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Katholische Einrichtung: Zweite Ehe bleibt Kündigungsgrund

Vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt wurde heute über die Kündigung eines Chefarztes aus Düsseldorf entschieden. Der Mann, der bei einem kirchlichen Krankenhaus gearbeitet hatte, war entlassen worden, weil er nach seiner Scheidung ein zweites Mal standesamtlich geheiratet hatte.

Die Kirche sah in dieser Eheschließung eine Missachtung des Sakraments der Ehe und damit einen Verstoß gegen die dem Arbeitsvertrag zugrunde liegende Einhaltung der katholischen Glaubens- und Sittenlehre. Dagegen klagte der Mann und verlangte seine Weiterbeschäftigung.

Das Bundesarbeitsgericht hat gesprochen: Kirchliche Einrichtungen dürfen Mitarbeitern auch weiterhin kündigen, wenn ihnen deren privater Lebenswandel missfällt. Katholische Arbeitgeber können demnach Arbeitnehmern grundsätzlich kündigen, wenn diese nach einer Scheidung erneut heiraten.


WebReporter: Nick44
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kirche, Ehe, Kündigung
Quelle: www.n-tv.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.09.2011 22:08 Uhr von kingoftf
 
+20 | -6
 
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Sakramente: der Ehe, was für mittelalterliche Sichtweise.
Aber dann über die Scharia meckern, die katholische Sekte ist auch nicht besser
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08.09.2011 22:21 Uhr von Phyra
 
+6 | -18
 
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09.09.2011 00:52 Uhr von Armenian
 
+16 | -2
 
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ich dachte: wir müssen staat und religion trennen!

aber über andere meckern, das können wir.

privatleben ist privatleben, da sollte sich weder der statt noch die religion einmischen.
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09.09.2011 06:38 Uhr von KamalaKurt
 
+4 | -2
 
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ich bin der meinung, dass alles was schwarze roben trägt, gemeint sind religionsdiener und richter, sind alte verkalkte, oder lebensfremde knome, die es in der hand haben, durch ihre handlungen, manche menschliche schiksale negativ zu beeinflussen. ich wünsche mir, dass viele gläubige endlich aufwachen, der kirche den rücken kehren, da man auch ohne den kirchlichen hokuspokus seinen glauben ausleben kann..

@phyra, du und auch meine eltern hatten ansichten, wie sie vor 150 jahren gelebt wurden. in der heutigen zeit ist die soziale stellung der frau ein ganz andere wie früher. die frau ist selbstständig geworden und deshalb können sie sich, wenn der partner nicht mehr in das andere vorstellunsbild eines partners passt, die konsquenzen ziehen. früher hat man in solchen fällen ein halbes leben nebeneinander hergelebt. und das siehst du als sinnvoll an?

ich habe mit 20 jahren das erste mal geheiratet und diese ehe hat 35 jahre gehalten und ist nach 3 weiteren jahren geschieden worden. in dem alter konnte man den partner nicht prüfen und es hat doch so lange gehalten.

mein damaliger ausbilder hat mich damals auch gerügt. er hätte mit seiner frau sieben jahre zusammengelebt und da konnte man sich kennenlernen und entscheiden ob man zusammenpasst oder nicht. ich gab ihm folgendes zur antwort. ihre frau haben sie als sie 22 jahre alt war kennengelernt. nadch 7 jahren stellen sie fest, eine heirat kommt nicht in frage. ddie sucht eine andere liebesbeziehung und der denkt wwie sie und verlässt sie auch. dann ist die frau 36 jahre alt. und was dann?

meine 2. frau lebte mit mir 4 jahre zusammen. und da habe ich sie als arbeitsfähige, treue, sparsame und ehrliche frau kennengelernt. ich heiratete sie. wir siedelten nach thailand um nachdem ir geheiratet hatten und ab diesem zeitpunkt hat sie sich um 180° gedreht, hat mich belogen und bestohlen, hat keinenhanstreich gearbeitet und hat nur gezockt. nach deiner ansicht müsste ich mit der zusammen bleiben, da wir ja verheiratet sind. ich hab´s anders gemacht und habe sie zum teufel gejagt.
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09.09.2011 07:18 Uhr von Demy
 
+5 | -3
 
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Wichtige Info fehlt! Ich finde, die wichtigste Info aus der Quelle fehlt.
Der Arzt hat nämlich trotzdem recht bekommen und das Bundesarbeitsgericht hat die Kündigung des Arztes aufgehoben.

Im Einzelfall wird nämlich abgewogen, welches Gut höher wiegt, die privaten Interessen des Arbeitnehmers (hier Kirchensklave), oder die der Kirche.

Ich halte von den arbeitsrechtlichen Privilegen der Kirchen rein gar nichts.
Den Grund sehe ich darin wie eine kirchliche Trägerschaft aussieht.
Ein katholisches Krankenhaus wird nämlich zu 0% von der Kirche finanziert.

Ich gestehe der Kirche nach meinem Verständnis nur in einem Bereich ein kirchliches Sonderrecht zu, nämlich bei den kirchlichen würdenträgern wie Pfarrer/Priester etc.

Alle anderen Bereiche, kirchlich geführte Kindergärten, Krankenhäuser, Heime usw. haben sich meiner Meinung nach an die normale arbeitsrechtliche Gesetzgebung zu halten, da sie schlicht gar nicht, oder zu einem sehr winzigen Teil aus kirchlichen Mitteln finanziert werden.

Meine Meinung, ich hoffe dieser Faktor wird auch nochmal eine Betrachtung in zukünftiger Rechtsprechung finden.

Gruß
Demy

[ nachträglich editiert von Demy ]
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09.09.2011 07:33 Uhr von icebear74
 
+3 | -2
 
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@demi: ich denke auch das das eine wichtige Info ist. Bist mir zuvor gekommen.

und nun zu meiner Meinung zu dem ganzen. Ich sage besser nix weil meine Meinung "ausgepiept" gehört. Ich weiss schon warum ich vor Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.
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09.09.2011 10:09 Uhr von artefaktum
 
+6 | -1
 
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@Phyra: "ich finde es durchaus akzeptabel, dass man nur einmal im leben heiratet, immerhin sollte man jemanden heiraten den/die man liebt und achtet und schon eine weile kennengelernt hat."

Gegen die Überzeugung ist ja auch gar nix zu sagen. Es geht allerdings deinen Arbeitgeber überhaupt nix an, welche Meinung du zu der Sache hast und in deinem Privat(!)leben praktizierst.
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09.09.2011 10:10 Uhr von Cataclysm
 
+1 | -7
 
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vollkommen richtige entscheidung eigentlich. egal worum es auch immer geht:grundlage ist der vorliegende arbeitsvertrag.wenn der eine kündigung auf dieser basis erlaubt...der arzt wurde ja wohl nicht gezwungen, dort zu arbeiten und diesen vertrag zu unterzeichnen,oder?
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09.09.2011 10:25 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@ Cataclysm: "(...) der arzt wurde ja wohl nicht gezwungen, dort zu arbeiten und diesen vertrag zu unterzeichnen,oder?"

Nö, aber nicht alles was in einem Arbeitsvertrag steht ist bindend. Egal ob unterschrieben oder nicht.
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09.09.2011 13:21 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -0
 
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@ Phyra: Du glaubst also nicht daran, dass eine ernste Liebe auch mal auseinander gehen kann?

Meinst, danach kann man / sollte man das nie wieder für eine andere Person empfinden können?

Wenn du das glaubst, bist du höchstens 16 und noch in deiner ersten Beziehung nehme ich an ;)
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10.09.2011 18:55 Uhr von gofisch
 
+1 | -0
 
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@artefaktum: "Nö, aber nicht alles was in einem Arbeitsvertrag steht ist bindend. Egal ob unterschrieben oder nicht. "

jein. es gibt sachen die sind einfach nur sittenwidrig. kein anderer arbeitgeber darf sich solche klausel im arbeitsvertrag erlauben, nur die kirche die darf das.

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