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Hannover: Künstliche Haut wächst auf Spinnenseide

Hanna Wendt von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) berichtet in PLoS ONE, dass sich Spinnenseide besonders gut zur Heilung chronischer Wunden und Verbrennungen eignet. An der MHH wurde auch entdeckt, dass der Stoff die Regeneration von Nerven unterstützt und als Nähmaterial tauglich ist.

Alle zehn bis 15 Minuten kann die Spinne bis zu 400 Meter ihres Haltefadens erzeugen, der von der Forscherin durch leichtes Ziehen auf einen Edelstahlrahmen aufgespult wird. Hautzellen gepaart mit Maschen aus Spinnfäden wachsen nun unter Idealbedingungen zu einer gewebeähnlichen Hautschicht heran.

"Spinnenseide ist den Aufgaben der Haut bestens gewachsen: Sie ist sehr stark, trotzdem dehnbar und wird vom menschlichen Körper toleriert. Somit kann sie mehr leisten als andere Materialien, die bisher zur Züchtung künstlicher Haut untersucht worden sind", sagt Wendt.


WebReporter: bORGkING_ALPha
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Haut, Spinne, Zucht, künstlich, Seide
Quelle: derstandard.at

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01.09.2011 10:41 Uhr von bORGkING_ALPha
 
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Natürlich ist das Herstellungsverfahren durch "melken" von Spinnen viel zu ineffektiv für einen klinischen Einsatz - der Faden müsste künstlich hergestellt werden, was zur Zeit aber noch nicht gut möglich ist. Der nächste Schritt in der Forschung ist der Tierversuch. Man mag gespannt sein.

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