14.09.11 13:09 Uhr
 166
 

Brüssel drängt auf zeitnahe Einführung von Euro-Bonds

Vor dem EU-Parlament in Straßburg drängte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso auf Euro-Bonds und kündigte ein vorbereitendes Papier für gemeinsame Schuldanleihen an. Dieser Schritt allein, so der Kommissionschef, werde jedoch nicht alle Schuldenprobleme der Union sofort lösen können.

Vielmehr müssten Eurobonds Teil eines insgesamt stärkeren wirtschaftspolitischen Zusammenschlusses werden. Zugleich warnte Barroso mit Blick auf Berlin und Paris vor einer Renationalisierung wirtschaftspolitischer Entscheidungen unter Umgehung der EU-Institutionen.

Im Falle von Eurobonds, die durch Berlin zur Zeit abgelehnt werden, kämen auf Deutschland wesentlich höhere Zinsbelastungen zu, während sich stark verschuldete Staaten wie Griechenland und Portugal wieder deutlich günstiger an den Märkten refinanzieren könnten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Brüssel, Einführung, Bonds, José Manuel Barroso
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.09.2011 13:09 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Herr Barroso, portugiesischer Premier von 2002 bis 2004, ist als Krisenmanager im eigenen Land gescheitert. Unter ihm wuchs das portugiesische Staatsdefizit erheblich. Mit allerlei Bilanz frisierenden Maßnahmen, ohne Substanz oder nachhaltige Wirkung, zapfe er Pensionskassen an und verkaufte am Ende sogar Steuerzahlungen an der Börse. Es ist nicht der Mann, der überzeugend für Eurobonds werben sollte.

Die Abschaffung der Europäischen Union schmeckt den zahlreichen Beamten, Kommissaren, Parlamentariern sowie in Brüssel endgelagerten Politikern freilich genauso wenig wie dem 1,1-Millionen Heer griechischer Staatsbediensteter die Abschaffung des hellenischen Beamtentums. Schon deshalb wird die Instutiton EU alles tun, um sich selbst am Leben zu erhalten.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
14.09.2011 14:43 Uhr von muhkuh27
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Wir müssen die EU beibehalten! Auch wenn die Bürger in Slums leben werden.
Kommentar ansehen
14.09.2011 20:36 Uhr von xjv8
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mal: sehen, was unser Bundesmerkel macht, wie aus einem entschiedenen NEIN, ein vielleicht und am Ende ein entschiedenes JA wird.
Kommentar ansehen
14.09.2011 20:56 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
So langsam wird es langweilig Die Griechen können bald die Renten nicht mehr auszahlen weil das komplette Geld direkt den Banken in den Rachen geworfen wird und mit der Kompetenz-Neuverteilung mit der die EU den Pleitegeiern in den Haushalt reden könnte geht es auch nicht weiter - und ohne diesen Schritt sind die Euro-Bonds schlicht witzlos.
Hoffentlich wird das wenigstens noch was ehe der Inhalt der Keksdose endgültig verteilt wird.
Dann gibt es demnächst einen neuen Ministerposten in Merkels Kabinett: Finanzminister für Griechenland.

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?