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Jeder vierte Hellene im Staatsdienst - Griechen fühlen sich steuerlich "erwürgt"

Seit Brüssel auf die Konsolidierung der Staatsfinanzen drängt, fühlen sich immer mehr Griechen durch den überbordenden Beamtenapparat und dadurch steigende Steuerbelastungen "erwürgt". Bislang galt in der regierenden Pasok-Partei Papandreous eine Entlassung des beamteten Wählerklientels als Tabu.

Ex-Wirtschaftsminister Stefanos Manos forderte unlängst gar jeden Dritten der 1,1 Millionen Hellas-Staatsdiener in "Arbeitsreserve" zu versetzen, um einen finanziellen Kollaps des Landes abzuwenden. Die Beamten hätten dann drei Jahre Zeit, bei 70 Prozent ihres letzten Nominallohns auf Jobsuche zu gehen.

Erstmals forderte das Finanzministerium 150 Staatsunternehmen auf, zehn Prozent ihre Mitarbeiter auf Listen von "Überflüssigen" zu setzen. Während Finanzminister Venizelos absolut von 14.000 Beamten spricht, kursieren in Zeitungen Zahlen bis 50.000. 74 Prozent der Griechen, so Manos, bejahen einen Stellenabbau.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Beamte, Sparmaßnahme, Giorgos Papandreou
Quelle: www.faz.net

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14.09.2011 17:16 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -0
 
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Laut Wallstreet-Journal sind die griechischen Ausgaben für Staatsbedienstete zwischen 2000 und 2007 um rund 170 Prozent in die Höhe geschossen.

Wie Papandreou jüngst selbst eingestand, wurden jahrelang unzählige neue Beamtenstellen und somit "Wähler" geschaffen.

Die panhellenischen Versorgungsanstalt für die Klientel der beiden großen Parteien Nea Dimokratia und Pasok verkommt dabei zum Selbstzweck, auf Effizienz kommt es - wie Papandreou selbst einräumte - bei dem Apparat offenbar nicht an.
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14.09.2011 17:49 Uhr von Katzee
 
+20 | -4
 
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Die Griechen: sollen endlich aufhören herum zu jammern. Sie sind doch selbst schuld.

1. Steuern: In Griechenland gehört Steuerhinterziehung fast schon zum Volkssport. Von staatlicher Seite wird erst seit Beginn der Bekanntwerdung der Finanzkrise halbherzig etwas dagegen unternommen.
http://blog.handelsblatt.com/...

2. Überbordendes Beamtentum: In Griechenland war es in den letzten Jahren gang und Gäbe, dass vor Wahlen neue Beamtenstellen an bestimmte Wähler versprochen wurden. Nach der Wahl dann wurden diese Stellen auch realisiert. Oftmals gab es aber für diese neuen "Beamten" nicht einmal Arbeit. Sie kassierten und saßen zu Hause rum. Pensioniert werden Beamten in Griechenland mit 50. Dabei kann die Pension schon mal 120 % des letzten Gehalts betragen. Daher haben die "Beamten" eines starke Lobby in der griechischen Bevölkerung.

3. "Bakschisch"-Mentalität: In vielen Branchen müssen die Griechen weitreichende Bestechungsgelder - vor allem an Beamte - zahlen, um eine neue Lizenz zum Betreiben eines Gewerbes bezahlen oder eine hohe Ablösesumme an bisherige Lizenzinhaber. Besonders auffallend ist dabei das Taxi-Gewerbe. Eine Lizenz kostet da schon mal ein paar tausend Euro. Eine freie wirtschaftliche Entfaltung ist daher in Griechenland gar nicht möglich - auch wenn die EU nun (gegen den Widerstand der Bürger, die eine Lizenz haben, die sie noch verkaufen wollen) versucht, diese "Baschisch-Wirtschaft" aufzulösen.
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14.09.2011 18:05 Uhr von Scare4t2
 
+6 | -4
 
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...irgendwann platzt halt jede Seifenblase! Wird in DE bald nicht anders sein, wenns so weiter geht! Der Euro sollte schnellstmöglich abgeschaffen werden, und die starke Deutsche Mark zurückkommen! Die haben sich allesamt verrechnet....ausser bei ihren eigenen Büchern!
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14.09.2011 18:53 Uhr von Katzee
 
+5 | -1
 
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@ 1984: Nicht jeder staatliche Bedienstete ist Beamter. In den USA gibt es zwar eine Menge staatlicher Bediensteter, Beamten in der Form, wie es sie in Deutschland oder Griechenland gibt, gibt es in den USA allerdings nicht.
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15.09.2011 04:47 Uhr von kaderekusen
 
+0 | -1
 
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yes..... was die Türken nicht schaffen machen unsere Griechen, nieder mit der EU!!!!

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