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Fehler allein kein Kündigungsgrund - eine vergleichbar schlechte Leistung schon

Fehler bei der Arbeit, auch wenn es mehrere sind, sind noch kein Grund für eine außerordentliche Kündigung. Der Arbeitgeber muss zusätzlich nachweisen, dass der Mitarbeiter hinter der Leistung vergleichbarer Angestellter zurückbleibt. So urteilte jetzt das Landesarbeitsgericht München.

Die Klägerin erfasste für ein Verkehrsunternehmen die Daten von Frachtpapieren. Im Laufe ihrer 10-jährigen Tätigkeit wurde sie zwei mal abgemahnt - einmal wegen privaten Telefonierens, das zweite Mal wegen Fehlern bei der Dateneingabe. Falsche Dateneingabe war schließlich auch der Kündigungsgrund.

Das Arbeitsgericht Augsburg hielt die Fehler für geringfügig und die Kündigung deshalb für unwirksam. Das Landesarbeitsgericht sah die Fehler zwar als gravierend an. Ihre reine Auflistung reiche jedoch zur Kündigung nicht aus. Der Vergleich zu anderen Angestellten fehle.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Arbeit, Urteil, Fehler, Leistung
Quelle: www.verkehrsrundschau.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2011 12:14 Uhr von mobock
 
+30 | -4
 
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Das ist der Grund warum: wir unsere Regierung nicht abwählen können:

Sie machen ständig Fehler (kein Kündigungsgrund) und im gegenseitigen Vergleich erbringen sie alle die gleichschlechte Leistung (geht permanent gegen NULL).

Also kein Grund für Neuwahlen.

Die Lage ist zwar besorgniserregend - aber nicht kritisch!
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01.09.2011 13:04 Uhr von opheltes
 
+0 | -0
 
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..das sind ja schon wieder News.
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01.09.2011 13:23 Uhr von EvilMoe523
 
+2 | -1
 
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Mhh "Ein Fehler" ist aber so ziemliche Auslegungssache oder? Also ich kann mir schon so einige Fehler vorstellen, wo ich Mitarbeiter auch entlassen würde. Und da mein ich nicht mal Fehler, wo kriminelle Energie dahinter steckt.
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01.09.2011 13:30 Uhr von Kappii
 
+22 | -1
 
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zwei Abmahnungen: in zehn Jahren, für einmal Telefonieren und einmal für eine fehlerhafte Dateneingabe.
Für andere Arbeitgeber wäre die Frau ein Glückstreffer.
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01.09.2011 13:53 Uhr von kickingcrocodile
 
+7 | -2
 
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@ EvilMoe523: Zitat "Also ich kann mir schon so einige Fehler vorstellen, wo ich Mitarbeiter auch entlassen würde."

So, welche wären denn das? Für mich ist derjenige ein guter Chef, der auch hinter seinen Leuten steht. Fehler passieren immer und überall. In meiner aktiven Zeit als Spediteur habe ich meinem Arbeitgeber einen Schaden von 4000 DM verursacht, weil ich aus Versehen statt der Lieferanschrift die Rechnungsanschrift auf einem Frachtbrief angegeben hatte. In der Pariser City konnte man mit dem 40-Tonnen-Lkw nicht wirklich etwas anfangen. Schadenersatz wurde fällig für Umweg-Kilometer, Standgeld, entgangene Rückladung etc.

Solche Dinge sind in der Hektik unseres damaligen 16-Stunden-Tages das ein oder andere Mal passiert. Rausgeschmissen oder auch nur abgemahnt wurde deshalb niemand.

Leider sind solche Chefs heute eine Seltenheit. Abgemahnt wird bei den kleinsten Fehlvergehen - und am besten noch kriminelle Absicht unterstellt. Und dann wundert sich die Wirtschaft, dass die Arbeitsmoral so schlecht ist und keine guten Leute zu finden sind. Ich jedenfalls finde das, was sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat, sehr demotivierend.
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01.09.2011 14:23 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -3
 
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bei der manuellen datenerfassung macht man keine fehler.
manuelle datenerfassung IST der fehler.
sie sollte also ihren chef abmahnen und wenn der mangel nicht bald abgestellt wird automatisch eine signifikante gehaltserhöhung bekommen.

:)
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01.09.2011 14:31 Uhr von omar
 
+4 | -0
 
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Hilf eh nix der Arbeitgeber findet immer eine Möglichkeit einen rauszuschmeissen. Und wenn es nur durch Mobbing klappt...
Am Ende wird man da eh nicht glücklich und sucht sich vielleicht sogar am Besten selbst gleich was neues.

Gibt es für Abmahnungen eigentlich Verjährungsfristen?
Ich finde 10 Jahre sind schon ne lange Zeit. Da sollte man doch drüber wegsehen können...
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01.09.2011 16:41 Uhr von EvilMoe523
 
+1 | -0
 
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@ kickingcrocodile: Nein,

also an Fehler die wirklich ausversehen einne höheren Schaden verursachen habe ich nun wirklich nicht gedacht. Sowas kann Menschen nunmal passieren und man sollte dann auch versuchen eine Lösung zu finden.

Aber es gibt ja auch so manche fehlbesetzte "Fachkräfte" (gut, der erste Fehler war dann wohl eher, dies nicht in der Probezeit gemerkt zu haben) welche durch unangebrachtes nennen wir es temperamentvolles Verhalten auffallen und sich Fehler im Umgang mit Kunden der Firma erlauben, die einfach ein NoGo darstellen, in Bereichen wo man sich nunmal selbstverständlich souverän zu verhalten hat, egal wie man gelaunt ist oder wie das Wetter grade draußen ist.

Das erste Mal wäre dann, wenn man die Sache lösen konnte ist da sicher auch noch mit einer Abmahnung zu verzeihen, aber aus meiner Sicht sollte sich das nicht X-Beliebig wiederholen unter dem Motto "kleiner Fehler" der dann pauschal keinen Kündigungsgrund mehr auslösen darf.

Deswegen meinte ich ja auch, dass Fehler eben nicht gleich Fehler sind.

Falls es so rüberkam, als würde ich wie diese ganzen Chefs die direkt im Dreck nach einem Kündigungsgrund suchen denken, dann sorry. Aber dennoch sollte immer noch ein Firmenchef das Szepter in der hand haben und entscheiden können, wer zum Unternehmen passt, welche Fehler man verzeihen kann und sollte und welche nicht.
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02.09.2011 10:40 Uhr von liebertee
 
+0 | -1
 
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Als ob Die wird doch nicht wegen solchen Lapalien gekündigt. Oft verbergen sich dahinter ganz andere Sachen. Ich hab schonmal erlebt, wie Leute gekündigt wurden, weil sie irgendwem in der Chefetage nicht zusagten. Da wird jeder kleine Patzer ausgenutzt solche Leute loszuwerden.
Traurig aber wahr.

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