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ADHS betrifft häufig auch Erwachsene

Über ein Drittel der von ADHS betroffenen Kinder behalten die Krankheit auch im Erwachsenenalter. Das bedeutet, dass von allen Erwachsenen bis zu drei Prozent unter dieser Krankheit leiden.

Häufig entdecken Betroffene dies erst spät, denn im Erwachsenenalter äußert sich die Krankheit oft "nur" durch allgemeine Leistungsschwäche und schlechte Konzentration. Problematisch ist das Einhergehen mit Suchterkrankungen und Depressionen.

ADHS-Betroffene können sich auch schlechter entspannen und geraten häufiger mit dem Gesetz in Konflikt. Deswegen ist eine frühe Diagnose wichtig. Zur Behandlung empfiehlt sich eine Kombination aus verhaltenstherapeutischen Maßnahmen und Medikamenten.


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WebReporter: Mapmuh
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krankheit, Erwachsene, Aufmerksamkeit, ADHS
Quelle: www.focus.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.09.2011 19:52 Uhr von Mapmuh
 
+3 | -5
 
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Meiner Meinung nach nur ein weiterer Ausdruck der Schattenseite unserer "Leistungs"gesellschaft, wer nicht mithalten kann wird krank und an den Rand gedrängt...Das System wird letztlich an seinem eigenen Wahn zugrunde gehen. Das lässt mich hoffen ;)
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15.09.2011 00:46 Uhr von Kappii
 
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@autor: Dir ist klar dass sich ADHS meist im Kindesalter(vor der Schulzeit) entwickelt? Und wie in der News steht, bleibt dies bei 1/3 der Erwachsenen.

Was hat das also mit Leistungsgesellschaft zu tun? Wenn deine Nachricht von Burn-Out/Depressionen handel würde, würde dein Kommentar vielleicht passen, aber so?

So klingt dein Kommentar wie: News geschrieben, trotzdem nix verstanden.
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21.09.2011 23:24 Uhr von Krizzy...
 
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@käppchen: und warum tritt wohl adhs immer häufiger auf? ich möchte hier nicht des teufels (autor) advokaten spielen, aber ich schätze, er meint damit, dass betroffene erwachsene nicht mehr richtig in die "normale" gesellschaft integriert werden können und als "krank" gelten, nur weil sie nicht im gleichen maße leistungsfähig sind. jetzt was verstanden? :)
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08.10.2011 21:58 Uhr von DarkBluesky
 
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ADHS: Entwickelt sich im Kindesalter, kann im Erwachsenalter verschwinden, muss aber nicht. Wenn man ADHS hat ist man nicht Dumm sondern meist Hochintelligent, es trifft nur leider zu das die meisten Lehrer damit nicht umgehen können, den Kindern die richtige Ausbildung zu kommen zu lassen. Deshalb können die Kinder es auch nicht später schaffen.
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20.10.2011 09:30 Uhr von Miem
 
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AD(H)S: entwickelt sich nicht erst, sondern die Symptome selbst können schwächer oder stärker auftreten. Da die Krankheit in vielen Fällen genetisch bedingt ist, wird man sie dann auch nicht los. Nur kann mit Training eben viel getan werden und das ist auf jeden Fall sinnvoller, als es irgendwie selbst zu versuchen. Und zum Glück sprechen auch gut 70% der Betroffenen auf Medikamente an, die das Gehirn anleiten, die fehlenden Neurotransmitter zur Verfügung zu stellen - denn die Konzentrationsschwäche wird dadurch verursacht, dass zuwenig Neurotransmitter im Gehirn vorhanden sind.

Was natürlich dazukommt, ist die Reizüberflutung in unserer Gesellschaft. Dadurch entwickeln sich bei entsprechender Veranlagung auch die Symptome schneller und heftiger. So kann ich mir vorstellen, dass es so einige ADS-Betroffene gibt, die bei einem ruhigerem Leben symptomfrei geblieben wären. Eines der Probleme ist, dass das Gehirn nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen entscheiden kann - z.B. ist es wichtiger, die Brotbox in die Schultasche zu packen und zum Bus zu gehen oder noch schnell ein Buch zu lesen? Das kann man dem Gehirn zwar antrainieren, aber nicht bei den vielen Reizen, die heutezutage auf uns einstürmen.

Es tritt auch nicht häufiger auf, sondern wird jetzt immer besser erkannt. Vor allem die Betroffenen, bei denen die Hyperaktivität nicht oder schwach ausgeprägt sind, fielen früher durch das Erkennungsraster. Dafür sind heute zu viele Ärzte leider bereit, statt auf Epilepsie oder Autismius zu testen, schnell mal ADHS zu diagnostizieren. Für die Betroffenen eine Katastrophe, denn die ADS-Medikamente sind bei Autisten z.B. absolut fehl am Platz.

Woher ich das weiß? Ich habe selbst ADS und habe es leider an beide Kinder vererbt - wobei die Große und ich gar keine, der Kleine eine schwache Ausprägung der Hyperaktivität hat. Darum fiel ich damals durchs Raster und der Großen wäre es beinahe auch passiert, hätte ich nicht darauf bestanden, dass sie durchgecheckt wird. An ADS dachte ich damals nicht, wußte zu dem Zeitpunkt auch nicht, dass ich es habe, aber mir war klar, dass irgendwas sein muss.

Der beste Freund meiner Tochter hat Asperger-Autismus - und ich sehe, dass manche Symptome sehr ähnlich sind, sehe aber auch die Unterschiede. Und bin für den Jungen sehr dankbar, dass die Ärzte hier genau hingesehen haben und das Kind jetzt richtig therapiert wird.

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