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US-Post im Winter bereits pleite?

Der Chef der US-Post, dem zweitgrößte Arbeitgeber der USA, warnt vor einer Pleite des Unternehmens. Ohne staatliche Hilfen werde die Post den Winter nicht überstehen.

Die Ursachen für die milliardenschweren Verluste in den letzten Jahren liegen in der elektronischen Kommunikation und zu hohen Löhnen. Eine Überweisung an die Pensionskasse in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar kann die Post nicht mehr ausführen.

Vor allem die Republikaner stellen sich quer. Diese wollen nicht nur eine Rettung, sondern eine Lösung für die grundsätzlichen Probleme der Post. Diese will 120.000 Stellen streichen und die Postverteilung am Samstag einstellen, um so Kosten zu senken.


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WebReporter: george_kl
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Winter, Pleite, Post
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.09.2011 13:11 Uhr von george_kl
 
+5 | -1
 
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Der US-Senat wird die Post niemals untergehen lassen, dafür hängen einfach zu viele Jobs dran. Außerdem ist die Post systemrelevant, also wollen die Republikaner nur ein paar Punkte in der Bevölkerung für ihren Sparwillen einstreichen.
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05.09.2011 13:19 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -1
 
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China könnte einspringen und dann so mitlesen wie: bei Googlemail.
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05.09.2011 13:34 Uhr von Perisecor
 
+9 | -2
 
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Das Problem des USPS ist einfach, dass er ziemlich mies ist.

Während UPS und FedEx größere Flugzeugflotten haben als die meisten Passagierairlines, kurvt die Post das meiste Zeug per LKW durch die Gegend.


Man kann die Situation mit Deutschland vergleichen - allerdings ist hier DHL bzw. die Post die absolute Referenz mit 1-2 Tagen Laufzeiten, während andere Dienstleister durchaus länger brauchen.

In den USA kann ich ein Paket oder einen wichtigen Brief per FedEx/UPS von Los Angeles nach Boston schicken und am nächsten Tag ist er da. Per USPS braucht der ganze Spaß 3-6 Tage, teilweise deutlich länger, niemals kürzer.

Die Preise sind auch kein Argument, zumindest bei der wichtigen und Umsatzstarken Geschäftspost nehmen sich die Anbieter nicht viel.


Letztlich muss man sich entscheiden; bleibt der USPS ein staatliches Unternehmen, dann muss man knallhart in die Märkte von UPS und FedEx einsteigen und dort Kunden übernehmen - oder eben weiterhin damit leben, dass massive Verluste eingefahren werden. Auf jeden Fall aber muss sich bei den Laufzeiten etwas tun... anstatt einer Samstagszustellung wäre z.B. überhaupt mal eine Zustellung innerhalb vernünftiger Zeiträume toll.


Noch eine kurze Anmerkung;
in den USA sind auch elektronische Kontaktmöglichkeiten wie Facebook etc. deutlich stärker verbreitet als in Deutschland. Das schmälert den Privatkunden-Markt natürlich weiter.
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05.09.2011 13:46 Uhr von phal0r
 
+6 | -0
 
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@Perisecor: Aber durch das elektronische Zeitalter müsste doch die Post massiv mehr Paketaufträge haben, als früher.
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05.09.2011 13:59 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ phal0r: Nope, wer die Möglichkeit hat, lässt Pakete (und Päckchen) via FedEx oder UPS ausliefern.

Wie erwähnt, es ist wie in Deutschland mit DHL auf der einen Seite und TNT, DPD etc. auf der anderen. Nur das in Deutschland eben der (ehemalige und nun Teil)Staatsbetrieb Post/DHL sehr gut ist, während die privaten Firmen in den meisten Fällen versagen und unbeliebt sind.
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05.09.2011 15:04 Uhr von kingoftf
 
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Wird: Zeit für Kevin Costner "Postman"
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05.09.2011 15:25 Uhr von sicness66
 
+1 | -1
 
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@Perisecor: Hast du ne Ahnung wie die bei UPS und FedEx bezahlt werden ? Kenn mich da jetzt nicht aus.

Ich finde es zwar auch genial, wie schnell man hier in Deutschland sein Päckschen bekommt, aber ehrlich gesagt würde ich auch 1-2 Tage länger warten, wenn ich wüsste, dass die Postangestellten so viel mehr Geld verdienen würden, dass sie nicht noch einen Zweitjob machen oder Geld aus Briefen klauen müssten...
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05.09.2011 15:42 Uhr von Perisecor
 
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@ sicness66: Bezahlung in etwa gleich (recht gut imho), die Pensionen sind aber schlechter bei den Privaten.

Allerdings sind die beim USPS - weil Staatsunternehmen - auch unverschämt hoch und gut.


FedEx und UPS regeln auch viel über Boni - wer also gute Leistungen bringt, wird besser entlohnt, während bei USPS gute Leistung genau so bezahlt wird, wie gar keine Leistung.


"aber ehrlich gesagt würde ich auch 1-2 Tage länger warten"

Das wäre ja nicht das Thema. Wir reden hier aber über einen längeren Zeitraum - auch bei Expresslieferungen. Das betrifft allerdings auch mehr Sparten als in Deutschland, weil UPS und teilweise auch FedEx als größere Spediteure auftreten und die USA, aufgrund der Größe des Landes, deutlich weniger unabhängige Lieferdienste (Apothekenservice etc.) haben als in Deutschland üblich.

Es wird also generell mehr über die Post- und Paketdienstleister abgewickelt.
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05.09.2011 19:41 Uhr von kebabpapzt
 
+0 | -1
 
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Eine Privatisierung der US Post wäre das richtige Mittel, um die US Post und damit verbundene Jobs zu retten (zumindest einen Teil davon). Das Ganze dann verbunden mit einem Börsengang. Um "Cash" aufzutreiben könnte man aus bestimmten "Aufgabenbereichen" eigenständige Firmen "ausgründen" und diese verkaufen oder separat an die Börse bringen. So könnte man das gesamte Anlagevermögen im Bereich der Fahrzeuge (LKWs, Vans und Flugzeuge) zu einem "Leasingunternehmen" zusammenfassen, dass die Fahrzeuge an die US Post dann "verleast" und auch das Flottenmanagement übernimmt. Im gleichzeitigen Zuge der Restrukturierung und Rationalisierung schauen, ob man am Ende nicht z.B. "zu viele" Flugzeuge hat und man die Aufgaben auch mit weniger Flugzeugen erledigen kann. Mit den überzähligen Flugzeugen kann man eine neue Fluggesellschaft gründen, am besten eine "Billig-Fluggesellschaft". Vielleicht finden sich auch bestehende kleinere Billig-Fluggesellschaften in den USA, die man mit dieser aus dem Bestand der US-Post herausgelösten Flugzeuge gegründeten Fluggesellschaft verschmelzen kann. Das Unternehmen, dass nun die Fahrzeuge an die US-Post verleast, könnte in das Mietfahrzeug und das Flottenmanagementgeschäft einsteigen. Dies könnte z.B. durch den Erwerb der "Dollar Thrifty Group" geschehen. Mit einem Schlag wäre man im Mietwagengeschäft. Der Gedanke ist aus dem "US Postal Service" ein "Dienstleistungsunternehmen" zu basteln. So könnte die US Post neben den Briefdienstleistungen auch Finanzdienstleistungen anbieten. Es könnte eine Lizenz beantragt werden zur Gründung einer Bank oder eine bestehende oder mehrere kleiner Banken zusammengekauft werden. Das Filialnetz ist ja "bundesweit". Ferner könnte aus den "Postfilialen" mehr gemacht werden. Die Postfilialen könnten neben den Postdienstleistungen und Bankdienstleistungen noch Schreibwaren anbieten und Druck-/Kopierdienstleistungen anbieten. Daneben könnten einige Postfilialen auch als Mietfahrzeuge anbieten (bzw. als zusätzliche Stützpunkte für das zugehörige Mietwagengeschäft dienen.) Zusätzlich könnte man, wenn man denn aus dem Anlagevermögen der US Post heraus eine Fluggesellschaft gründen kann, einen neuen Reiseanbieter schaffen. So könnten Flüge, die Buchung von Hotelzimmer und Mietwagen alles aus einer Hand geboten werden. Und dieses Angebot könnte natürlich in den Postfilialen angeboten werden, also man könnte Flüge, Hotelzimmer und Mietwagen direkt in einer Postfiliale buchen. Eine weitere "Ausgründungsmöglichkeit" wäre, wenn man denn gesetzlich vorher alle ehemaligen "Postbeamten" zu einfachen "Angestellten" gestuft hat, alle Mitarbeiter "auslagern" in eine Zeitarbeitsfirma. Es würde mit 600.000 Mitarbeitern einer der größten Zeitarbeitsfirmen der Welt werden. Das könnte man dann "weltweit" ausdehnen, d.h. weltweite "USPS Filialen" mit dem genannten Serviceangeboten (Post/Transportdienste, Finanzdienstleistungen, Reisedienstleistungen, Verkauf von Schreibwaren und Druckdienstleistungen etc.) Ferner ließe sich aus der USPS heraus eine "Spedition" basteln, da man sich ja im "Transportgewerbe" auskennt. In diesem Zuge und auch unter Tatsache, dass das USPS unter hohen Spritkosten leidet, könnte man überlegen, ob man nicht auch in den Bereich "alternative Treibstoffe" und "Abfallversorgung" einsteigt. Es gibt Verfahren mit denen aus Abfall ein Dieseltreibstoff gewonnen wird. Alle Fahrzeuge der USPS können umgerüstet werden auf diesen Treibstoff. Das gegründete Energie- und Entsorgungsunternehmen könnte man "ausgründen" und an die Börse bringen oder als Tochterunternehmen der USPS behalten. Die USPS könnte sich dann bemühen in vielen Städten in den USA die Abfallentsortung zu übernehmen bzw. den Zuschlag zu erhalten diese zu übernehmen. Und - ich weiß, dass zu schön um wahr zu sein wäre - falls die USA auch noch ihre Eisenbahn "Amtrak" zur gleichen Zeit "privatisieren" wollten, könnten man das kombinieren mit der Privatisierung der US Post. Aus beiden Unternehmen könnten man das Unternehmen "US Services" formen. In diesem Zuge könnte man überlegen, ob man das Zugfahren in den USA nicht attraktiver macht, z.B. durch Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken, besserem Tarifsystem, besserem Service etc. Um das ganze, vor allem die Rettung/Umwandlung der US Post in ein Wirtschaftsunternehmen auch bei den Mitarbeitern "durchzubekommen", könnte man es so machen, dass bei Umwandlung der US Post in eine Aktiengesellschaft, jeder Mitarbeiter Anteile am Unternehmen erhält, so dass das Unternehmen praktisch zu einem großen Teil (aber nicht komplett oder die Mehrheit) den Mitarbeitern gehört. Stück für Stück könnte man das Angebot an Dienstleistung durch Zukauf oder Gründung von Tochtergesellschaften erweitern: Facilitymanagement (inklusive Gebäudereinigung), Catering, private Sicherheitsdienstleistungen etc... Am Ende hätte man größten Dienstleistungskonzern der Welt geschaffen. Alle würden profitieren: Die Mitarbeiter und der Steuerzahler. Ich würde das nur zu gerne machen... aber mich fragt ja keiner.
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05.09.2011 20:34 Uhr von kebabpapzt
 
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Hey, was soll die diese "Minusbewertung" ? Wer war das ? Frechheit ! Mein Privatisierungsvorschlag ist richtig ! Das war bestimmt wieder ein ewig Gestriger, der in Deutschland auch am liebsten die Bundespost zurück will und am liebsten wieder mit 300 Baud durchs Internet kriechen möchte.

[ nachträglich editiert von kebabpapzt ]

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