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Vereinigung privater Bahnen will Stuttgart 21 zu Fall bringen

Nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz ist die Stilllegung von Eisenbahngleisen nicht erlaubt, wenn ein anderer Nutzer gefunden werden kann. Alle Trassen, welche die Bahn nicht weiterverwendet, müssen öffentlich ausgeschrieben werden.

Ein Zusammenschluss privater Bahnbetreiber, die Stuttgarter Netz AG (SNAG), will sich auf dieses Gesetz berufen und den Bahnhofsneubau Stuttgart 21 auf gerichtlichem Wege zu Fall bringen. Die SNAG möchte das oberirdische Gleisnetz in Stuttgart für ihren Regionalverkehr nutzen.

Ein Sprecher betonte, dass es einen echten Bedarf für die Gleisanlagen gebe und es der SNAG nicht um eine "ideologische Entscheidung" ginge. Die Rechtslage sei eindeutig und die SNAG ist zuversichtlich, sich durchsetzen zu können. Die Deutsche Bahn reagierte derweil gelassen auf die Ankündigung.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streit, Bahn, Stuttgart, Stuttgart 21, Vereinigung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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31.08.2011 17:37 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+8 | -1
 
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Anerkennung: Für Stuttgart 21 wurde u.a. geworben, weil es einen ICE-Anschluß bedeuten würde. Dies war gelogen: Es gab schon lange einen ICE-Anschluß direkt aus Mannheim in den Kopfbahnhof.

Bei dem ganzen Hin und Her geht es doch eigentlich um die Grundstücke, die schon in den neunziger Jahren von der damaligen Deutschen Bundesbahn verkauft wurde und auf denen die Schienen liegen. Diese Grundstücke sollen verwertet werden. Das Hickhack um den Bahnhof ist nur Beiwerk, bei denen man zwar kräftig mitverdienen kann, aber das man auch anders regeln kann.

Nach heutiger Rechtslage wären diese Grundstücke Eigentum der Netzagentur und damit des Bundes und nicht der Deutschen Bahn AG. Die Deutsche Bahn AG hat das Projekt aufgedrückt bekommen und muß Loyalität gegenüber ihrem Eigentümer beweisen.

Von diesen Grundstücken will man aber nicht lassen, weil die Stadtfläche sich auf Kosten der Bahnfläche ausweiten kann. Mehr Einfluß bedeutet mehr Anerkennung.

Es ist doch schön zu wissen, daß es diese Rechtsbestimmung im Allgemeinen Eisenbahngesetz gibt. Damit hat die Deutsche Bahn AG bzw. die Netzagentur sehr oft rechtswidrig gehandelt. Wenn man sich bundesweit die vielen stillgelegten Bahnflächen anschaut, kann einem das Schaudern kommen. All diese Flächen hätten öffentlich ausgeschrieben werden müssen, bevor sie verscherbelt worden wären.
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31.08.2011 20:51 Uhr von phal0r
 
+2 | -5
 
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Bisher wurde in den Medien nie wirklich berichtet, was nun die Nachteile von S21 sein sollen. Für mich klingt es nach einem modernen Bahnhof und einer großen Fläche in der Innenstadt, die nun frei wird. Außerdem wird Stuttgart zum Durchfahrtsbahnhof, womit neue Strecken erschlossen werden.

So what?
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31.08.2011 20:59 Uhr von manbearpig
 
+2 | -2
 
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Was für ein Schwachsinn: Damit wird sich die Stuttgarter Netz AG aber Freunde machen, wenn neben dem Tiefbahnhof der Kopfbahnhof erhalten bleiben müsste.
Das ganze Hin und Her um den Bahnhof ist völlig verlogen. Wer raus will muss zahlen, denn es gibt unkündbare Verträge. Da selbst die verblendetsten Grünen wenigstens so viel Verstand haben, dass sie merken, 800Mio. sind besser für einen ungewollten Bahnhof ausgegeben, als eine ähnliche Summe für gar nichts. Warum hat die Landesregierung wohl die Zahlungen an die Bahn entgegen ihrer Ankündigung doch nicht eingestellt.
Die Volksentscheidung wird mindestens am Quorum scheitern, vielleicht sogar für S21 ausgehen. Die Chancen, dass S21 nicht gebaut wird tendieren gegen Null.
Wenn dann auch noch die SNAG kommt und eine der größten Vorteile des Bahnhofs zunichte machen will, dann möchte ich deren Akzeptanz mal sehen.
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31.08.2011 21:51 Uhr von mcSteph
 
+1 | -1
 
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@Zuckerstange: Die haben nicht "15 Jahre geschlafen" sondern es wurden seit Beginn der Planungen alle Einwendungen aus "Vertragsrechtlichen Gründen" abgeschmettert. Alles, was den Maulwurfs-Bahnhof in Frage gestellt hätte, wurde mit juristischen Winkelzügen abgewürgt.
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31.08.2011 23:25 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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@werasd: Wie will man solch eine Rechnung dem normalen Bürger erklären?

Wer zieht im Hintergrund die Fäden?
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31.08.2011 23:28 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Das war schon etwa 1910 geplant dass der Bahnhof nach unten soll. Wurde aber aus verschiedensten Gründen nie realisiert. Immer wurde das Projekt jedoch in Angriff genommen.
Der jetzige alte Bahnhof ist im Prinzip ein vorübergehendes Zweckgebäude.
Ich habe bereits als kleines Kind in der End-60er Jahren Modelle für einen unterirdischen Bahnhof gesehen.
Wir leisten uns ARD und ZDF für "jährlich" 4,5 Milliarden. Da wird doch wohl mal ein neuer Bahnhof drin sein.
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05.09.2011 21:20 Uhr von cookies
 
+0 | -0
 
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sinnlos: aus heutiger Sicht ist eine Verlegung der Schnellbahn durch die Innenstadt sinnlos. Schaut nach Frankfurt oder gar nach Frankreich: Der TGV fährt nie in die Metropole (außer Paris), sondern hält an einem peripheren Bahnhof mit Anschluss durch eine Navette. Der Tunnel hierfür wäre weitaus weniger aufwendig.
Somit wäre auch das geologische Problem gelöst.
Aber nein, lieber an einem falschen Entwurf festhalten.

Es ist mir schon klar, dass in Stuttgart was passieren muss, aber nicht so!

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