15.09.11 19:13 Uhr
 727
 

Schuldenkrise: EU-Taskforce verteilt Geld in Griechenland

Rund 14 Milliarden Euro stehen dem hoch verschuldeten Griechenland aus EU-Töpfen zur Verfügung. Doch bisher wurde nur ein Teil des Geldes wirklich abgerufen. Eine Taskforce soll nun Abhilfe schaffen.

Leiter Horst Reichenbach weist darauf hin, dass er und seine Leute zum Helfen nach Griechenland kommen und nichts mit der Troika, bestehend aus EZB, Internationalem Währungsfonds und EU-Kommission, zu tun haben.

Reichenbach erläuterte zwei Grundziele: Zunächst wolle man den Griechen helfen, die bereits eingesetzten Reformen weiter zu bringen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Desweiteren soll den Griechen gezeigt werden, dass und wie sie Geld von der EU abrufen können, welches ihnen zusteht.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Geld, Griechenland, Schuldenkrise
Quelle: www.tagesschau.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Parfümerie-Kette Douglas zieht sich komplett aus Türkei zurück
American-Airlines-Angestellte bekommen Juckreiz und Kopfweh wegen neuer Uniform
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.09.2011 19:13 Uhr von FrankaFra
 
+5 | -6
 
ANZEIGEN
Horst Reichenbach, der Peter Zwegat der EU.
Nur diesmal nicht durch Privatgebühren finanziert, sondern durch die EU und den internationalen Währungsfond. Man wird sehen...
Kommentar ansehen
15.09.2011 21:24 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Zur Klarstellung: Es wurde von Griechenland deshalb nicht abgerufen, weil es seinen in den EU-Verträgen ausgewiesenen Eigenanteil nicht geleistet hat. Diese Gelder sind EU-Fördermittel, keine Bargeschenke.

Zu letzterem wurden sie offenbar erst per Beschluss der EU, quasi als Belohnung fürs Schuldenmachen. Bin mal gespannt, wie der Verwendungszweck aussieht.



[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
15.09.2011 23:54 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
"verteilt Geld IN Griechenland": Ein sehr zynischer Satz, sind doch die bisherigen Milliarden ausschließlich im Schoß der Banken gelandet.
Kommentar ansehen
16.09.2011 00:31 Uhr von Speckter
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
die: sollen mir zeigen wie ich als normale bürger auch geld von der eu kriege :)
Kommentar ansehen
16.09.2011 02:58 Uhr von ROBKAYE
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Der privaten Finanzwirtschaft scheint die Privatisierung wohl nicht schnell genug zu gehen...es drängt sich der Gedanke auf, die Griechenland-Pleite sei hinter verschlossenen Türen bereits beschlossene Sache (...und ganz sicher ist sie das!)

Da die Griechen mit der vom IWF als Voraussetzung für die vorangehende Finanzspritze vertraglich vereinbarten Privatisierung nicht in den Quark kommen, wird eine sog. Expertenkommission ins Land geschick, um den Griechen die Arbeit abzunehmen.
Diese "Experten" kleben nun, IWF typisch, kleine Zettelchen mit den Aufschriften "Goldesel" und "Schrott" an die noch staatlichen, zu privatisierenden Unternehmensbereiche, damit global agierende Banken, Finanzinvestoren und Hedgefonds sich sich so schnell wie möglich die profitträchtigen Rosinen herauspicken und für wenig Geld unter den Nagel reißen können.

So gehen die wenigen noch profitablen staatlichen Einnahmequellen Griechenlands (neben dem Tourismus) in den Besitz privater Finanzkonzerne über. Die Gewinne gehen nach Übersee...alles was Griechenland bleibt ist die einmalige Einnahme aus dem Verkauf, sowie ein paar Millionen Euro an Steuergeld im Jahr.

Wir werden nun alle Zeuge der Arbeitsweise des IWF (Und mittlerweile offensichtliche Handlanger der Finanzkonzerne):

Notkredite gibt es nur gegen die vertragliche Zusage, alle gewinnbringenden staatlichen Wirtschaftsbereiche zu privatisieren. Private Banken und Investoren kaufen billig alles Tafelsilber auf und das Volk/der Staat werden unter dem Deckmantel guter Absichten, nämlich dem Land eine Pleite zu ersparen, vollständig ENTEIGNET!

Diese Geschichte bekommt aber erst so richtig "G´schmäckle" wenn man sich vor Augen führt, dass eine Rettung Griechenlands NIEMAL funktioneren wird. Jeder Finanzprofi weiß das und wusste das bereits am Tag des Krisenbeginns. GERADE DESHALB BEZEICHNE ICH DIE HEUCHLERISCHE VERGABE VON NOTKREDITEN ZUR VERMEIDUNG EINER PLEITE GRIECHENLANDS UND DEN DAMIT VERBUNDENEN AUSVERKAUF DER STAATLICHEN UNTERNEHMEN NICHT MEHR NUR ALS ENTEIGNUNG, SONDERN ALS GRÖßTEN RAUBZUG ALLER ZEITEN.

Das Land wird zur Aufnahme von Krediten genötigt, welche als Bedingung den Ausverkauf aller staatlichen Wirtschaftszweige voraussetzen, welche das Land über kurz oder lang wissentlich nicht retten können. Gewinner auf der ganzen Ebene sind die Banken, verlierer, der griechische Bürger.

Ich sage jetzt schon mal voraus: Im September, wenn der ESF und die darin verankerte Möglichkeit zur Rettung einzelner europäischer BANKEN durch die Länder Europas als Gesetz verabschiedet wird, wird Griechenland fallen gelassen und als nicht zu retten erklärt. Warum soll man dann noch ganze Länder retten, wenn es genügt, kriselnde Banken zu unterstützen, um einen Dominoeffekt im Bankensektor zu verhindern?

...ich befürchte stark, wenn die Pleite kommt und die Griechen dann merken, wie sie von den eigenen Politikern, dem IWF und EUROPA beschissen wurden (und das werden sie!), dann rappelt´s so richtig im Karton...

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

AfD bereitet Antrag zur Abschaffung des Rundfunkbeitrags vor
Parfümerie-Kette Douglas zieht sich komplett aus Türkei zurück
São Paulo: Braut wollte per Hubschrauber zu Hochzeit und verunglückte tödlich


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?