31.08.11 17:15 Uhr
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Konzentration sozialer Ungleichheit in deutschen Städten

In deutschen Großstädten hat sich in den letzten 20 Jahren die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter vergrößert. Als Hauptursache wird die neoliberale Städtepolitik ausgemacht. Vor allem in alten Industriestandorten wie Bochum oder Essen ist dies besonders zu beobachten.

Neben der Veränderung des Arbeitsmarktes hin zum Dienstleistungssektor hat die Zerschlagung wohlfahrtsstaatlicher Errungenschaften zur Konzentration von Armut, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung beigetragen. Der ehemals öffentliche Wohnungsbau wurde durch politisch geförderte Privatisierung abgelöst.

So schwand der Bestand von Sozialwohnungen seit 1980 von vier Millionen auf heute anderthalb Millionen Wohnungen. Dabei dienen sie dann als Auffangbecken sozial Schwacher am Rand der Städte. Experten warnen daher vor sozialen Konflikten, die sich durch Wut und Perspektivlosigkeit weiter verschärfen.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Stadt, Konzentration, Ungleichheit
Quelle: www.fr-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2011 17:15 Uhr von sicness66
 
+12 | -3
 
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Endlich mal ein Artikel, der die Ursachen sozialer Unruhen objektiv beleuchtet. Anstatt nach immer mehr Sicherheit und Überwachung zu schreien, sollten sich Politiker mehr mit den Ursachen, die sie zum großen Teil mitzuverantworten haben, auseinandersetzen. Aber in diesen Zeiten mit der vorherrschenden Klasse von Politikern bleibt das Wohl ein Traum.
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31.08.2011 17:50 Uhr von Jesus_From_Hell
 
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Marie52: Und die Arbeitslosenzahl vehält sich offensichtlich antiproportional zu deiner Intelligenz. Faszinierend.

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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31.08.2011 17:58 Uhr von LLCoolJay
 
+15 | -0
 
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Marie52: elender Troll. Zieh doch selbst aufs Land. Im Schweinestall ist noch Platz für dich.


@News: Das ist ein Grund für die Probleme. Gut das es mal offen ausgesprochen wird.

Leider befürchte ich, dass selbst offene Wahrheiten in Deutschland kein Gehör finden.
Oder das wir Deutschen nach dem Bauernkrieg 1518 keine Lust mehr haben erst die Revoluzzer zu spielen und dann auch noch aufräumen zu müssen.

Ne Schmarrn. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zeit reif ist, dass jemand mit einer "guten Idee" auf offene Ohren stossen würde.

Ein charismatischer Mensch, der andere von seinen Überzeugungen auch überzeugen kann und der Unter- und Mittelschicht eine Hoffnung auf Zukunft gibt.

Ich hoffe inständig, das dieses Mal nicht wieder so ein kranker Irrer mit Minderwertigkeitskomplexen daherkommt.

Ein Politiker, aus dem Volk (der Mittelschicht / Unterschicht) kommend, der den Durchschnittsverdiener entlastet und die Besserverdiener belastet,
der die Zuwanderung nach Deutschland begrenzt und der EU kritisch gegenüber steht (aber nicht komplett ablehnend).
Ein Politiker, der sich durchsetzen kann und keine Angst davor hat auch unliebsame Entscheidungen zu treffen und der offen ausspricht wie es aussieht und was er denkt wie es anders gehen könnte.

So jemand braucht Deutschland.... scheint wohl aber eher ein Wunschgedanke zu sein.
Ich kenne keinen, der so ist.
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31.08.2011 18:02 Uhr von Exilant33
 
+3 | -0
 
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@LLCoolJay: Don´t feed the Troll!^^
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31.08.2011 18:23 Uhr von LLCoolJay
 
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Exilant33: Sorry, konnts net zurückhalten. War ja nur ne einzelne Zeile. Das wird ihn nicht vom Verhungern abhalten, den Troll.
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31.08.2011 20:10 Uhr von LLCoolJay
 
+4 | -1
 
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Guter Einwand DerBelgarath: Es wird weiss gemacht, Statussymbole seien wichtig um "jemand" zu sein.

iPhone, Laptop, iPod, Markenklamotten, usw. werden so beworben als ob wenn man sie nicht hätte nicht wert wäre sie zu haben.

Aber auch das ist nur ein Teil. Soziale Ungerechtigkeit gibt es ebenfalls.
Nur ist diese selbst herbeigeführt.

Wenn Menschen die in Deutschland leben nicht bereit sind auch die Sprache und Gebräuche anzunehmen auch nicht bereit sind sich selbst einzubringen dann ist es nicht verwunderlich, wenn diese "nicht integrierten" Menschen sich ausgeschlossen fühlen... weil sie sich selbst ausschliessen.
Daraus resultierend ziehen sie auch Kinder gross, die in einer "isolierten" Sub-Kultur aufwachsen.
Sie fühlen sich nicht als Angehörige der Kultur ihrer Eltern aber auch nciht der in deren Land sie leben.

Das Resultat ist, dass sie sich selbst eine Kultur schaffen möchten.
Das widerum stösst auf Ablehnung aller Aussenstehenden. Das dann stösst dem "nicht integrierten Nachwuchs" auf, usw.

Sorry das ich das jetzt schon wieder aufbringe aber es ist eine Wahrheit die man gar nicht oft genug aussprechen kann:

Integration bedeuted nicht sich selbst oder seine Wurzeln aufzugeben, sondern die Sprache und Gepflogenheiten des Landes in das man zieht um dort zu leben und arbeiten lernt und annimmt, zusätzlich zu den bereits bekannten.

Und sie bedeuted, sich nicht selbst auszunehmen von dem was einen umgibt, sondern sich einzubringen.

Mein Freundeskreis besteht zu über der Hälfte aus Osteuropäern. Jeder einzelne von ihnen spricht mit nur leichtem Akzent sehr gut Deutsch aber weiterhin seine Ursprungssprache.
Jeder hat seine Freunde aus dem selben Kulturkreis und weitere aus dem Deutschen Kulturkreis.
Zuhause wird Russisch, Bulgarisch, Czechisch, etc. gesprochen aber wenn andere dabei sind immer auf Deutsch.

Es geht also. Und das ohne seine Herkunft zu vergessen.
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31.08.2011 21:12 Uhr von zhnujm
 
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@ DerBelgarath: Gute Idee! Anstatt das Problem zu lösen, hören wir einfach auf darüber zu sprechen.
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31.08.2011 22:03 Uhr von zhnujm
 
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@ DerBelgarath: Du klingst für mich wie ein Begüterter, der Angst hat seinen Wohlstand zu teilen.

Vergiss nicht das der Reichtum der Einen auf der Armut der Anderen beruht. Du verdrehst hier die Positionen, es sind nicht die Armen, die Auf Kosten der Wohlhabenden, nach deren Wohlstand streben.
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31.08.2011 22:22 Uhr von sicness66
 
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@ DerBelgarath: Du musst ja in der Schule beim Thema französische Revolution ganz schön abgekotzt haben...
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01.09.2011 07:26 Uhr von LLCoolJay
 
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Ich muss Belgarath zustimmen: aber ich gehe davon aus, dass ihr ihn falsch verstanden habt.

Er spricht nicht den Menschen ab einen gewissen Lebensstandard zu haben.

Aber ich stimme ihm zu, dass nicht jeder Mensch einen fetten Mercedes, einen Armani-Anzug besitzen und sämtliche iProdukte haben muss.

Diese Statussymbole sind vollkommener Blödsinn. Aber Medien und Werbung stellen es so dar als ob man so etwas haben müsste um etwas wert zu sein.

Geht mal in eine Schule. Wer dort Markenklamotten trägt, iPhone hat und evtl. noch ein sehr teures Fahrrad oder von seinem Vater im Ferrari abgeholt wird steht gut da und ist angesehen.

Kommt aber jemand in C&A-Klamotten und hat ein uraltes Nokia 3410 (oder so) dann wird der ausgelacht.


Der Neid etwas hochbeworbenes zu besitzen wird immer weiter beworben und gesellschaftlich auch noch gepusht.
Das ist es was DerBelgatrath (nach meiner Deutung) meint dass man abstellen muss.


Jedem, der es sich leisten kann sei es gegönnt. Ein Porsche ist ein schönes Auto.
Aber wenn man das Geld nicht hat, dann muss es halt ein alter Opel Corsa tun.

Eine Penthouse-Wohnung? Wunderschön. Aber manchmal ist eine 50qm Wohnung im 3. Stock eines Altbauhauses halt auch zweckmässig.

Ein iPhone? Ja, schön. Aber auch mit einem Handy für 50€ + Prepaid anstatt Vertrag lässt es sich telefonieren und SMSen.

Markenklamotten? Sicher, teilweise sehr schön. Aber auch hier gibt es günstige Alternativen, die manchmal qualitativ sogar besser sind oder zumindest gleichziehen.

Urlaub in der Karibik? Muss nicht ein, so schön das auch ist. Urlaub an der Nord/Ostsee oder in den Alpen, der Lüneburger Heide, etc. tuts auch.


Sprich: Ein Mindest-Lebensstandard darf nicht abgesprochen werden. Aber jeder muss sich bewusst sein, dass er / sie NICHT das automatische Recht hat auch alles zu besitzen und unendlich zur Verfügung zu haben.

Luxusgüter sind eben das: Luxus. Und diesen können sich nicht alle leisten.
Das finde ich auch in Ordnung so. Man braucht ihn nicht um ein angenehmes Leben führen zu können.

Diese Konsumgier ist schrecklich und hat, zusammen mit anderen Problemen, zu den Ausschreitungen in England geführt.

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]
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01.09.2011 08:52 Uhr von artefaktum
 
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@LLCoolJay: "Aber ich stimme ihm zu, dass nicht jeder Mensch einen fetten Mercedes, einen Armani-Anzug besitzen und sämtliche iProdukte haben muss."

Darum geht´s gar nicht.
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01.09.2011 11:38 Uhr von sicness66
 
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LLCoolJay: DerBelgarath schrieb:

"So nährt man nicht nur den Unmut, sondern schürt auch gleichzeitig den Klassenhaß und redet Gewalt herbei, wie man zuletzt in England hat sehen können. "

Wenn ich mir jetzt deine Interpretation dazu durchlese wird es noch lächerlicher. Deine Erklärung ist die nach dem Neid des einen auf den anderen. Aber weder in der News noch bei den Unruhen in England geht es um Neid.

Es geht um die pure Existenz von einzelnen Menschen und Familien, um Würde und Anerkennung. Der Sozialdarvinismus in Form des Neoliberalismus hat es geschafft, eine zweite Gesellschaft von Armen, Arbeitslosen und Migranten entstehen zu lassen, die niemals die Chance bekommen werden, ihren Standard zu verbessern. Und das mitten in Europa, in Ländern, in den wir uns der Fortschrittlichkeit, der Demokratie und Menschenwürde preisen.

Darum geht es und nicht wer das neueste Iphone besitzt ist der coolste...
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01.09.2011 14:12 Uhr von zhnujm
 
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@ LLCoolJay: Versuchst du allen ernstes den Leuten zu erklähren, welche Produkte sie kaufen sollen? Das ist doch deren Sache!
Und zur Überwindung, des durch den Kapitalismus bedingten Konsumzwanges, schlägst du vor, dass Firmen aufhören sollen, Werbung für ihre Produkte zu machen?
Wie stellst du dir das vor?

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