07.09.11 06:38 Uhr
 3.448
 

Karlsruhe-Kläger sind sich sicher: "Das Euro-Abenteuer geht zu Ende"

Am heutigen Mittwochvormittag entscheidet das Bundesverfassungsgericht zu Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit der Griechenrettung, erneute Nothilfen im Rahmen des europäischen Rettungsfonds (EFSF) sowie die Vereinbarkeit der Rettungspolitik mit der Non-Bailout-Klausel (§125) des EU-Vertrages.

Beschwerdeführer sind die renommierten Wirtschaftsprofessoren Joachim Starbatty, Wilhelm Hankel, Wilhelm Noelling und Karl Albrecht Schachtschneider sowie Ex-Thyssen-Chef Dieter Spethmann. Ebenfalls wird ein Urteil zur Klage des Parlamentariers Peter Gauweilers (CSU) erwartet.

Die Kläger glauben nicht an eine Notbremse aus Karlsruhe, allenfalls an Vorgaben, "um finanzpolitischen Leichtsinn zu bremsen". Doch der Niedergang des Euros, so Starbatty, werde sich in spätestens zwei bis fünf Jahren zwangsläufig ergeben, wenn weiterhin alle Mitglieder an Bord bleiben.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Ende, Klage, Karlsruhe, Währung, Abenteuer
Quelle: www.handelsblatt.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

American-Airlines-Angestellte bekommen Juckreiz und Kopfweh wegen neuer Uniform
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!
Marktforschung: Menschen in Deutschland geben mehr Geld für Schokonikoläuse aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.09.2011 06:38 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+26 | -1
 
ANZEIGEN
Schaut Euch dieses kurzweilige 5-Minuten-Video mit den Erklärungen Prof. Starbattys an.

Siehe: http://is.gd/...

Darin erläutert er einleuchtend die Absurdität des Euro-Zwangskorsetts und den unglaublichen Plan der Politik, im Auftrag des Außenhandels und seiner Finanziers Exporte und Kredite für Pleite-Abnehmerländer künftig durch Steuereinnahmen aus der deutschen Staatskasse zu finanzieren. Mit anderen Worten: Wer Lohn- und Sozialverzicht übt, zahlt künftig für seine Nachbarn mit.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
07.09.2011 06:46 Uhr von LLCoolJay
 
+3 | -22
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
07.09.2011 06:47 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -2
 
ANZEIGEN
@LLCoolJay: Schau Dir einfach das in der Autorenmeinung verlinkte Video an. Was zu tun ist, ergibt sich daraus ganz von selbst.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
07.09.2011 06:54 Uhr von SNnewsreader
 
+28 | -2
 
ANZEIGEN
Es ist sehr interessant Nachrichten zu sehen: Dort wurde das ganze "herunter geredet", das es ja nicht den Eindruck macht, das es eine weitreichende Entscheidung ist, welche unser gesamtes Sozialsystem auf den Kopf stellt und der Michel mal eben seine Rente gegen Schuldpapiere eintauscht.

ARD und ZDF haben den Auftrag "Unabhängig und Unparteiisch" zu sein, sowie einen Bildungsauftrag.

Leider bin ich kein Rechtsanwalt, aber hier würde ich mit großer Aussicht auf Erfolg eben diese "Unabhängigkeit" und somit die gesamten öffentlich rechtlichen Parteisender auflösen.

Für die Kohle kann ich mir meine Sender dann aussuchen und zahle "Pay-TV" für das, was ich sehen will.

Natürlich passiert das nicht, da die Politiker dort ihre unfähigen Ackergäule abladen für eine fette Pension.

WANN geht der Michel endlich auf die Straße? Wir brauchen endlich eine kritische Presse für eine gesellschaftliche Revolution.

Nun wisst ihr aber auch warum es "Trash-TV" gibt. Haltet das Volk dumm und sie werden nicht merken das sie völlig belanglos sind.

mfg
Kommentar ansehen
07.09.2011 07:02 Uhr von LLCoolJay
 
+3 | -25
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
07.09.2011 07:26 Uhr von sundiego
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
LLCoolJay: Ist er dir irgendeine Rechenschaft schuldig oder warum nörgelst du hier rum? Wenn er keine Meinung dazu abgeben will, dann ist es halt so.

Denk dir doch einfach selbst deinen Teil? Ich denke nämlich, dass du hier nur auf Provokation aus bist. Die Meinung interessiert dich doch gar nicht ;-)

Um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen: Ich kann dir die Partei der Vernunft empfehlen - http://www.parteidervernunft.de/
Kommentar ansehen
07.09.2011 07:34 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
@SNNewsreader: "Für die Kohle kann ich mir meine Sender dann aussuchen und zahle "Pay-TV" für das, was ich sehen will."

Nun ja, Du kannst vielleicht entscheiden, ob Du den 1., 2., oder 3. Kanal betrachtest.

Die Privaten, welche per Novellierung des Rundfunkstaatsgesetzes quasi die Bücherverbrennung 2.0 für die ÖR erwzungen haben (...d.h. entlarvende politische Dokumentationen müssen nach wenigen Tagen vom Server genommen werden), tragen sicher nicht zur Verbesserung der Qualität bei.

Im Gegenteil: Pay-TV-Konsumenten sind unmittelbar und ohne Puffer den geistigen Massenvernichtungswaffen Eigentümern der öffentlichen Meinung ausgeliefert - sprich Bertelsmann, Burda, Springer & Co....

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
07.09.2011 07:34 Uhr von UICC
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
@LLCoolJay: Denk gefälligst selber nach oder warum soll Baron-Muenchhausen jetzt plötzlich dein Privatberater sein? Das ist wohl kaum sein Job!
Kommentar ansehen
07.09.2011 07:48 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -8
 
ANZEIGEN
Schön eingewickelt Baron ;): UICC und sundiego

Ihr beide habt den Inhalt meines Posts nicht mal ansatzweise verstanden.


Der Baron schreibt sehr aktiv News und postet sehr viel zu politischen Themen.

Und ich stimme seiner Kritik an Politik und Gesellschaft zu fast 100% zu.

Und wenn ihr beide meine Posts mal gelesen hättet, wüsstet ihr dass ich sehr wohl selbst nachdenke und auch Ansätze schreibe wie es anders besser gehen könnte (nicht muss, denn die menschliche Gier nimmt manchmal seltsame Züge an).

Was ich vom Baron gerne hören würde, wäre seine Idee was denn anders gemacht werden müsste.

Jeder kann an etwas rummeckern und kritisieren. Das ist nicht schwer.
Aber erstmal besser machen oder zumindest dazu beitragen ist schon schwerer.

Da der Baron mir alles andere als dumm erscheint, vermute ich mal dass er seine Gedankengänge dazu hat.

Und die würde ich gerne mal hören.

Von jemandem der so konstruktiv kritisiert würde mich das schon interessieren.

Von euch beiden allerdings interessiert mich eure Meinung recht wenig. Über dieses Thema, wie über mich.
Kommentar ansehen
07.09.2011 08:28 Uhr von maki
 
+7 | -4
 
ANZEIGEN
Lies Marx & Engels Hat übrigens jemand mitbekommen, dass RolliWolli gestern (oder vorgestern?) mal was richtig Intelligentes rausgehaun hat?

Wortlaut finde ich leider nicht, aber so in etwa:"... wurde die letzten 40 Jahre der Kapitalismus nur auf Pump finanziert / am Leben erhalten"

Mein Reden - von wegen "Sozialismus kann nicht wirtschaften": mit den Krediten, mit denen die BRD am Leben gehalten wurde, hätten wir in der DDR für jede Familie ein Eigenheim mit goldenen Wasserhähnen hingestellt.
Kommentar ansehen
07.09.2011 09:08 Uhr von Serverhorst32
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
da hilft nur noch eins AUSWANDERN ... aber ist gar nicht so leicht ins Ausland zu gehen und nen guten Job zu finden.
Kommentar ansehen
07.09.2011 09:28 Uhr von Klecks13
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
@ maki: "mit den Krediten, mit denen die BRD am Leben gehalten wurde, hätten wir in der DDR für jede Familie ein Eigenheim mit goldenen Wasserhähnen hingestellt."

Ach?
http://www.ddr-wissen.de/...

Kleiner Auszug daraus:

"Schon 1980 ergab sich ein verheerendes Bild: Die Bruttoverschuldung gegenüber dem Westen betrug 30 Milliarden DM, die Verschuldung bei der SU ca. 7 - 8 Milliarden DDR-Mark. Zur Importfinanzierung sowie für Tilgung und Zinszahlung fehlten jährlich etwa 2 - 3 Milliarden DM"

Oder auch hier:
http://ultimateheroswelt.blog.de/...

Die DDR hat sich mit Krediten über etliche Milliarden DM aus der BRD am Leben gehalten. Da frag ich mich doch, wo die vielen Millionen goldenen Wasserhähne sind...
Kommentar ansehen
07.09.2011 09:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Dabei wird vergessen dass wir dieses Problem schon einmal hatten, als es in Deutschland noch unterschiedliche Gewichte, Währungen und Masse gab. Das Zusammenschalten der Länder hat zum Länderfinanzausgleich geführt.
Ergo: man müsste eine Gesamt-EU-Regierung bilden und die die Länderregierungen (Frankreich, Deutschland ...) absetzen oder abschwächen, und damit auch gleich die gesamten Bundesländer. Eine Regierung und ein Kanzler(in) für ein Europa.
Kommentar ansehen
07.09.2011 09:59 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Klecks13: Es mag zwar sein, daß die DDR pleite war, aber es kann doch nicht sein, daß mit dieser Argumentation dann Gesamtdeutschland sich mit 1.000 Milliarden EUR Neuverschuldung über die Wirtschaft der DDR hermacht. Das ist mir bis heute ein Rätsel, wie man auf dieser Basis argumentieren kann.

Und ähnlich geht man jetzt mit der EU vor. Gestern bei Maischberger wurde ja genauso vom Staatsminister im Wirtschaftsministerium - Hinze - argumentiert: Weil nun einmal die Griechen in Euro-Land drin sind, kann man sie nicht mehr entlassen. Er selbst sagte, daß er vor zehn Jahren dagegen gewesen sei, Griechenland in Euroland aufzunehmen. Jetzt sind die Strukturen festgefahren und es gibt angeblich kein Entkommen mehr.

Die DDR-Geschichte wiederholt sich.
Kommentar ansehen
07.09.2011 10:41 Uhr von housestriker
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Der Todeskandidat: hat nur einen Aufschub bekommen !! Vollstreckung wohl noch dieses Jahr ...
Kommentar ansehen
07.09.2011 11:33 Uhr von Klecks13
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@ Sag_mir_Quando_sag: "Es mag zwar sein, daß die DDR pleite war, aber es kann doch nicht sein, daß mit dieser Argumentation dann Gesamtdeutschland sich mit 1.000 Milliarden EUR Neuverschuldung über die Wirtschaft der DDR hermacht."

Es ging mir auch gar nicht darum, mich über die DDR herzumachen oder die aktuelle Lage der BRD und der EU zu beschönigen. Es ging mir einzig und allein um die nostalgisch doch sehr verklärte Aussage von maki, mit solchen Kreditsummen hätte in der DDR jeder ein Eigenheim mit goldenen Wasserhähnen spendiert bekommen.

Die Verschuldung der DDR im Westen war für damalige Verhältnisse exorbitant, und das bei deutlich schlechterer Infrastruktur und niedrigerem Lebensstandard. Von der extremen Verschuldung haben die Bürger der DDR ebensowenig profitiert wie wir heute. Das wollte ich nur deutlich machen, nichts weiter.
Kommentar ansehen
07.09.2011 12:26 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@Klecks13: "Von der extremen Verschuldung haben die Bürger der DDR ebensowenig profitiert wie wir heute."
Genau deshalb habe ich den letzten Kommentar geschrieben. Es mag zwar sein, daß die Infrastruktur und auch die Umweltbedingungen miserabel waren, aber heute ist die DDR entleert - vor allem von jungen Menschen. Die Umweltbedingungen haben sich wesentlich verbessert, die Infrastruktur hat sich ebenfalls extrem verbessert, aber siehe da die Investitionen haben sich dadurch entwertet, weil sie von den Menschen nicht geschätzt wird, sonst wären sie ja da geblieben.
Übertragen auf die EU bedeutet dies: Es werden jetzt Trillionen von EUR in Gang gesetzt und wenn die Finanzindustrie dieses Geld aufgesogen hat, bleibt eine kaputte politische Landschaft zurück und es heißt dann: "Wir können nicht mehr zurück!" Wenn also bestimmte Entwicklungen absehbar sind, stellt sich die Frage, wieso man sie trotzdem tätigt?
Dohnanyi hat bei Maischberger angedeutet, daß die Griechen eben - so wie Deutschland - intern abwerten müssten. Er blendete dabei völlig aus, welch politischer Preis dafür gezahlt wurde. Die erhofften Ergebnisse der Reformen sind ausgeblieben. Sie wurden statistisch und medial suggeriert. Und einen Fachkräftemangel gäbe es tatsächlich, wenn die Gehälter der Fachkräfte gestiegen wären. Das marktwirtschaftliche System funktioniert nach Angebot und Nachfrage. Und wenn die Gehälter nicht erhöht werden, ist dies ein Indiz dafür, daß es eben keinen Fachkräftemangel gibt und dies lediglich eine Suggestion ist, die im Gesamttenor zu sehen ist.
Kommentar ansehen