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Alternative Europolitik: Aufspaltung in Nord- und Süd-Euro

Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Chef der deutschen Industriellen-Vereinigung und unermüdlicher Verteidiger der Marktwirtschaft, stellte vor der Presse in Berlin nun ein Alternativkonzept zum Einheitseuro vor. Er sieht die Lösung in einer Aufspaltung der Euro-Zone in Nord und Süd.

Und zwar soll sich Deutschland mit Österreich, den Niederlanden und Finnland zusammentun, da sie eine ähnliche Finanz- und Wirtschaftskultur haben wie wir. Diese würden die nördliche Eurogruppe mit einem "Nordeuro" bilden. Die übrigen Länder würden einen "Südeuro" als Währung bekommen.

"Wenn es möglich war, aus 17 Währungen eine zu machen, sollte es auch möglich sein, aus einer zwei zu machen", so Henkel. Durch diese Währungspolitik wären die Länder gezwungen nur mehr ihre eigenen Banken zu retten.


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WebReporter: Nick44
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Alternative, Euro-Zone, Spaltung, Nord, Süd, Hans-Olaf Henkel
Quelle: kurier.at

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11.09.2011 15:03 Uhr von Marie52
 
+10 | -1
 
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das ist die zweitbeste Lösung: nach der Wiedereinführung der D-Mark.

Für problematisch halte ich es, dass dann sämtliche Süd-Euro-Länder automatisch pleite gehen. Man sollte in erster Linie Griechenland für sein Schmarotzertum abstrafen.
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11.09.2011 15:35 Uhr von BoscoBender
 
+7 | -4
 
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Wir wollen die D-Mark zurück: Die sollen uns einfach die D-Mark wieder geben und gut was mit dem rest Europas passiert ist uns doch völlig egal die sollen sich selber da drum kümmern.
Es wird niemals ein vereintes Europa geben und das auch in 100 Jahren nicht eher wird es brennen als alles andere.
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11.09.2011 17:55 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -1
 
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Aufspaltung unerwünscht ganz einfach aus folgendem Grund:

Währungsspezialist John Talyor von FX-Concepts schätzte im Spätherbst 2010 den "deutschen" (...oder auch "nordischen") Euro auf über 1,85 Dollar, den "Mittelmeer-Euro" hingegen auf 80 US-Cents. (Anm: Nach dem ersten Griechenland-Schock hatte der Euro damals noch einen schlechteren Kurs als heute).

Südeuropa wird durch die alles beherrschenden Export-Industriellen (...und ihre Finanziers) aus zwei Gründen nicht aus der Eurozone "entlassen".

1) Ihre Art zu wirtschaften drückt den Euro zum Vorteil der Export-Bosse und ihrer Großaktionäre - schließlich exportiert man rund 60% außerhalb der Eurozone. Doch diese künstliche Abwertung macht gleichzeitig die hiesigen Arbeitnehmer arm.

2) Die Planungen laufen mittlerweile für alle erkennbar darauf hinaus, dass die Industrie und ihre politischen Marionetten die meines Erachtens völlig bewusst inszenierte Schuldenkrise der Eurozone dazu nutzen, die hiesige Wirtschaft aus "nationalen Verpflichtungen" zu entkoppeln, d.h. den hiesigen Rest-Sozialstaat aufzugeben, während die Bürger künftig für offenen Forderungen des Außenhandels und ihrer Finanziers ggü. Südeuropa ("Europa ohne Grenezen") einstehen sollen.

Klar wird dies, wenn man das jüngste Karlsruher Urteil liest: Demnach richtet sich die Schuldenbremse nur gegen den internen Haushalt - Bürgschaften und Kredite für fremde Regierungen dürfen weiterhin in unbegrenzter Höhe vom Bund ausgesprochen werden, ohne dass für die Schuldenbremse erheblich sind. Der gesamte Etat wird dadurch jedoch zur Farce und somit illegal.

In Zukunft sieht es so aus:
Wird eine Brücke, eine Autobahn, ein Flughafen oder U-Boot in Sizilien oder Kreta bestellt, heißt der Adressat der Rechnung künftig nicht mehr "Griechenland" oder "Italien", sondern es ist die "Fiskalunion" - sprich im wesentlichen der deutsche Steuerzahler.

So stellen sich Exportindustrie und ihre Finanziers die sogenannte "Solidaritätsgesellschaft" von morgen vor - so wird sie ihnen den Bürgern verkauft. Die Folgen sind klar: Deutschland verarmt - davor warnen immer mehr Ökonomen.

Besonders herb ist das, wovor Lafontaine immer gewarnt hat:
Mit einer Schulden-Einstandsgesellschaft ohne soziale(!) Union planen die Neoliberalen das dreisteste, was sich die "Europa-Architekten" bislang hätten vorstellen können.

Ein Beispiel: Während hier künftig bis ans statistische Sterbealter eines männl. Arbeiters (70 J.) geschuftet werden wird, liegt man in den Transfer-Empfängerländern zu diesem Zeitpunkt bereits 10, mitunter auch fast 20 Jahre am orts-eigenen Strand.

Der Deutsche schluckts! Ihr alle habt diese Parteien gewählt, damit "Arno Dübel" eins ausgewischt wird. Und das habt ihr jetzt davon...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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11.09.2011 18:00 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Henkel spinnt (immer noch): Diesen absurden Unsinn hat er aber bereis vor fast einem Jahr losgelassen.
Frankreich in die Gruppe Süd... LOL!

Alte News dazu: http://www.shortnews.de/...

Haben die beim Kurier einen über den Durst getrunken oder recycelt Henkel seine alten Ideen, Europa vollends wirtschaftlich zu ruinieren?

Das Schlimmste für Griechenland wäre, wenn sie sich nichts mehr zu Essen kaufen können.
Das Schlimmste für den Rest Europas wäre finanzielles und politisches Chaos, zu dem jedes Herumgebastle an der Eurozone zwangläufig führen würde.
Die einzigen für die mit einem Euro-Ausstieg Griechenlands oder irgendeines andern Landes irgendetwas besser werden würde, sind die Griechen!
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11.09.2011 19:25 Uhr von MiaCarina
 
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also ich hab von mitarbeitern gehört, dass die D-Mark bereits im Druck ist...

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