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Weltgrößter Kernfusionsreaktor wieder in Betrieb

Nach 18 Monaten Auszeit ist JET (Joint European Torus), der derzeit weltgrößte magnetische Fusionsreaktor, wieder in Betrieb. In den kommenden Jahren wird dort zum ersten Mal mit den Materialien experimentiert, die auch beim ITER in Cadarache/Südfrankreich zum Einsatz kommen sollen.

Nach einem Umbau von etwa 86.000 Teilen besteht der JET in seinem Inneren nun aus Beryllium und Wolfram-Platten und bietet für die Experimente 50 Prozent mehr Heizleistung für höhere Plasmatemperaturen und zusätzliche diagnostische Module zur Auswertung der entstehenden Daten.

Die Kernfusion gilt als Wegbereiter für eine Zukunft ohne Energieprobleme, da bei dem Prinzip, ähnlich wie auf der Sonne, zwei Wasserstoffkerne (Deuterium und Tritium) in einen Heliumkern verschmolzen werden. Bereits 2015 sollen Experimente unter ITER-ähnlichen Bedingungen stattfinden.


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WebReporter: bORGkING_ALPha
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Energie, Betrieb, Umbau, Reaktor, Kernfusion
Quelle: www.sciencedaily.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.09.2011 06:16 Uhr von bORGkING_ALPha
 
+18 | -1
 
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Ich hoffe sehr, dass es mit der Fusion etwas wird. Man wird abwarten müssen, ob sich die großen Energiekonzerne mit einer Beteiligung zufrieden geben, oder doch noch irgendeine Art von Einspruch gegen diese Technologie erwirken.
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08.09.2011 07:24 Uhr von saber_
 
+12 | -61
 
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08.09.2011 07:27 Uhr von kaderekusen
 
+14 | -20
 
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alter wen man keine ahnung hat einfach mal die fresse halten.

kernfusion und kernspaltung sind was anderes! welches kerfuions kraftwerk verunstaltet deine umwelt? das ist saubere energie sogar die sonne arbeitet so. du mienst sicher die kernspalt kraftwerke, die gefährlichen mit der stahlung und dem atom müll? das gibts bei der fusion alles nicht.
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08.09.2011 07:45 Uhr von Schischkebap69
 
+15 | -1
 
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@kaderekusen: erst lesen, dann schreiben!

kleiner Tipp von mir: letzte Zeile ;)
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08.09.2011 08:01 Uhr von jaxdeluxe
 
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Das dort keine Strahlung auftritt ist so nicht richtig, allerdings fällt deutlich weniger strahlender Müll an, als bei Kernkraftwerken...
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08.09.2011 08:17 Uhr von Templarthelast
 
+2 | -2
 
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Kernfusion gibt es schon länger, aber der Wirkungsgrad von <0.01% ist halt nen Problem.
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08.09.2011 08:30 Uhr von Urrn
 
+15 | -1
 
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Frei nach Harald Lesch: "Kernfusion ist die natürlichste alle Energieformen."

Daher, viel Erfolg und weiterhin Mut den Forschern.
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08.09.2011 10:00 Uhr von Floxxor
 
+3 | -2
 
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Das tut weh!!!!! Es heißt "Beryllium", nicht "Byrillium" ...
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08.09.2011 10:23 Uhr von lina-i
 
+2 | -4
 
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kernfusion = grün ? Das Problem der Kernfusion ist, dass gewaltige Energien beherrscht werden müssen. Damit der "Reaktor" mehr Energie abgiebt, als reingesteckt wird, muss dieser in einem kritischen Bereich arbeiten. Zu wenig Energie im Reaktor heisst, dass die Reaktion ständig abbricht und neu gestartet werden muss. Zu viel Energie könnte den Reaktor zerstören. Im Gegensatz zu einem Atomreaktor ist das Band zwischen zu wenig Energie und zu viel Energie verdammt schmal.

Wer garantiert, dass die Technik, die den Fusionsreaktor steuert, stets fehlerfrei arbeitet?
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08.09.2011 10:27 Uhr von Urrn
 
+11 | -0
 
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@Lina-i: Deshalb wird es auch noch Jahrzehnte bis zur kommerziellen Nutzung dauern - wenn überhaupt :)
Im Gegensatz zu Kernspaltungsreaktoren ist die Gefahr eines GAUs allerdings extrem gering, wenn nicht gar unmöglich. Energieabfall - abruptes Ende der Kernverschmelzung.

Sicher nicht so grün wie ein Windrad, aber allemal besser.
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08.09.2011 10:36 Uhr von K.T.M.
 
+2 | -0
 
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@kaderekusen: "die gefährlichen mit der stahlung und dem atom müll? das gibts bei der fusion alles nicht."


Stichwort: Neutronenaktivierung.

Anlagenteile, die starker Neutronenstrahlung ausgesetzt sind, müssten regelmäßig gewechselt und die bestrahlten Anlagenteile endgelagert werden. Da hat die Sonne einen Vorteil, die ist so groß, dass man keine Anlage braucht ;) Im Regelbetrieb hätte man auch eine Freisetzung von Radionukliden in die Umwelt, sowas kann man rein physikalisch schon nicht verhindern. Aber es wäre auf jeden Fall ein Fortschritt in der Umweltverträglichkeit gegenüber Kernreaktoren.

Ein weiteres Problem könnte die Tritiumgewinnung sein, da weiß man noch nicht ob im Fusionsreaktor das Erbrüten von Tritium mit ausreichender Effizienz möglich ist. Ansonsten muss man das Tritium in Kernspaltungsreaktoren gewinnen.
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08.09.2011 11:48 Uhr von saber_
 
+2 | -4
 
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lustig 35 negative bewertungen bedeuten es gibt 35 personen die entweder nicht lesen koennen, oder die kritik an der regenerativen energiegewinnung nicht ab koennen...

am meisten gefaellt mir immernoch kaderekusen ...


ich hoffe du hast den beitrag von K.T.M. dann wenigstens genau durchgelesen...

danach darfst du dann erstmal deinen durchlesen (schenke bitte deinem ersten satz besondere aufmerksamkeit, weil dieser genau dich anspricht) und dann darfst du zur belohnung nochmal den letzten satz meines beitrages durchlesen.

man sollte nicht andere leute beschuldigen das sie keine ahnung haben wenn man selber nicht wirklich welche hat ;)
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08.09.2011 13:09 Uhr von Petaa
 
+1 | -0
 
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Kurzfristig kann man sicher viel mit regenerativer Energieerzeugung überbrücken. Die Menschheit braucht aber immer mehr Energie und daher ist langfristig die Kernfusion der Hoffnungsschimmer am Horizont.

Was man davon glauben kann weiß ich nicht aber für ganz unmöglich halte ich es nicht:

http://info.kopp-verlag.de/...
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08.09.2011 14:19 Uhr von c3rlsts
 
+0 | -1
 
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@saber_: Gut, dann beschuldige ich dich eben. Denn ich hab Ahnung von der Materie:
Wenn man keine Ahnung hat: Mund zu!

Du scheinst rein garnichts vom Thema zu verstehen, wenn du es mit der Kernspaltung (= Atomkraftwerke) vergleichst.
Bei der Kernfusion entsteht keinerlei Abfall (lediglich 4HE Moleküle, welche aber nicht gefährlich sind). Das einzigste was austritt, ist Gamma-Strahlung. Aber die wird gleich von den Wänden absorbiert und in Wärme umgewandelt. Es dringt keine Strahlung nach außen.

Ein Kernfusionsreaktor kann nicht explodieren, und selbst wenn eine Bombe ihn zerstören würde: Die Strahlung wäre nach wenigen Sekunden bereits komplett verschwunden, und würde kaum Schaden anrichten - ein Mensch könnte problemlos daneben stehen.

Die Forschung ist deswegen so wichtig, weil die Vorexperimente zu ITER zeigten, dass Energiegewinnung dadurch sehr wohl möglich sein kann, vorrausgesetzt der Reaktor ist groß genug. Und wie schon oft angemerkt wurde: Kernfusion ist der Weg in eine Zukunft, in der jeder so viel Energie haben kann wie man braucht.

Und sobald das Energieproblem gelöst ist, lassen sich fast alle anderen Probleme auf diesem Planeten ebenfalls lösen - vorrausgesetzt die Leute stellen sich aus Halbwissen nicht stur.

Edit: Hab gerade den letzten Satz in deinem Post entdeckt...
An deiner Ironie solltest du noch arbeiten, vor allem da das Sarkasmus ist und nicht Ironie ;)
Dennoch muss ich dir Widersprechen: Solar- und Windkraftwerke sind absolut nötig, bis wir funktionierende Kernfusion haben.

[ nachträglich editiert von c3rlsts ]
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08.09.2011 14:32 Uhr von jaxdeluxe
 
+1 | -0
 
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@c3rlsts: "Bei der Kernfusion entsteht keinerlei Abfall (lediglich 4HE Moleküle, welche aber nicht gefährlich sind)."

Das ist so nicht richtig (den Rest von deinem Post unterschreib ich so), bestrahlte Anlagenteile müssen nach dem Ausbau endgelagert werden.
Allerdings gibt es keine Brennstäbe oder ähnlichen radioaktiven Müll, welcher Tausende Jahre weiter vor sich hin strahlt.
Die Anlagenteile müssten allerdings "nur" um die 100 Jahre endgelagert werden womit dies ein relativ kleines Problem darstellt.
Im Vergleich zum Kernkraftwerk heutiger Zeit also ein erheblicher Fortschritt. Hinzu kommen die Vorteile die c3rlsts völlig richtig aufführt.

Edit:
meine Meinung zu dem Thema:
Kernfusion ist eine super Sache, welche allerdings noch einiges an Forschung zur "serienreife" benötigt. Es ist zu hoffen, dass hier in naher Zukunft ein Durchbruch gelingt.
Trotzdem, oder gerade wegen der ungewissen Forschungsdauer zur wirtschaftlichen Nutzung muss weiter intensiv an (sinnvollen) erneuerbaren Energien geforscht werden.
Die heutige Kernenergie kann wegen der ungeklärten Endlagerproblematik keine Technologie für die Zukunft sein.... alles mit Windkrafträdern zukleistern allerdings auch nicht ;)

[ nachträglich editiert von jaxdeluxe ]
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09.09.2011 09:30 Uhr von opheltes
 
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mhm: lieber ein Klotz statt 100000 Windraeder, wo Baeume gefaellt werden muessen.
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17.09.2011 14:00 Uhr von 338LM
 
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JET ist das nicht der Vorläufer vom ITER ?

Was ist denn mit dem Wendelstein 7-X, das Stellaratorprinzip eignet sich ja im Gegensatz zu den Tokamak-Reaktoren einen kontinuierlichen Betrieb.

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