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Athen verfehlt Sparziele - Troika sagt trotzdem nächste Milliardentranche zu

Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf IWF-Kreise, dass Griechenlands Gläubiger sich auf die nächste Milliardentranche aus dem 110 Milliarden umfassenden ersten Griechen-Nothilfepaket einstellen können. Dies sei eine letzte Chance für Athen, im Dezember werde es härter, so IWF-Offizielle.

Da Athen erneut seine Sparziele verfehlt hat, kommt es voraussichtlich noch diese Woche zu einem Treffen der griechischen Regierung mit Abgesandten der Troika aus IWF, EZB und EU, um in einem Umfeld zunehmend besorgter Märkte die Auszahlung der nächsten acht-Milliardentranche zu erörtern.

Ausschlaggebend für die Entscheidung sei das griechische Versprechen gewesen, mit einer auf zwei Jahre angelegten neuen Immobiliensteuer Mehreinnahmen von zwei Milliarden Euro zu generieren. Derweil wiesen IWF-Offizielle aufkeimende Gerüchte über eine bevorstehende Pleite Athens zurück.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hilfe, Pleite, Athen, Hilfspaket
Quelle: online.wsj.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2011 22:42 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Während sich unsere Politiker wider besseren Wissens in Drohreden gen Griechenland für die Stammtische üben, werden die nächsten Milliarden bereits fleißig verpackt.

Sie gehen direkt an die Gläubiger-Banken, womit sich die Frage von alleine beantwortet, warum es eigentlich egal ist, ob Griechenland seine Sparziele erreicht oder nicht. Es geht in Wahrheit gar nicht um Griechenland, sondern darum, dass jene Kräfte, die "liberale Märkte" forderten, nicht daran denken, ihre Spielregeln einzuhalten.

Papandreou bringen die Drohungen der Troika sicher nicht um den Schlaf , kennt er die Hintergründe dieses Polit-Theaters, - vor allem für das XXL-eingelullte deutsche Öffentlichkeit inszeniert - nur zu gut. Abgesehen davon, dass er aufgrund eigener Spekulationen mit CDS der große Gewinner der nahenden Pleite sein wird.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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12.09.2011 23:47 Uhr von Jlaebbischer
 
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Gerüchte Diese Gerüchte über eine bevorstehende Pleite Griechenlands können nicht stimmen. Der Staat ist nämlich bereits Pleite. Die EU hat konnte sich nur noch nicht dazu durchringen, die Lebenserhaltenden Zahlungen abzustellen...
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13.09.2011 01:55 Uhr von lolerballer
 
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@schafe: griechenlands leute sind also seit 2010 von heute auf morgen faule leute geworden?

seit mehr als 2000 jahren hat griechenland eine geschichte voller eroberungen. doch seit neuestem heissen alle griechen faultier zum vornamen?

merkt ihr nicht das ihr von den medien an der nase herumgefüfhrt werdet? griechenland ging es vor dem euro blendend. man hat bis dato absolut nichts negatives über das lang gehört.

der EURO und die BANKEN haben die griechen zerstört und das wird jedem land passieren, eines nach dem anderen. ihr schafe denkt doch wirklich nicht das die bevölkerung plötzlich in massen schlaftabletten geschluckt hat?

die banker haben griechenland verkauft!!!
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13.09.2011 04:05 Uhr von Eisbaer3180
 
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Naja: Naja ein bisschen Schuld hat Griechenland bzw. wir alle auch selbst. Man kann nicht alle Probleme ständig auf den Euro und die Banken schieben (auch wenn sie eine starke Mitschuld tragen). Es sind mittlerweile fast 10 Jahre vergangen, seitdem der Euro eingeführt wurde. Innerhalb von 10 Jahren hat sich so viel verändert.
All die Probleme, die wir heute haben hätten auch mit der DM passieren können bzw. sind passiert, das System ist immer noch das Gleiche, doch irgendwann platzt der hausgemachte Boom.
Man braucht sich nur einmal den Dax vor 1996 anzuschauen, Jahre lang war er auf nur auf 1000-2000 Punkte, doch dann hatte plötzlich jeder Internet, jeder wollte in den Aktienmarkt einsteigen und immer mehr Aktien wurden ausgegeben, die ICH-AGs wurden erschaffen und die dot.com Unternehmen boomten, bis dann im Jahre 2000 alles den Bach runter ging. Der Dax sackte innerhalb von 2 Jahren von 7000 Punkte zurück auf 2500. (Man beachte, dass der Börsenabsturz und die Wirtschaftskrise bereits zu DM Zeiten begann, der Euro wurde erst 2002 eingeführt). Jetzt hätte alles so bleiben können, wir hätten uns mit etwas weniger zufrieden geben können, schliesslich ging es uns immer noch relativ gut, auch wenn mittlerweile die Arbeitslosenzahlen (die echten) um die 5-6 Millionen lagen. Doch stattdessen wurden die entstandenen theoretischen und fiktiven Schulden (theoretisch, weil es nur elektronische Zahlen ohne einen echten Gegenwert sind, Geld wächst aus Geld bzw. Geld erschafft neues Geld - schon alleine dieses System ist absolut idiotisch, wenn man bedenkt, das Geld eigentlich nur eine Form des Tauschmittels ist, ein Zwischenglied um an die echten Waren zu gelangen, sprich Essen, Unterkunft etc.), also zurück, die fiktiven Schulden wurden durch die Aufnahme von neuen Schulden gedeckt, was den Dax kurzfristig wieder ansteigen liess, weil sich jeder wieder neue Aktien kaufen konnte, die Unternehmen und Staaten wieder Liquide waren. Doch im Gegensatz zum Anstieg vor 2000 waren die Schulden nicht unbedingt mit Schulden gedeckt, bzw. die Schulden konnten relativ gesehen ohne Probleme zurückbezahlt werden, jetzt geht das aber nicht mehr, da die jetzigen Schulden sich mit den alten Schulden aufsummieren. Man könnte nun theoretisch einfach wieder neue Schulden aufnehmen, uns würde es 1 bis 2 Jahre wieder gutgehen (die Zeit bis zum nächsten Börsencrash verkürzt sich jeh mehr Schulden man mit Schulden deckt) und dann geht es wieder den Bach runter.
Die Verkürzung der erneuten Boomjahre kann man deutlich an der Dax Kurve erkennen, 2000 war der erste Crash, wir hatten dann etwas Zeit bis zum nächsten, 2008 (wieder sank der Dax sehr schnell, allerdings durch geschickte Schuldenumverteilung und anderer Massnahmen nicht auf 2000, sondern nur auf 4000 Punkte von 8000), und der jetztige Crash 2011 ist nur 3 Jahre nach dem letzten Crash her, die nächsten Massnahmen werden nur 1 Jahr, höchstens 2 Jahre halten, und danach wird es unmöglich sein, dass die Börse, die Banken, die Staaten, die Aktionäre, die Unternehmen und auch alle anderen Bürger und Unternehmen, die sich nicht am Aktiengeschäft beteiligt haben (alles hängt mit einander zusammen) sich von dem Verlust wieder erholen können, es wird keinen Sinn mehr machen neue Schulden aufzunehmen um die alten zu bezahlen. Bzw. die Schulden werden ins unermessliche wachsen und der Euro und jegliche andere Währungen werden einen Wert von null haben, bzw. das Brot kostet dann 5 Millionen Euro anstatt 2,50. Eine verteuerung der Güter und Rohstoffe können wir bereits jetzt erkennen und bereits jetzt haben immer mehr Unternehmen, die nicht mit Geld handeln, sondern mit Produkten, Schwierigkeiten überhaupt etwas Gewinn zu machen, bzw. null auf null zu kommen. Die Schweiz und die dortigen Unternehmen haben z.B. ein solches Problem, da ihre Währung immer stärker wird, während der Rest der Welt pleite geht, kaum noch einer kann sich die Waren aus der Schweiz leisten, während die Schweizer sich über die billigen Importe freuen, solange bis sie die Waren dann wieder exportieren wollen und am Ende womöglich noch draufzahlen.
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13.09.2011 07:31 Uhr von Mixuga
 
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@Eisbaer3180: "(Man beachte, dass der Börsenabsturz und die Wirtschaftskrise bereits zu DM Zeiten begann, der Euro wurde erst 2002 eingeführt)."

Falsch. 2002 ist lediglich das Jahr, in dem der Euro als Bargeld eigeführt wurde. Bereits drei Jahre zuvor wurden die Wechselkurse zum Euro festgelegt und der Euro konnte an der Börse gehandelt werden.
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13.09.2011 13:36 Uhr von Eisbaer3180
 
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@Mixuga: Das ist zwar richtig, dass der Euro schon vor der Bargeldausgabe gehandelt werden konnte, doch bereits vor dem Euro gab ebenfalls eine europäische Währung der Ecu welcher seit 1979 auch an der Börse gehandelt werden durfte. Der Euro hat dann den ECU abgelöst, es bestand bzw. besteht aber nahezu kein Unterschied, ausser dem Namen.

Da der Dax aber damals noch nicht an den Euro gekopplet war, sondern an die DM und die Massen nicht die DM hatten, sprich nahezu alle Aktienkurse in DM waren, ausser Öl und andere Rohstoffe, die auch in Euro bzw. ECU gehandelt wurden, war der Euro nicht Schuld an der ersten Wirtschaftskrise, sondern im weitesten Sinne die Aktionäre, die mit der D-Mark handelten (im weitesten Sinne, weil die Aktionäre nur auf die Marktlage reagieren und die Krise nur reaktionär verstärken, sprich Panikverkäufe).
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13.09.2011 15:25 Uhr von Mixuga
 
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@Eisbaer3180: "Der Euro hat dann den ECU abgelöst, es bestand bzw. besteht aber nahezu kein Unterschied, ausser dem Namen."

Es besteht ein ganz gewaltiger Unterschied. Die Wechselkurse zum ECU waren variabel. Die Wechselkurse zum Euro wurden jedoch im Dezember 1998 unerschütterlich festgeschrieben. Das macht einen verdammt großen Unterschied.
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13.09.2011 23:04 Uhr von Eisbaer3180
 
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@Mixuga: Die ECU wurde aber am 1. Januar 1999 im Umrechnungsverhältnis 1:1 durch den Euro ersetzt. Sprich der damalige Ecu Kurs wurde 1:1 auf den Euro übertragen und das waren dann die 1,98 DM.

Der Ecu war auch nicht variable, sondern der Kurs wurde alle 5 Jahre neu festgelegt und an die Wirtschaftslage angepasst, innerhalb der EU bzw. EG galt dann dieser Kurs für 5 Jahre, sprich der Kurs war für 5 Jahre festgeschrieben.

Einen grossen Unterschied zum Euro gibt es deshalb nicht, weil der Euro zwar auf 1,98 DM festgesetzt, aber über die Jahre trotzdem an Wert verloren hat. Der feste Wechselkurs gilt auch nur für den Umtausch in DM. Die wirklichen Wechselkurse, also die die auch an der Börse gehandelt werden, sprich Devisenkurs sind auch beim Euro nicht festgeschrieben, waren es nie und werden es nie sein. Diese Kurse waren beim Ecu variabel, nicht der Kurs innerhalb der EU.

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