Denver: Alte Plastikflaschen filtern arsenverseuchtes Trinkwasser
Tsanangurayi Tongesayi von der Monmouth University in New Jersey stellte beim 242. Treffen der American Chemical Society in Denver ein einfaches Trinkwasser-Filtersystem vor, das 100 Millionen Menschen weltweit vor Arsenvergiftungen und damit vor Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen schützen soll.
"Um Arsen-Belastungen im Trinkwasser in Entwicklungsländern beseitigen zu können, braucht man eine einfache Technologie mit lokal verfügbaren Materialien". Zusammen mit Kollegen zerschnitt der Forscher alte Plastikflaschen und beschichtete die kleinen Stücke mit der Aminosäure Cystein.
Das Arsen bindet sich wie ein Magnet an diese Stücke und kann danach problemlos aus dem Wasser gesiebt werden. Der Wirkungsgrad dieser Methode liegt bei 99 Prozent, was eine fast 20%ige Steigerung gegenüber der bisherigen Zitronensaft-Technik bedeutet. Das Wasser muss weiterhin abgekocht werden.