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Helmut Schmidt wehrt sich gegen Vorwürfe zu seiner angeblichen Nazi-Karriere

Nachdem sich Schriftsteller Fritz Raddatz (80) im Tagesspiegel kritisch zur angeblichen Nazi-Laufbahn von Altbundeskanzler Helmut Schmidt äußerte, schießt dieser nun zurück. Man habe ihn 1937 entgegen der "eigenen Lebensplanung" zur Wehrpflicht eingezogen und 1939, zu Beginn des Krieges, nicht aus der Armee entlassen.

Noch im selben Jahr sei eine Beförderung zum Unteroffizier erfolgt. Daraufhin sei er zum Wachtmeister der Reserve und schließlich zum Leutnant der Reserve ernannt worden. Auch der Dienstgrad "Leutnant" habe nur "auf Reserve" gelautet, erst die Ernennung zum Oberstleutnant machte ihn zum Kriegsoffizier.

An einem Offizierslehrgang habe Schmidt jedoch nie teilgenommen, sondern die Aufforderung zur Berufsoffizierslaufbahn unter Hinweis auf anderweitige Berufsabsichten wiederholt abgeschlagen. Der 80-jährige Raddatz könne für seine Bemerkungen die "Gnade der späten Geburt" in Anspruch nehmen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Karriere, Nazi, Helmut Schmidt
Quelle: www.tagesspiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.09.2011 13:34 Uhr von Delios
 
+27 | -4
 
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Mal so ne Frage: Warum wird angenommen, dass jemand der in der Armee war automatisch ein "Nazi" war???
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05.09.2011 13:49 Uhr von Rechthaberei
 
+5 | -2
 
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Helmut Schmidt ist sowieso Vierteljude: Helmut Schmidts Vater Gustav (1888–1981), unehelicher Sohn des jüdischen deutschen Privatbankiers Ludwig Gumpel und einer Kellnerin, wurde von der Familie Schmidt adoptiert.

http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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05.09.2011 14:52 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -15
 
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05.09.2011 16:10 Uhr von sicness66
 
+3 | -1
 
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Schwer zu beurteilen: Ich denke, dass es für uns nicht ansteht, als Nachkriegsgenerationen über das Verhalten Schmidts zu urteilen.

Doch merkwürdig erscheint seine Aussage, dass er die Dienstgrade ohne eigenen Zutuns erhielt. Ist es nicht üblich eine Beförderung durch besondere Leistungen und Empfehlungen zu erhalten ? Sonst wäre er doch einfach Soldat geblieben.

Nur so ein Gedanke...
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05.09.2011 16:37 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -1
 
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@sicness66 da gibt es nichts zu beurteilen.

Er war ja schließlich nicht in einer SS-Einheit sondern Wehrmacht. Und auch da nur ein kleines Licht wie Millionen andere auch die ihren Arsch herhalten mussten für die Pläne eines größenwahnsinnigen Diktators.

Viele die heute Rot Front schreien wären wenn sie damals aufgewachsen wären und mit der damaligen Propaganda vollgestopft worden wären wahrscheinlich auch in SS/SA oder Wehrmacht gewesen.

Es ist immer leicht wenn der Fehler gemacht wurde sich danach hinzustellen und kritisieren.
Von daher hat er ganz recht mit der "Gnade der späten Geburt".
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05.09.2011 22:44 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -3
 
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"Angebliche Nazikarriere": Nun, Fakt ist, er hatte das Amt "Oberleutnant Kr.O." inne. Von "angeblich" zu reden, ist angesichts des Fakts absurd.

Fakt ist, er wurde Teil der Hungerblockade Leningrads.

Und offenbar hat er seinen Job "gewissenhaft" erfüllt. Sonst wäre er nicht dauernd befördert worden.

Muss man halt auch mal ganz nüchtern sehen, auch wenn ein Polit-Profi wie Schmidt das natürlich überzeugend abzustreiten versteht.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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08.09.2011 12:30 Uhr von erw
 
+1 | -0
 
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Rechthaberei: Der Status "Jude" wurde bei den Nazis sehr verschieden gehandhabt. Es gab viele Mitarbeiter der Partei (selbst enge, z.B. bei Himmler), deren Papiere verändert oder durch Erlasse ausgeglichen wurden. Die habend as nur für Propaganda so schwarzweiß beworben.

Mit dem Status "Germane" waren die aber genauso lasch. Der Begriff verkam zunehmend zu einem Pseudonym für Übermensch, hatte nichts mehr mit der Sprachfamilie gemein.
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10.09.2011 17:59 Uhr von skipjack
 
+1 | -0
 
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Schande: ist es in meinen Augen, ausgerechnet Helmut Schmidt Vorwürfe über eine Nazi-Karriere zu machen.

Er war nicht nur ein guter Politiker, er war auch noch ein guter Mensch mit Gesicht.

Solche Typen fehlen heutzutage leider.

Ob er nun halb, oder 1/4 Jude war interessiert mich nicht wirklich.

Mich interessiert eher, wann die Deutschen endlich ihr Hitler-Syndrom ablehnen...

An die ultra Linken und andere:
>Was bitte glaubt ihr, wäre mit ihm passiert, wenn er sicht eben nicht den Nazis angepasst hätte, sondern den Rebell similiert hätte???

Wer hatte damals schon die wirkliche "Wahl"
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11.09.2011 09:02 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Baron: Dir ist aber schon bekannt, das in Kriegszeiten Beförderungen recht einfach gehandhabt werden?
...das ging tatsächlich nach dem Schema "Puff, du bist dran".

Passt schon, wie er es sagt. Gnade der späten Geburt.

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