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Phishing-Opfer gab 100 TAN-Nummern preis - Laut Gericht nicht fahrlässig

Obwohl immer wieder über die Gefahren des Phishing berichtet wird, fallen immer wieder Menschen auf diese Masche herein. So trug jetzt ein Phishing-Opfer 100 TAN-Nummern in eine gefälschte Webseite eines vermeintlichen Online-Banking-Dienstes ein. Laut einem Landshuter Gericht handelte der Betroffene nicht fahrlässig.

"Auf dieser Seite wurde dem Kläger mitgeteilt, dass im Zusammenhang mit der Einführung neuer Sicherheitsmaßnahmen aus Sicherheitsgründen alle laufenden TAN-Listen aus dem Verkehr gezogen werden müssten. Der Kläger sollte daher die ihm vorliegenden insgesamt 100 TAN-Nummern in dafür vorgesehene Eingabefelder eingeben," so das Gericht.

Der Betrogene ist laut dem Gericht Osteuropäer und Deutsch sei nicht seine Muttersprache. Zudem mangele es ihm an Internetwissen. Das Opfer handelte im guten Glauben. Der Schaden von 6.000 Euro und die Kosten des Verfahrens muss die beklagte Bank ersetzen.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Preis, Opfer, Phishing, TAN
Quelle: www.gulli.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2011 07:49 Uhr von Mayana
 
+15 | -3
 
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Unwissenheit schützt vor Strafe nicht? Und ich dachte immer "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.". -.-
Nimmt´s mir nicht übel, aber irgendwie finde ich dieses Urteil ein wenig ungerecht. Wenn man im Ausland lebt, muss man sich um deren Geflogenheiten kümmern und gerade dann umsichtig handeln, damit mir sowas nicht geschieht.
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15.09.2011 07:52 Uhr von Allmightyrandom
 
+11 | -2
 
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Herr: lass Hirn regnen! Wie kann man denn so doof sein?

Und dann auch noch Recht bekommen...^^
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15.09.2011 08:18 Uhr von Jaecko
 
+1 | -1
 
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Ahja. Ich seh das jetzt als Freischein für 1x dumm sein oder wie?
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15.09.2011 08:29 Uhr von zabikoreri
 
+5 | -4
 
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Wenn er als: Verkehrsteilnehmer ein Stopschild überfährt, weil er keine Ahnung von den Verkehrsregeln hat, wird er trotzdem bestraft. Wenn er im Internet rumsurft und keine Ahnung hat, ist er unschuldig. Das nenn ich mal ´Gerechtigkeit´!
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15.09.2011 08:31 Uhr von Perisecor
 
+5 | -5
 
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Offenbar war die Person der deutschen Sprache mächtig genug, um einen Anwalt zu finden bzw. die Möglichkeit, gegen die Bank zu klagen.
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15.09.2011 09:23 Uhr von silas89
 
+3 | -2
 
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Ich finde es nicht ganz falsch: Die Bank hätte klar können, dass dieser Mann Mühe damit hat mit eBanking umzugehen. - Sie hätte ihm keinen eBanking-Account geben sollen oder ihn zumindest über die Gefahren aufklären. Das ist kein Ausländerproblem. Mit Senioren oder der Bevölkerung aus ländlicheren Gegenden ist es genau dasselbe.
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15.09.2011 09:32 Uhr von derSchmu2.0
 
+2 | -2
 
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Kommt ganz auf die Art an, wie der Mann in die Falle gelockt wurde...
Ich hatte letztens einen Trojaner aufm Rechner (der Rechner war nicht mein persoenlicher Rechner und Updates fuer Browser etc nur begrenzt moeglich, daher anfaellig fuer Viren/Trojaner). Als ich mich auf meiner Bankseite eingeloggt hab (sch... auf Passwort etc, TANs gibts nur pro Ueberweisung und SMS) ploppte ein Popup auf, in dem ich auch aufgefordert wurde, aufgrund der Umstellung des Systems TANs einzugeben. Etwas verwirrt, da ich keine TAN-Boegen mehr habe und da das Popup laut HTML-Code in der Seite eingebettet war (Original Bank Seite, hinterm Popup konnte ich meine Kontodaten erspaehen), rief ich bei der Bank an, was denn nun dieses Popup soll. Da deren IT-Abteilung gerade nicht verfuegbar war versuchte ich auf anderen Wegen dieses Popup loszuwerden...bin dann bei einer Recherche auf einen Trojaner gestossen, der solche Popups in den Browser einbettet, sobald man bekannte Bankseiten aufruft...
In diesem Fall muss ich sagen, war es schon technisch gut gemacht. Die Signaturen stimmten und das Popup war optisch und technisch der echten Bankseite dahinter angepasst. Gut, selbst wenn ich nen TAN-Bogen gehabt haette, haette ich wohl gezoegert, davon was anzugeben, allerdings bin ich ja schon auf diesen Trick hereingefallen, weil ich bei der Bank angerufen hab, aber eher, um dieses Popup loszuwerden...es ist also nicht mehr umbedingt so, dass man eine Mail bekommt und dann aufgefordert wird, TANs einzugeben. Wenn man schon auf der echten Seite dazu aufgefordert wird, wirkt es doch etwas verwirrend...micht hat es jedenfalls verunsichert, warum da auf einmal die Bank TANs anfordert...hatte am Telefon aber auch extra nochmal nach der Umstellung gefragt, obs darueber nen Brief gab (auf die Post ist ja auch nicht immer Verlass)...also selbst ´aufgeklaerten´ kann sowas schnell passieren, wobei neue TAN-Systeme ueberweisungsgebunden eigentlich sowas verhindern

...naja mittlerweile habe ich den Admin dazu kriegen koennen, diversen Browsern ein Update zu verpassen, in der Hoffnung, dass ein paar Sicherheitsluecken geschlossen wurden...
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15.09.2011 09:36 Uhr von silas89
 
+7 | -1
 
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@derSchmu2.0: Wieso benutzt du eBanking von einem rechner der nicht dein Rechner ist und der schlecht abgesichert ist?
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15.09.2011 09:36 Uhr von mr_shneeply
 
+4 | -4
 
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Osteuropäer Vermutlich wurde der Schaden ohnehin von seinen Landsleuten verursacht.

Der Trend geht weltweit zur Unterstützung der totalen Dummheit.
Bestraft wirst du nur wenn du dir über die Konsequenzen deines Handelns bewusst bist.

Also wenn sie dich das nächsle Mal schnappen, stell dich doof.
Die Sprache sprichst du auch nicht.

Zack.. gewinnst du jeden Prozess.
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15.09.2011 09:47 Uhr von derSchmu2.0
 
+1 | -0
 
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silas: weils sich leider keine andere Moeglichkeit ergab. Darueberhinaus kann bei mir kein (grosser) Schaden entstehen, da ich die Summe des zu ueberweisenden Betrags per eBanking auf einen kleineren Betrag am Tag begrenzt habe und da ich die TAN-Vermittlung per SMS als recht sicher ansehe, da die TANs ja nur fuer die direkte Ueberweisung gilt, die ich gerade ausfuehren moechte, also bringt den "Fishern" diese TAN auch nix, selbst wenn sie sie per Trojaner etc abfangen sollten...
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15.09.2011 10:05 Uhr von Nona
 
+1 | -0
 
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Früher habe ich auch immer gedacht "wie kann man nur so dumm sein". Aber seit meine Eltern einen Rechner mit Internetzugang haben(6 Monate) bin ich immer wieder überrascht, auf was für Ideen die beiden kommen und auf was die alles reinfallen. Meine Eltern sind nicht dumm, sie haben einfach nur keine Ahnung. So geht es vielen Neulingen.
Dazu kommt dann noch, dass es Banken gibt, die darauf drängen, dass man Onlinebanking macht. Erst letzte Woche sind meine Eltern total unter Druck gesetzt worden Onlinebanking zu beantragen. Man hat ihnen bei der Bank(!) gesagt, sonst hätten sie bald kein Zugriff mehr auf ihr Konto. Zum Glück haben die beiden mich direkt angerufen und gefragt, ob sie unterschreiben sollen. Dazu kommt noch, dass meinen Eltern erzählt wurde, dass das Verfahren total sicher ist. Und so geht es vielen, die davon keine Ahnung haben. Da wird das Blaue vom Himmel gelogen und hinterher wundern sich alle wie sowas passieren kann...

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