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Jeder vierte Hellene im Staatsdienst - Griechen fühlen sich steuerlich "erwürgt"

Seit Brüssel auf die Konsolidierung der Staatsfinanzen drängt, fühlen sich immer mehr Griechen durch den überbordenden Beamtenapparat und dadurch steigende Steuerbelastungen "erwürgt". Bislang galt in der regierenden Pasok-Partei Papandreous eine Entlassung des beamteten Wählerklientels als Tabu.

Ex-Wirtschaftsminister Stefanos Manos forderte unlängst gar jeden Dritten der 1,1 Millionen Hellas-Staatsdiener in "Arbeitsreserve" zu versetzen, um einen finanziellen Kollaps des Landes abzuwenden. Die Beamten hätten dann drei Jahre Zeit, bei 70 Prozent ihres letzten Nominallohns auf Jobsuche zu gehen.

Erstmals forderte das Finanzministerium 150 Staatsunternehmen auf, zehn Prozent ihre Mitarbeiter auf Listen von "Überflüssigen" zu setzen. Während Finanzminister Venizelos absolut von 14.000 Beamten spricht, kursieren in Zeitungen Zahlen bis 50.000. 74 Prozent der Griechen, so Manos, bejahen einen Stellenabbau.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Beamte, Sparmaßnahme, Giorgos Papandreou
Quelle: www.faz.net