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SPD-Europaabgeordneter Ismail Ertug plädiert für Euro-Bonds

In einem Interview mit den "Deutsch-Türkischen Nachrichten" sprach sich der Europaabgeordnete Ismail Ertug (SPD) für die Einführung von Euro-Bonds aus. Durch die Nivellierung der Zinsunterschiede könnte die Kreditversorgung verschuldeter Staaten ungeachtet ihrer Bonität verbessert werden.

Auch in der Türkei, so Ertug, herrsche aufgrund laxer Kreditvergabepraxis ein bedenklicher Kaufrausch - etwa für Konsumprodukte aus Deutschland, sowie Investitionen in unrentable Hotels an den Küsten. Der IWF habe bereits 2001 eingreifen müssen, um den Kollaps türkischer Banken zu verhindern.

Die Türkei könne sich glücklich schätzen, derzeit nicht in der Eurozone zu sein. Dies habe den Vorteil, dass die Währung abgewertet werden könne, um das Außenhandelsdefizit abzubauen. Ebenfalls sei man als Nicht-Euroland in der Lage, den Notenbankzins jederzeit anzupassen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Türkei, SPD, Bonds, Ismail Ertug
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2011 07:10 Uhr von MetatronTheAugur
 
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Spaß Partei Deutschlands: Er spricht sich für die Einführung von Eurobonds aus, die uns noch mehr kaputt machen würden und erwähnt dann gleichzeitig, dass die Türkei sich glücklich schätzen kann, nicht in der Eurozone zu sein.. das heißt also, wir wären besser dran, wenn wir raus aus der Eurozone wären und wieder die DM hätten (was scheinbar auch der Meinung der meisten Deutschen entsprechen würde -> Demokratie?), aber da wir schon zu tief in der Scheiße sitzen, können wir die Eurobonds auch gleich noch mitnehmen, weils eh schon egal ist? - Großes Kino, genau solche Leute braucht das Land!
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01.09.2011 11:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Solange "Wachstum" auf Pump zum Indikator von Erfolg erhoben wird, bleibt die ganze Nummer "hohl". In diesem Punkt hat Ertug recht.

Die Bereitschaft auf Pump zu investieren - etwa in den privaten Konsum - hat auch etwas mit "Verführung" und "Mentalität" zu tun.

Es kann nicht sein, dass unbeteiligte Dritte - etwa lohngedumpte Exportarbeiter in den Herstellerländern - am Ende dafür oder für die Provisions-Gier von Banken in Zwangshaftung genommen werden.

In sofern sollte man die Politik der "Notenbankpresse" in den jeweiligen Ländern belassen. Allein dies hindert ausländische Banken und Exportindustrielle unbegrenzt ungedeckte Forderungen anzuhäufen. Doch solange die Beseitigung der sogenannten "Wechselkursrisiken" sowie Eurobonds faktisch nichts anderes als die Sozialisierung von Verlusten darstellen, während Gewinn-Steigerungen weiterhin fleißig privatisiert - ja nicht mal zum Teil an die Arbeitnehmer weitergereicht, sondern ebenso risikolos in die durch die Schuldenkrise bis zum Platzen einer neuen Blase immer lukrativer drehenden Finanzcasinos reinvestiert - werden.

Hier wurde die Wirtschaft und Finanzmärkte offenbar ganz gezielt nur in eine Richtung liberalisiert.

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