30.08.11 13:45 Uhr
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Frankreich: Schnellabschaltung aufgrund von Zwischenfall im AKW Cattenom

Am Montagmittag musste der Block 2 des Atomkraftwerks in Cattenom abgeschaltet werden.

Laut Angaben des saarländischen Umweltministeriums kam es zu einem Zwischenfall in dem vom staatlichen Energieversorger Électricité de France (EdF) betriebenen Kraftwerk.

Um 12:30 Uhr kam es zu einer Schnellabschaltung, die durch eine Schwankung des Wasserniveaus in den Dampfturbinen ausgelöst wurde. Laut Betreiber gab es keine Folgen für Sicherheit und Umwelt.


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WebReporter: J-o-h-a-n-n-e-s
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Atomkraftwerk, AKW, Zwischenfall, Abschaltung
Quelle: www.sr-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2011 13:45 Uhr von J-o-h-a-n-n-e-s
 
+3 | -6
 
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Fukushima lässt grüßen? Ich bin ja auch kein Freund von Panik mache, aber da ich relativ nah an Cattenom wohne hat mich die Schlagzeile alleine auch mal kurz ins Schwitzen gebracht...
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30.08.2011 14:05 Uhr von Mixuga
 
+5 | -0
 
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grottenschlechte Quelle: "Auslöser war eine Schwankung des Wasserniveaus in den Dampfturbinen."

In der Dampfturbine gibt es kein Wasserniveau. Wenn während des Betriebes Wasser in die Turbine gelangen würde, dann würde es das Teil komplett zerlegen.

Und im Übrigen: Da es sich hier um einen Druckwasserreaktor handelt und sich der Zwischenfall somit im zweiten Kreislauf ereignete, hat das absolut gar nichts mit der Reaktorsicherheit zu tun.
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30.08.2011 14:13 Uhr von J-o-h-a-n-n-e-s
 
+4 | -1
 
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@Mixuga: Ich bin weder Fachmann für Maschinen im Allgemeinen, noch für Turbinen im speziellen, aber eine Dampfturbine stelle ich mir so vor, dass sie von Dampf angetrieben wird. Für Dampf muss irgendwas verdampfen, in dem Fall vermutlich Wasser. Vielleicht sollte das "Wasserniveau" also eher "Dampfniveau" sein?
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30.08.2011 14:20 Uhr von Mixuga
 
+5 | -0
 
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@J-o-h-a-n-n-e-s: "Vielleicht sollte das "Wasserniveau" also eher "Dampfniveau" sein?"

Auch nicht richtig. Der Dampf gelangt hinter der Turbine in die Kondensationsanlage, wo wieder Wasser draus wird und wird von dort durch die Speisewasserpumpe wieder in den Dampferzeuger gepumpt. Innerhalb dieses zweiten Kreislaufes zwischen Dampferzeuger und Turbine ist der Wasserstand wohl anscheinend zu hoch geworden. Der gleiche Zwischenfall hätte sich auch in einem beliebigen Kohlekraftwerk ereignen können und wäre ebenso schnellabgeschaltet worden.
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30.08.2011 14:23 Uhr von J-o-h-a-n-n-e-s
 
+4 | -2
 
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Um es mit den Worten Kavkas zu sagen: "Hamma wieder was gelernt"
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30.08.2011 14:25 Uhr von NilsGH
 
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Wieder ein "Zwischenfall": Danke für die Erläuterungen Mixuga. Dennoch ist es verwunderlich, dass in Cattenom die häufigsten Zwischenfälle passieren. Schau dir mal einige Quellen zu dem AKW an. Bereits beim Bau wurde gepfuscht, was später im Betrieb zu Störungen führte und dazu, dass dauernd Teile ausgetauscht werden müssen, wleche ihre Lebenszeit noch nicht überschritten haben.

Habe über die Energiewirtschaft Frankreichs mal für ein Seminar eine Hausarbeit und einen Vortrag geschrieben. Es ist erschreckend, was da in Frankreich - und in Cattenom im Speziellen - abläuft.
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30.08.2011 20:41 Uhr von J-o-h-a-n-n-e-s
 
+0 | -0
 
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@nokia1234: "Fukushima lässt grüßen?" deshalb, weil die Assoziation direkt da ist, wenn man von Atomkraftwerken und Problemen liest. Oder ist unsere Welt wirklich schon so schnelllebig geworden, dass niemand mehr daran denkt?
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30.08.2011 21:07 Uhr von psycoman
 
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@Johannes: Fukushima lässt in Ermangelung eines Erdbebens sowie Tsunamis wohl eher nicht grüßen.

Die Abschaltung hat doch gut funktioniert. So soll es sein.

Keiner will Atomkraft, aber einen Wind- oder Solarpark, geschweige denn die "grüne" Alternative Kohlekraftwerk möchte auch keiner neben sich.

Tja, da wird es schwierig, Strom will ja jeder.
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30.08.2011 21:45 Uhr von J-o-h-a-n-n-e-s
 
+1 | -0
 
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@psycoman: Mal abgesehen davon, dass ich es unsinnig finde, sich über Assoziationen zu streiten, ist "Fukushima lässt grüßen?" nach wie vor als Frage formuliert. Insofern weiß ich nicht, ob Anlass besteht, darüber groß zu diskutieren.

Bei der Abschaltung gebe ich dir selbstverständlich recht. Bezüglich der "grünen" Alternative, hoffe ich, dass ich die Anführungszeichen richtig interpretiere, da Kohlekraftwerke nicht wirklich wesentlich besser sind für die Umwelt...
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30.08.2011 22:39 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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@Johannes: Das Fragezeichen habe ich überlesen und habe es daher als Aussage aufgefasst. Entschuldigung!

Die Anführungszeichen sollen zeigen, dass ich Kohlekraftwerke nicht als sinnvollen, erst recht nicht umweltfreundlichen, Ersatzt für AKWs betrachte. Die Partei die Grünen scheinen immer gegen Atomkraft zu sein, können jedoch, meiner Meinung nacht, nicht mit Alternativen aufwarten.

Inbesondere, wenn dann gegen die eigenen Alternativen, wie Solar-, Wind- oder Gezeitenkraftwerke wieder von der selben Partei demonstriert wird, weil dann der Weißspitzendödel, oder sonst eine Tierart bedroht/belästigt/aussterben könnte.

Auf AKWs verzichte ich gerne, da sie eben radioaktiven Müll verursachen, sobald denn bitte endlich mal in die umweltfreundlichen Alternaven und nciht in Kohle- oder andere Verbrennungskraftwerke investiert wird.

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