01.09.11 13:39 Uhr
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Griechenland: Experten bezeichnen Schulden als "außer Kontrolle" geraten

Laut einer Expertenkommission reichen die Anstrengungen der griechischen Regierung zum Abbau des Definites nicht. Die Entwicklung der Schulden gerate "außer Kontrolle". Für dieses Jahr drohe ein Haushaltsdefizit von ca. 8,8 Prozent. Geplant waren 7,5 bis 7,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Für 2011 sollte die geplanten Neuverschuldung 16,7 Milliarden Euro betragen. Bereits jetzt sind es 14,7 Milliarden Euro. Auch die Konjunktur leidet unter dem Sparprogramm der Regierung. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt voraussichtlich um 4,5 Prozent.

Die Experten monieren auch die verzögerte Umsetzung der Sparpläne. Besonders in Bereichen, in denen es starke Proteste der Gewerkschaften gibt. Der Schuldenberg Griechenlands beträgt derzeit 350 Milliarden Euro.


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WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Krise, Griechenland, Schulden, Kontrolle
Quelle: www.focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2011 13:39 Uhr von Klopfholz
 
+9 | -1
 
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Na das sind ja rosige Aussichten für die deutschen Bürgschaften. Ich bin auf den Aufschrei gespannt wenn Deutschland zum ersten Mal eine Bürgschaft einlösen darf. Wir haben s ja:-)
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01.09.2011 13:42 Uhr von Urrn
 
+9 | -3
 
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Dieses "außer Kontrolle" hätten die Griechen auch mal merken können, als es noch nicht zu spät war. Danke.
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01.09.2011 13:46 Uhr von shortKing
 
+5 | -1
 
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einmal: Schulden immer Schulden. Das ist ein Kreislauf.
Wenn du da einmal drin bist kommst nicht mehr raus.
Das ist in Griechenland, Deutschland oder USA das selbe.

[ nachträglich editiert von shortKing ]
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01.09.2011 14:08 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -0
 
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Wenn das hier (siehe: http://is.gd/...) stimmt, braucht sich die Branche nicht aufzuregen.

Sie zahlt offenbar ohnehin kaum Steuern, insofert ist ein Touristen-Boomjahr wie 2011 dann natürlich auch wirkungslos.

Ohnehin lustig, die MwSt erst zu Saisonende zu erhöhen. Das ganze zeigt eigentlich, dass man der ganzen Problematik im Vertrauen auf nervöse Banken in Kerneuropa kein besonderes Augenmerk zu schenken braucht.

Letztlich zahlen die Deutschen zu recht die Zeche, da sie sich vom Ackermann-Blasensystem nicht freiwählen und sogar zulassen, dass die Vertreter aus den Glasbunkern zwischen Frankfurt und Paris künftig auch ganz offiziell die entmündeten Parlamentarier vertreten werden. Merkel steht für dieses Finanzregime wie keine andere.

Dabei wäre ein Kollaps der Forderungen die einzige heilsame Therapie gegen die systematisch herbei provisionierten Blasen und weiteren Abfluss hiesiger Ersparnisse in vermeintlich renditeträchtigere Märkte.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.09.2011 14:34 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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Griechenland muß raus aus den Euro! Man kann es nicht genug wiederholen: Das Target-Schulden-System bei der Europäischen Zentralbank hat die ganze Zeit Eiinblick in das Verhalten der Griechen gezeigt. Es war bekannt, was die Griechen machen - gefälschte Statistiken hin oder her. In der Europäischen Zentralbank musste die europäische Geldmenge koordiniert werden. Wenn die Deutsche Bundesbank nur wenig Geld trotz größerer Bevölkerung drucken durfte, musste woanders zwangsläufig mehr gedruckt worden sein. Und dafür gab es keine Deckung in der Wirtschaftskraft - das war ebenso bekannt.
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01.09.2011 14:52 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -0
 
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@bad_beaver: Du hast die Ursache der Krise nicht verstanden.

Gerade das Lohn-, Sozial- und Rentendumping in Deutschland führte zum totalen Verlust der Wettbewerbsfährigkeit von Gesellschaften wie der griechischen.

Man meinte hierzulande Handelskrieg innerhalb der Eurozone führen zu müssen. Alles, was es aus Sicht der Wirtschaft und ihrer Finanziers dazu brauchte, war die Beseitigung der sogenannten "Wechselkursrisiken" - in Wahrheit ein Blasenverhinderungsmechanismus - denn Griechenland & Co. sind nichts anderes als eine Politk der Druckerpresse gewohnt.

Solange Staat und Privatsektor auf Pump prassten, in der Folge viele Autos, U-Botte etc... gekauft wurden und insgeheim die anschließende Sozialisierung bei den hiesigen Bürgern einkalkuliert wurde, war die Welt doch in Ordnung.

Man hat die Leute sehenden Auges mit "Exporten" überschüttet, den Kapitalabfluss in verschuldete Staaten & Subprime-Märkte sogar massiv gefördert - während man hierzulande die Leute arm gespart und die Binnenmärkte zum Erliegen gebracht hat. Den Menschen wurde in Deutschland erzählt, sie leben "über ihren Verhältnissen", Arno Dübel stand für das Übel dieser Welt, "spätrömische Dekadenz" etc... das waren die Themen in Deutschland - dadurch wurden die Löhne noch zusätzlich gedrückt, der Binnenkonsum und Investitionsfreude sank im Inland auf Null.

Derweil flossen binnen 8 Jahren 800 Milliarden Euro in den anonymen - vermeintlich zinsträchtigeren - Kapitalarkt Südeuropas - proper Länder sind dort mit dem Geld hochgezogen worden, ganze Völker haben sich mit Eigentum und Autos eingedeckt. Nach innen propagierten die Exportler Austeritätspolitik, Deutschland gammelte immer weiter vor sich hin, statt Armani-Sonnenbrillenträger überall Flaschensammler und immer öfters arme Kinder. So ein Land importiert natürlich auch kaum Produkte von seinen Nachbarn.

Ist den Unternehmern und ihren Bankern aber egal, die Gewinne wurden lieber anschließend ins Finanzcasino revinvestiert. Immer schön im Vertrauen auf die neoliberale Devise: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Und nun ist es den Griechen und Spaniern eben auch egal: Die Infrastruktur ist runderneuert, die Menschen haben sich mit Eigentum eingedeckt - das wird ihnen keiner mehr nehmen. Und der in den hiesigen Fabriken lohngedumpte deutsche Heinrich - im kalten Norden zur Miete wohnend - freut sich über "Exportweltmeister-Nachrichten" in der BILD, hofft nun für sein Alter auf Riester über das einzige statistische Jahr, welches ihm zwischen künftigen Renteneintritt und durchschnittlichem Sterbealter noch bleibt....

Man muss sich fragen: Wer war wirklich der Blöde?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.09.2011 15:33 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -0
 
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bad_beaver: jep, da stimme ich Dir zu.
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01.09.2011 15:46 Uhr von Serverhorst32
 
+1 | -3
 
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come on my greek friends: just call your nazi friends in germany and get a lot of fresh money. its no problem we swim in money in germany so we are happy to bring you our money with trucks and you can buy a lot of new gold and laugh about stupid german nazis :D

PARTY

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