01.09.11 13:43 Uhr
 1.007
 

Steuern: Nun wollen auch in Deutschland die Reichen mehr zahlen

Nachdem in den letzten Tagen in Frankreich und den USA prominente Millionäre gefordert haben, die Abgaben für Reiche zu erhöhen, rufen nun auch deutsche Besser-Verdiener zu höheren Belastungen auf. Prominentester Vertreter ist dabei Musiker Marius Müller-Westernhagen.

"Ein paar Prozentpunkte mehr Steuern machen Wohlhabende nicht arm", sagte der Sänger. Er plädierte für die Schaffung von mehr Zukunft statt mehr Zinsen. Auch der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, forderte höhere Abgaben, sofern sie für die Schuldentilgung genutzt würden.

Versandmilliardär Michael Otto sprach sich für einen höheren Spitzensteuersatz aus. Dies würde die Diskussion um die Einführung einer Vermögenssteuer beenden. Seit 1997 wird in Deutschland keine Vermögenssteuer mehr erhoben. Von 1991 bis heute ist der Spitzensteuersatz um etwa 15 Prozent gesunken.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Krise, Steuer, Kosten, Reiche
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Börsenfusion zwischen Frankfurt und London droht zu scheitern
Donald Trump bekommt 110.000 Euro Rente von Schauspielergewerkschaft SAG
München: Stadt muss an eigene Stadtsparkasse Strafzinsen bezahlen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
01.09.2011 13:43 Uhr von sicness66
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
So recht kann ich die Aussagen nicht für voll nehmen. Vor allem bei Kind und Westernhagen hört man heraus "höhere Steuern ja, aber nur wenn". Und dass kann es ja nicht sein. Am Ende haben wir eine weitere Scheindiskussion, um das Image mal wieder sozial aufzuwerten.
Kommentar ansehen
01.09.2011 13:52 Uhr von b0ns4i
 
+12 | -2
 
ANZEIGEN
das Geld hat das Sagen: das merkt man schon daran, dass die Reichen, die gerne mehr zahlen würden, noch Forderungen stellen können, dürfen etc...

Ich empfinde es schon als paradox, dass in einem Land wie Deutschland die Reichen erst selber auf die Idee kommen müssen, dass man vllt. mal mehr zahlen sollte.
Dann noch Forderungen daran zu stellen, das setzt der Sache dann noch die Krone auf.

Wo sind die Politiker, die jetzt wieder schreien, dass höhere Steuern für Reiche nichts bringen und die dann alle Auswandern und bla bla.
Ach halt, die Lobbyisten machen ja in Deutschland die Gesetze, dann senken wir doch lieber die Steuern oder?

Hier wundert mich so langsam gar nichts mehr...
Kommentar ansehen
01.09.2011 14:17 Uhr von Really.Me
 
+6 | -17
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
01.09.2011 14:39 Uhr von ElChefo
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
Really.Me: Sie sollen sich mehr beteiligen, weil sie es können. Das nennt sich Solidar-Prinzip: Jeder steuert soviel bei, wie er im Stande ist zu geben. Kennst du den Satz "Eigentum verpflichtet"?
Kommentar ansehen
01.09.2011 14:54 Uhr von artefaktum
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
@Really.Me: Is ja nun nicht so, dass Normalverdiener nicht "bestraft" werden. ;-)

Aber um mal in deiner Logik zu bleiben: Seit Kohl wurden Reiche dann extrem "belohnt", weil sie reich sind.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
Kommentar ansehen
01.09.2011 14:55 Uhr von Really.Me
 
+1 | -8
 
ANZEIGEN
@ElChefo: Das es aber viele Reiche gibt die hart für ihr Vermögen arbeiten mussten, große Risiken eingegangen sind, in schlechten Zeiten auch die Gehälter ihrer Angestellten zahlen müssen wird außer acht gelassen.

Ab wann fängt Reichtum an, muss dann auch jemand mit 4.000€ Netto mehr abdrücken weil er deutlich über dem Schnitt verdient?
Kommentar ansehen
01.09.2011 14:56 Uhr von GLOTIS2006
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
lächerlich: Ich sage nur folgendes:

42% ab 58.000 € p.a.
45% ab 250.000 € p.a.

Progressionsspanne: 3%
Einkommensspanne 192.000 €

Wer findet den Fehler?
Kommentar ansehen
01.09.2011 15:51 Uhr von Serverhorst32
 
+3 | -7
 
ANZEIGEN
Schwachsinns News 1. DIE REICHEN sind keine homogene Masse die alle die gleiche Meinung vertreten und ALLE mehr Steuern zahlen wollen, sondern es sind ein paar Idioten die sich halt wichtig machen wollen und ihren Auftritt in der Bildzeitung suchen.

2. Die paar € Mehreinnahmen würden nichtmal 1/10 vom ersten Rettungsschirm für Griechenland decken. Das wäre mehr ein symbolisches Zeichen.

3. Warum sollen Reiche dafür bestraft werden, dass sie viel Geld haben und noch mehr abgeaben leisten. Durch ein % Steuersystem zahlen diese Leute doch eh schon am meisten Steuern.

Wenn bsp. JEDER 30% Steuern zahlen würde, dann würde einer der 1000€ im Monat verdient 300€ zahlen, und einer der 1.000.000 im Monat verdient 300.000€ das ist doch nur "fair".

Warum aber einer der 1.000.000 verdient aufeinmal 45 oder 48 % zahlen soll ist für mich nicht klar. % für alle wäre am Gerechtesten.
Kommentar ansehen
01.09.2011 16:55 Uhr von kidneybohne
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Haha: Ich finde die sollten nciht darum bitten, sondern sollten einfach mehr abgeben..
Kommentar ansehen
01.09.2011 16:57 Uhr von verni
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Klingt gut ABER: es wird nichts bringen... jeder Cent den diese scheinheilige Regierung in die Tasche bekommt ist ein Cent für den Hintern. MEint hier tatsächlich jemand die Probleme die wir haben werden durch MEhreinnahmen gelöst? Da lach ich mich krank.... der Otto Normal Bürger in Deutschland bezahlt Steuern die dem Herrgott grausen lassen.... die Hälfte bis mehr gehen an Abgaben drauf und der deutsche Depp sucht sich brav nen Zweitjob.

So, was passiert denn mit dem ganzen Geld? Besser ich zähle es nicht auf und erzähl mir keiner das Märchen vonwegen man müsse so viel Steuern zahlen weil sonst nix gehen würde, das ist kompletter Unfug.

Fazit: Von mir aus sollen Reiche auch 100% mehr Steuern zahlen und der normale Bürger kein Lohn mehr bekommen, sondern draufzahlen für den Staat *lol* Es wird nach wie vor nichts ändern so lange man das eigentliche Übel nicht endlich an der Wurzel packt.....Das Übel dieses Landes heisst "CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP und wie der ganze restliche Dreck auch heissen mag".
Kommentar ansehen
01.09.2011 17:47 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Really.Me: Gehälter zahlen diese "Reichen" allerdings nicht von ihrem Einkommen, sondern aus der Gewinnspanne des Betriebes, in dem sie beschäftigen - üblicherweise derselbe Topf, aus dem sie sich selbst bezahlen. Wohin der Weg führt, wenn die schlechten Zeiten es nicht erlauben, weiterhin Arbeitnehmer zu halten, sollte doch gerade in letzter Zeit offensichtlich geworden sein. Unbegrenzt lässt sich kein Arbeitnehmer halten, schon zu beiderseitigem Vorteil nicht. Was bringt einem Arbeitnehmer ein Arbeitgeber, der nicht auszahlen kann und was bringt einem Arbeitgeber ein Arbeitnehmer, dem er keine Arbeit geben, sprich: Er ihn nicht in die Kapitalbeschaffung des Betriebes einbinden kann?

...und im Endeffekt geht es auch gar nicht so sehr um die Definition von "Reich" oder "Arm", sondern um die Anhebung des Spitzensteuersatzes - es würden also eh durch die Anhebung diejenigen "getroffen", die eh schon so viel verdienen, das ein Aufschlag auf ihre Gehälter nicht so den Unterschied macht. Im Gegenteil - die Aufsummierung aller kleinen Aufschläge macht den Unterschied aus, allerdings nicht zum (unverträglichen) Malus des Steuerzahlers.
Kommentar ansehen
01.09.2011 23:01 Uhr von sevenofnine1
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Prozentuale Bezahlung auch im Laden? Jemand, der 1000 Euro verdient und 300 Euro Steuern zahlen muss, dem tut das alleine daher schon mehr weh, da er von den verbliebenen 700 Euro sein komplettes Leben bestreiten muss. Die Grundnahrungsmittel im Geschäft, Wasser und Strom kosten nämlich den Geringverdiener genauso viel wie denjenigen, der von seiner Mio immerhin 700000 über behält.
Deswegen dürfte es den Millionär nicht großartig stören, ob er 700.000 oder 650.000 pro Monat behält. Diese 50.000 Differenz machen aber logischerweise deutlich mehr aus, als die 50 Euro, die man einem Geringverdiener abknöpfen kann. Und nein, ich verdiene weder im einen noch im anderen Extrembereich, sondern eher ganz "normal" im Mittelstand.

[ nachträglich editiert von sevenofnine1 ]
Kommentar ansehen
02.09.2011 07:47 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Serverhorst (Really.Me auch): "Wenn bsp. JEDER 30% Steuern zahlen würde, dann würde einer der 1000€ im Monat verdient 300€ zahlen, und einer der 1.000.000 im Monat verdient 300.000€ das ist doch nur "fair".

Warum aber einer der 1.000.000 verdient aufeinmal 45 oder 48 % zahlen soll ist für mich nicht klar. % für alle wäre am Gerechtesten."


Kann ich dir ganz einfach erklären.

Einer der 1000 Euro verdient und 30% abgibt, kann von den restlichen 700 Euro gerade so leben, wenn überhaupt.

Einer der 1.000.000 Euro verdient und 30% zahlt hat dann 700.000 übrig und kann davon weiterhin in Saus und Braus leben.

Niemand spricht Besserverdienern ab weiterhin mehr Netto in der Hand zu halten.
Auf die eine oder andere Art haben sie es sich verdient. Durch mehr Verantwortung, durch höheres persönliches Risiko, etc.

Aber die Besteuerung muss progressiv verlaufen. Sprich sie muss gestaffelt werden um zu verhindern, dass ein Geringverdiener mit dem Rest am Rand des Existenzminimums rumkrebst, dafür aber ein Gutverdiener den Abzug kaum merkt.

Steuern sind ja keine Strafe, sondern werden für die Gemeinschaft verwendet (sollten zumindest).

Wenn also einer 1.000.000 im Monat verdient und z.B. 50% Steuern zahlen müsste hätte er 500.000 Euro übrig, die weiterhin problemlos reichen um einen SEHR guten Lebensstandard zu erreichen und zu halten.
Wohingegen jemand mit 1000 Euro bei 50% nicht mehr ohne Aufstockung leben könnte.

@Really.Me:
"
Das es aber viele Reiche gibt die hart für ihr Vermögen arbeiten mussten, große Risiken eingegangen sind, in schlechten Zeiten auch die Gehälter ihrer Angestellten zahlen müssen wird außer acht gelassen."

Diese Begründung ist nu wirklich unsinnig.

1. Hart arbeiten muss für gewöhnlich JEDER. Der Fliessbandarbeiter wie der Koch, der Buchhalter, der Disponent und der Staplerfahrer.

2. grosse Risiken geht auch jeder ein. Täglich. Der Familienvater, der für 20.000 Euro ein neues Auto kauft aber noch nicht weiss ob er das Geld nicht lieber gespart hätte für die Ausbildung seiner Kindern, ebenso wie einer der einen Kredit aufnimmt und sich dafür bis über beide Ohren verschulden muss.

3. Natürlich müssen sie in schlechten Zeiten ihre Angestellten bezahlen. Immerhin haben diese Angestellten ihm die guten Zeiten erst ermöglicht.

Leute gibts... *kopfschüttel*

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Hagenburg: 38-Jähriger stiehlt wochenlang Milch für Kindergartenkinder
Universität Münster: Acht Medizinern wegen Plagiaten Doktortitel entzogen
Fußball: Mario Götze fällt wegen Stoffwechselstörungen auf unbestimmte Zeit aus


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?