklärung dazu siehe bei lina-i)
...macht eine Summe von 100%.
Nimmt man eine normale positive wie negative Fluktuation dieser Zahlen an, kann sogar angenommen werden, das es vielleicht hundert Muslime dort gibt.
Um zu deiner Abschlussthese zu kommen:
In Eriwan steht die berühmte Blaue Moschee.

Da steht also (mindestens) eine Moschee in einem Land, das statistisch zu 98,7% aus Christen besteht und der Rest auch nicht dem Islam angehört. Meine Annahme, das es trotz der Statistiken wohl Muslime gibt, beruht einerseits darauf, das diese Moschee ja auch von Menschen betrieben werden muss als auch der Vermutung, das es ja sonst keinen Sinn machen würde, die Religionsfreiheit festschreiben zu müssen - wie es nun mal geschehen ist.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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15.09.2011 23:28 Uhr von ElChefo
 
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Konstantin: "Nicht anerkannte Religion in Deutschland = Islam."

Wo hast du denn den Mist aufgeschnappt?

Bei soviele Lügen muss ja negative Stimmung aufkommen.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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15.09.2011 23:28 Uhr von XFlipX
 
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15.09.2011 23:29 Uhr von lina-i
 
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Jetzt wird auch noch unverholen gelogen "Aber auch unter den Muslimen ist noch unklar, ob man den Status einer Körperschaft überhaupt anstrebt. Denn dann müssten sie sich eine künstliche Struktur geben, in der sicher nicht alle Gläubigen Mitglied werden würden."

Quelle: http://europenews.dk/...

Stellt den Antrag und der Islam ist als öffentlich-rechtliche Körperschaft anerkannt....
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15.09.2011 23:33 Uhr von XFlipX
 
+4 | -10
 
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Wo hast du denn den Mist aufgeschnappt? Das frage ich mich auch... er meinte bestimmt als Körp. des öffentl. Rechts...und das liegt wohl daran, dass der Islam als solches gar nicht existitert....würde man so verfahren, dann würde die 20% islamisch,konservativer Islam - also das, was in Dtl. überhaupt organisiert ist - den Islam vor dem Gesetz bzw. dem Staat ausmachen. Dem ist aber nun mal real nicht so....

XFlipX
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15.09.2011 23:35 Uhr von Konstantin.G
 
+14 | -12
 
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neulich: bei dieser News hier hatte ich etwas zitiert:

http://www.shortnews.de/...

Zitat/ "Heute werden in Blogrtikeln Muslime und Ausländer an den Pranger gestellt. Gezielt durch Lügen, an den Haaren herbeigezogenen Unterstellungen und ausgedachten Pseudoerfahrungsberichten werden vor allem Muslime als Gruppe verteufelt, aber auch Schwarze und andere Minderheiten, die nicht zum rosahäutigen christlich-abendländischem Kulturkreis gehören.

In den Kommentarspalten tummeln sich dann die anderen paranoiden Lemminge."

/Zitat ende.

Quelle vom Zitat:
http://www.aggromigrant.com/...


Mehr gibt es hier bei diesem Thema für mich nicht zu schreiben.

schönen abend noch.

"Wo hast du denn den Mist aufgeschnappt?... "

http://europenews.dk/...
Islam in Deutschland: Keine staatlich anerkannte Religion - Muslime streiten über Anerkennung


http://www.focus.de/...

Islam-DebatteSPD und Grüne wollen Islam staatlich anerkennen

Soviel zu Lügen.

Liebe Leute, ich würde echt gerne mit euch auf einem anderem Level ohne Beleidigungen von eurer seite diskutieren. Falls das nicht möglich ist, so tut es mir Leid.

[ nachträglich editiert von Konstantin.G ]
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15.09.2011 23:37 Uhr von Speckter
 
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fortschritt: ein kleiner fortschritt ist das.
nur nicht aufhören welt offener sein.
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15.09.2011 23:40 Uhr von ElChefo
 
+4 | -11
 
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Flip: Wahrscheinlich ist es wohl genauso, wie du sagst.

Andererseits, organisiert ist man ja im Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland. Dieser kann ja jederzeit hingehen und seine Aufnahme als Körperschaft beantragen. Das allerdings würde nach sich ziehen, das der Islam nur innerhalb der Grenzen deutscher Gesetzgebung geübt werden dürfte. Wäre vermutlich zuviel erwartet, glaubt man Aussagen von Blendern wie Pierre Vogel (der wohl hoffentlich nicht für die Mehrheit der Muslime spricht).

Ebenfalls sollte man sich fragen, was es denn ändern würde? Der Islam ist als Religion durchaus anerkannt, was auch daran zu erkennen ist, das noch zu meiner Schulzeit in den ´90ern islamischer Religionsunterricht angeboten wurde - finanziert durch denselben Kostenträger wie beim christlichen Unterricht, dem Steuerzahler. Was bringts ansonsten? Staatliche Legitimation der Kirchensteuer? Gibts doch auch, organisierte Muslime zahlen in ihrer Gemeinde doch auch ihre durch den Koran vorgeschriebene Abgabe? Also kein grosser Unterschied. Lediglich ein "Titel", den "die Konkurrenz" hat und den man neidet.
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16.09.2011 00:02 Uhr von lina-i
 
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16.09.2011 00:05 Uhr von Konstantin.G
 
+16 | -10
 
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ElChefo: "zu meiner Schulzeit in den ´90ern islamischer Religionsunterricht angeboten wurde - finanziert durch denselben Kostenträger wie beim christlichen Unterricht, dem Steuerzahler. "

Du solltest noch hinzufügen, dass Muslime ebenfalls Steuern zahlen und ihnen diese Finenzierung durch "Steuerzahler" zusteht.

30 Prozent wird vom Staat bezahlt. Desweiteren,
Nehmen wir an, Sie zahlen 500 Euro Kirchensteuer im Jahr. Dafür, dass der Staat die Kirchensteuer einzieht, erhält er eine Verwaltungskostenentschädigung über 3 Prozent (= 15 Euro). Zum Vergleich: Müsste die Kirche die Steuer selbst einziehen, läge der Verwaltungsaufwand bei etwa 15 Prozent des Kirchensteueraufkommens.

Von den verbleibenden 485 Euro gehen rund 50 Prozent an die Evangelische Landeskirche in Württemberg. Etwas weniger als die Hälfte dieses Geldes nehmen u.a. die Gehälter und Versorgungsleistung der Pfarrer (ca. 2.300 Pfarrer) ein.
Dazu kommt der Verwaltungsaperrat des Oberkirchenrats, der nach evangelischem Selbstverständnis nach innen den Kirchengemeinden zuarbeitet (Gesetzgebung und juristische Begleitung, Personal- und Finanzverwaltung etc.) sowie die Landeskirche national und international nach außen vertritt. Weitere Ausgabenposten sind die Ausbildungsstätten für Pfarrer, Religionslehrer und Diakone, überregionale Dienste wie z.B. kirchlicher Medienverleih, Presse- und Rundfunkarbeit, Beiträge für Mission, für ärmere Kirchen in Deutschland und der Welt sowie für Ökumene. Diakonische Einrichtungen werden vor allem personell mit kirchlich bezahlten Mitarbeitern und Pfarrern unterstützt.

Die anderen 50 Prozent, also etwa 242,5 Euro, geht an die Kirchenbezirke der Landeskirche, die wiederum durch die Bezirkssynode über die Verteilung an die Kirchengemeinden entscheidet. Der Kirchenbezirk Ditzingen behält mit Zustimmung der Kirchengemeinde etwa 24 Prozent der Zuteilung (58,2 Euro) für wichtige übergemeindliche Aufgaben ein.

Kinder von Atheisten, Juden oder anderen Religionsangehörigen zahlen ebenfalls keine Kirchensteuer und werden aber auch durch Religionslehrer unterrichtet.

Abgesehen davon - was haben die Muslime außer mit dem Religionslehrer bis zu einem gewissen Anteil mit dem Rest am Hut ?
Genau so wie Atheisten, nämlich nix.
Davon abgesehen zahlen die Christen in der Türkei auch keine Kirchensteuer. Das heisst, die Regierung finanziert den ganzen Unterhalt der ca. 1400 Kirchen für 100.000 bis 120.000 Christen.

Armenische Christenkinder, (Flüchtlinge) werden von Staat gefördert indem der Staat kein Shulgeld oder Büchergeld verlangt.
Zur zeit werden in der Türkei abgesehen davon etwa 110.000 armenische Flüchtlinge geduldet, ohne dass sie abgeschoben werden oder sonstiges.
Wie viele Flüchtlinge aus der Türkei duldet Armenien ?
Warscheinlich wieder Null.

Was ich hier noch gemerkt habe ist, wenn es um die Türkei geht, ist armenien plötzlich der nächste Verwandte Deutschland. Woher das nur kommt ?
ist es die Liebe zu den Armeniern oder der Hass auf Türken ?

Die frage ist nicht einfach, ich weiß und unfair auch noch.


@Linai-i
Zu dir habe ich nichts mehr zu sagen. Du bist eine von den Unverbesserlichen und da ist zum diskutieren meine Zeit zu schade dafür.



[ nachträglich editiert von Konstantin.G ]
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16.09.2011 02:30 Uhr von ElChefo
 
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Konstantin: "Du solltest noch hinzufügen, dass Muslime ebenfalls Steuern zahlen und ihnen diese Finenzierung durch "Steuerzahler" zusteht."

Wenn sie sich denn mal einigen könnten und in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts am steuersubventionierten Leben Teil nehmen wollen würden. Was ja anscheinend nicht der Fall ist. Sorry, aber wenn man meint, das einem etwas zusteht, muss man es sich halt auch einholen. Mir steht aufgrund meines Statusrechts auch gewisse Unterstützung zu - trotzdem muss ich die auch beantragen, obwohl der Kostenträger exakt über meine absatzfähigen Auslagen informiert ist.

Es ging bei diesem Statement auch nicht um "zustehen" oder "nicht zustehen", sondern um die Feststellung, das diese Praxis schon längst gang und gebe ist. Und das "sogar" ohne Refinanzierung durch einen Teil der Kirchensteuer. Im Umkehrschluss bedeutet das nebenbei auch (was ich eigentlich auch für sinnvoll halte), das die Abgabe gläubiger Muslime an ihre Gemeinde als direkte Schenkung und nicht über den Umweg des Finanzamts in die Kasse der jeweiligen Empfänger fliessen.

"Zum Vergleich: Müsste die Kirche die Steuer selbst einziehen, läge der Verwaltungsaufwand bei etwa 15 Prozent des Kirchensteueraufkommens."

Was vielleicht daran liegen mag, das die Kirche selbst keine staatliche Einrichtung ist und als solche keine eigene Steuerabteilung in Form eines "Finanzamtes" besitzt, die für solche Zwecke einsetzbar ist. Also reden wir hier lediglich von einer Dienstleistung des Staates - die er nebenbei allen Körperschaften zukommen lässt. "Die Kirche" (vereinfacht mal alle zusammen in einen Topf geschmissen) ist nicht das einzige Organ das diese Leistungen empfängt.

"Kinder von Atheisten, Juden oder anderen Religionsangehörigen zahlen ebenfalls keine Kirchensteuer und werden aber auch durch Religionslehrer unterrichtet."

Atheisten schon mal gar nicht. Die werden, wenn verfügbar, in Ersatzfächern wie Philosophie oder Ethik unterrichtet. Dasselbe gilt für Kinder aus Religionen, für die kein Religionslehrer verfügbar ist. Da liegt dann die religiöse Bildung der Kinder wieder in der Hand der Eltern bzw. ihrer Gemeinden. Was Juden angeht ist das Thema ein wenig diffiziler. Während meiner Schulzeit gab es einen verschwindend kleinen Anteil jüdischer Schüler, die teilweise von ihren Eltern in den Ethik-Unterricht geschickt wurden - und zu einem kleinen, aber vorhandenen Anteil stadtweit und schulübergreifend für diesen Unterricht gesammelt in einer Synagoge von einem Rabbi geschult wurden. Was soll man auch sonst machen, wenn man aus 20-30 Schulen gerade mal genauso viele Schüler dieser Neigungsgruppe sammeln kann?
...und schlussendlich, ja, keine dieser Gruppen zahlt Kirchensteuer. Klar, wäre ja auch blöd. Die Kirchensteuer ist ja schliesslich konfessionsgebunden - und es wäre nicht mal der Hauch eines Problems, wenn auf der Lohnsteuerkarte nicht "kath" oder "ev", sondern halt alternativ "isl" oder "musl" (was auch immer dir passt) stehen würde. "Ihr" müsst es nur wollen und wie jede andere Institution die staatlichen Regeln zur Anerkennung befolgen.

"Davon abgesehen zahlen die Christen in der Türkei auch keine Kirchensteuer. Das heisst, die Regierung finanziert den ganzen Unterhalt der ca. 1400 Kirchen für 100.000 bis 120.000 Christen. "

Inklusive der Renovierungsverbote, Neubauverbote und Ausbildungsverbote für christliche Religionslehrer und Pfarrer/Pastoren/Priester? Ich denke mal, das die jeweils über den Tisch gehenden Beträge kaum vergleichbar sind.

"Wie viele Flüchtlinge aus der Türkei duldet Armenien ?
Warscheinlich wieder Null. "

Wieviele türkische Flüchtlinge gibt es in Armenien? Wahrscheinlich genausoviele. Null.

"Was ich hier noch gemerkt habe ist, wenn es um die Türkei geht, ist armenien plötzlich der nächste Verwandte Deutschland. Woher das nur kommt ?"

Hat damit eigentlich so ziemlich gar nichts zu tun. Es geht im Grunde nur um dich und die offensichtlich widerlegten Behauptungen, die du hier aufgestellt hast. Wenn du jetzt Kritik an dir mit Hetze gegen die Türkei gleichstellst solltest du dich vielleicht nochmal neu in der Weltgeschichte verorten.

"Die frage ist nicht einfach, ich weiß und unfair auch noch. "

Nö, ist sie nicht. Siehe oben, einfach, kurz und prägnant beantwortet.

...und bevor ich es vergesse: Wenn du schon etwas zitierst, solltest du das auch entsprechend kennzeichnen und mit Quellenlink versehen.
http://www.ev-lukaskirche-gerlingen.de/...
...will ja nicht so sein.
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16.09.2011 16:47 Uhr von Konstantin.G
 
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ElChefo: Du schreibst viel und das ohne Sinn.


1. In Armenien wurde die Blaue Moschee auf drängen des Irans und mit Mitteln aus dem Iran als Wiederaufbauprojekt begonnen. Ob es beendet wurde weiß ich nicht. Fakt ist, Die armenier hatten alle Moscheen abgerissen, als sie die Muslime aus Armenien zwangsvertrieben hatten.

Als Vorzeigeatraktion für "Touristen" die sich mal vielleicht in die armenische Steppen verirren, mag die Blaue Mosche als ein iranisches Gebäude vielleicht dienlich sein aber den Muslimen ist mit einer Moschee in ganz Armenien bestimmt nicht geholfen, da selbt nach der Zwangsvertreibung sicher noch inoffiziell einige Muslime noch in Armenien leben. Deren Status und Existenz wird einfach geleugnet.

In der Sovietzeit wurde die Moschee bis Museum benutzt. Bis es zerfiel und in den neunzigern restauriert wurde.

Quelle. http://caucasus-pictures.blogspot.com/...

- Ziel war allerdings weniger die Konservierung des historischen Zustands, als vielmehr die Wiedererrichtung einer repräsentativen Anlage.

- Eine Moschee mitten im Zentrum, gegenüber dem zentralen Basar? In einem Land, das darauf stolz ist, dass hier das Christentum zum ersten Mal Staatsreligion wurde? Wie passt das zusammen?

- Sie teilen großenteils die gleichen Verbündeten und Gegner: Ihre Sicherheit ist - in unterschiedlicher Weise - von Moskau abhängig (iranisches Atomprogramm!). Das iranisch-aserbaidschanische Verhältnis ist von Misstrauen geprägt, denn der größere Teil der (auch schiitischen) Aserbaidschaner lebt tatsächlich im Iran. Außerdem orientiert sich Baku, nicht zuletzt im Hinblick auf den Umgang mit dem Islam, an der laizistischen Türkei.
Darum zeigt sich gerade Eriwan tolerant gegenüber dem Sendungsbewusstsein Teherans, zumal es praktisch keine muslimische Minderheit mehr im Land gibt. (Die Aserbaidschaner wurden ja fast alle vor oder während des Konflikts um Berg-Karabach vertrieben).

- Dem gegenüber hat die Türkei nicht nur über Jahrhunderte nicht nur armenische Kirchen erhalten und immer wieder restauriert sondern hat über 100.000 Armenier weiter im Land gelassen ohne sie zu diskrieminieren oder sonstiges.
Darüber hinaus hat die Türkei über 120.000 Flüchtlinge aus Armenien aufgenommen und versorgt sie weiterhin mit allem.
Der oberste Priester von denen sitzt noch immer in Istanbul und hat es nie verlassen, wie du es weisst.

Und sitzt der Oberste der Türken oder Muslime in Armenien, ? Nein.

"Atheisten schon mal gar nicht. Die werden, wenn verfügbar, in Ersatzfächern wie Philosophie oder Ethik unterrichtet."

Ich kenne viele Schulen in Deutschland in denen es kein muslimisches Religionsunterricht gibt. Daher nehmen viele Muslime auch im Ethik Unterricht teil. Was sagt man dazu ?

"Wieviele türkische Flüchtlinge gibt es in Armenien? Wahrscheinlich genausoviele. Null."

Wiederholst meinen Text und gibst es für deinen aus ? Hä ?

"
Hat damit eigentlich so ziemlich gar nichts zu tun. Es geht im Grunde nur um dich und die offensichtlich widerlegten Behauptungen, die du hier aufgestellt hast."

Welche Behauptungen wurden denn widerlegt ? Nenn mir eine ..

"Nö, ist sie nicht. Siehe oben, einfach, kurz und prägnant beantwortet."

kurz, prägnant und falsch.
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16.09.2011 19:04 Uhr von ElChefo
 
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Konstantin: Zu 1.
Hast du den Teil mit der Statistik, den ich dir gepostet hab, ignoriert?
Du empörst dich über den Mangel an Moscheen in einem Land, das zu 98,7% aus Christen und zu 1,3% aus Naturreligionen besteht. Denk mal einen Augenblick drüber nach. Regst du dich auch darüber auf, das es am Nordpol keinen Kühlschrank gibt? Oder in der Sahara keine Heizung?

"(Die Aserbaidschaner wurden ja fast alle vor oder während des Konflikts um Berg-Karabach vertrieben)."

Nach den Massakern von 1920 und 1988 ist es doch eigentlich nachvollziehbar, das die sich nicht riechen können, oder? Und wenn man dann mal weiterschaut und fragt, wie Aserbaidschan auf der anderen Seite mit den Christen umgeht, naja, zumindest lässt man sie leben.

"Ich kenne viele Schulen in Deutschland in denen es kein muslimisches Religionsunterricht gibt. Daher nehmen viele Muslime auch im Ethik Unterricht teil. Was sagt man dazu ? "

Wie ich schon schrieb: Da, wo man keine Lehrer verfügbar hat, gestaltet man ein Ersatzprogramm. Das gilt nebenbei auch für viele Schulen im eher ländlichen Bereich, wo kein christlicher Religionslehrer verfügbar ist.

"Wiederholst meinen Text und gibst es für deinen aus ? Hä ?"

Wir wissen ja schon, das du es mit dem lesen nicht so hast.
Du hast nach der Duldung gefragt, ich nach der Existenz. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Vielleicht kommst du ja selbst drauf: Die Frage, ob man etwas duldet oder nicht stellt sich nämlich gar nicht, wenn nichts da ist, was man dulden müsste. Aber das hatten wir ja schon mit den Moscheen. Kann es vielleicht sein, das es (k)eine Moschee in Armenien gibt, weil keine Muslime da sind, die sie besuchen würden, sie schlicht nicht benötigt wird?

"Welche Behauptungen wurden denn widerlegt ? Nenn mir eine .."

Womit soll ich anfangen? Mit der Moschee in Eriwan die es ja gar nicht gibt? Oder der Ungleichbehandlung der Muslime in Deutschland, die es nicht gibt - und der Teil, den du als Diskriminierung angibst, selbst verschuldet ist?

"kurz, prägnant und falsch. "

Ach ja? Nur weil dir nicht passt, das wir hier über deinen Unsinn und nicht direkt über die Türkei reden, wie du es gerne hättest, damit du mir wieder Türkenhass unterschieben kannst, ist meine Antwort falsch?

...oh Mann. Irgendwas hast du doch prinzipiell nicht verstanden. Du hast jetzt die Gelegenheit, deine Fehler einfach, unbürokratisch und ohne Gesichtsverlust zuzugeben.
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16.09.2011 21:31 Uhr von XFlipX
 
+1 | -8
 
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Dem gegenüber hat die Türkei nicht nur über Mit der Kennzeichnung von Kopierten und Zitierten hast du es nicht so....naja..

"Dem gegenüber hat die Türkei nicht nur über Jahrhunderte nicht nur armenische Kirchen erhalten und immer wieder restauriert"

Da lachen ja die Hühner, wenn man überhaupt von Restaurierung sprechen kann, dann aber auch nur partiell und dann auch nur unter der Ära Erdogan und dessen EU-Bestrebung. Die Paulus-Kirche in Tarsus diente nach ihrer Konfiszierung 1943 als Militärlager, andere gingen im schlimmsten Fall in ein Pornokino oder Schafstall über....

"hat über 100.000 Armenier weiter im Land gelassen ohne sie zu diskrieminieren oder sonstiges. "

-->> http://de.wikipedia.org/...

"Darüber hinaus hat die Türkei über 120.000 Flüchtlinge aus Armenien aufgenommen und versorgt sie weiterhin mit allem. "
Jetzt sind es schon 120.000 ? Erdogan sind sie so ans Herz gewachsen, dass er sie am liebsten abschieben möchte...

"Erdogan will 100.000 Armenier ausweisen"

http://www.n24.de/...

"Der oberste Priester von denen sitzt noch immer in Istanbul und hat es nie verlassen, wie du es weisst."

http://de.wikipedia.org/...

...viel Spaß beim lesen...

und zum Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel..

->>"Nach Berichten, die der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IMG) bis 2006 vorlagen, hat die rechtsgerichtete türkische Organisation Graue Wölfe rund 2,5 Millionen Unterschriften zur Vertreibung des Patriarchen von Konstantinopel gesammelt. Bartholomäus I. bestätigte, dass sich die Lage der Christen in der Türkei „vom Schlechten zum Schlechteren“ wende."

Quelle: http://de.wikipedia.org/...

XFlipX

[ nachträglich editiert von XFlipX ]
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17.09.2011 00:23 Uhr von kaderekusen
 
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nunja diese geste haben die armenier zwar nicht verdient aber okay, warum nicht wir wollen mal nicht so böse sein wie die meisten uns darstellen möchten.
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17.09.2011 01:58 Uhr von ElChefo
 
+0 | -6
 
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kaderekusen: In "ehrlich" übersetzt:

´Wir Türken können es uns halt nicht leisten, wo die ganze EU auf uns schaut, so böse zu den Armeniern zu sein wie wir möchten.´
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17.09.2011 17:53 Uhr von kaderekusen
 
+4 | -1
 
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hey du elch das was du sagst kann ich nur so interpretieren.

muuuuuuhhhhhhhhhhhhhhh.

geh doch wo anders Brunfen
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17.09.2011 22:58 Uhr von ElChefo
 
+0 | -3
 
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kaderekusen: Wir hatten es schon mal. Verhonepipelung von Nicknames ist ein deutliches Zeichen geistiger Reife. Werd erwachsen.

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