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Ärzte fordern absolutes Nachtflugverbot

Ein Arbeitskreis mit Ärzten aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen hat erneut vor gesundheitlichen Risiken durch Fluglärm gewarnt. Vor allem Bluthochdruck und kardiovaskulären Folgen werden durch den Krach der Flugzeuge begünstigt.

Dabei ist das Risiko dosisabhängig. Je mehr Fluglärm, desto höher der Blutdruck, desto mehr blutdrucksenkende Mittel müssten durch die behandelnden Ärzte verschrieben werden. Dabei bestehe kein Unterschied zwischen Wach- oder Schlafzustand.

Bei Fluglärm wechsele zudem häufig die Belastungsstruktur und wirke deshalb langfristiger als andere Lärmarten. Da sich die Grenzwerte weit oberhalb der Belastungsgrenze befänden, fordern die Ärzte ein absolutes Nachtflugverbot von 22:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr früh sowie zusätzliche Schallschutzmaßnahmen.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Belastung, Lärm, Bluthochdruck, Nachtflugverbot
Quelle: www.aerzteblatt.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2011 10:27 Uhr von Floxxor
 
+4 | -7
 
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Aber da lässt sich die Lobby schon was einfallen. Geld haben die ja, die sparen bei den Spritsteuern recht viel ein...
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30.08.2011 11:58 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -3
 
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Anti-Fettvertrag, Rauchverbote, jetzt auch Lärmver: bot?

Das wird es wohl nicht geben!
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30.08.2011 12:02 Uhr von Perisecor
 
+7 | -3
 
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Dann bitte auch ein Nachtsmusikhörverbot, Nachtsautofahrverbot, Nachtsmofaverbot, Nachtsaufderstraßeredenverbot und ähnliches.
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30.08.2011 12:22 Uhr von jpanse
 
+23 | -1
 
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Nachtsmofaverbot: ist gut. Die mit ihren jämmerlichen Zwiebacksägen die man in 2 km Entfernung immernoch hört....KAUFT EUCH EIN FAHRRAD.
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30.08.2011 12:56 Uhr von wichtiger
 
+1 | -0
 
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hmm ob man das durchsetzen kann !?
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30.08.2011 15:29 Uhr von tafkad
 
+2 | -0
 
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@CorradoG60: Die sind wie immer die gearschten. Siehe Baustellen vor der Haustür, Umzüge, Renovierungen o.ä. sollte man in einem größeren Wohnblock wohnen.
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30.08.2011 18:41 Uhr von Loader89
 
+3 | -0
 
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Nachtfahrten für Güterzüge: Wenn dieses Verbot tatsächlich durchkommt (ich wünsche es mir sehr!), sollten Güterzüge dasselbe Verbot bekommen.
Hier im Rheintal (Touristenstadt!) ist es in den letzten Jahren nachts wesentlich lauter geworden, schlafen ist anstrengend, wo es doch eigentlich Entspannung bringen soll.
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30.08.2011 21:50 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -1
 
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Man sollte eher überlegen ob man die Gebäude nicht einfach besser gegen den Lärm dämmt in betroffenen Gebieten.

Bei uns hat der Hafen an Anwohnern die neue Dämmung gegen den Schall bezahlt.

Wir brauchen nunmal diese Transporte und man kann nicht alles per Schiff abwickeln. Dann würden die gleichen Leute meckern wieso ihre Pakete solange brauchen.

Man kann auch nicht überall aufs Land ausweichen. Wir sind nunmal kein großes Flächenland das man eben ein Flughafen in die Pampa setzen kann.
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30.08.2011 23:30 Uhr von Perisecor
 
+1 | -1
 
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@ Dracultepes: Vor allem gibt es Flughäfen schon länger als die Leute, die drumherum günstig Wohnungen gekauft haben und sich nun beschweren.
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31.08.2011 00:05 Uhr von neminem
 
+1 | -2
 
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Find ich gut: Flugzeuge sind sowieso die größten Umweltverpester. Bringen freundlicherweise das CO2 auch gleich direkt da hin wos wirkt.
Die Welt sollte mal n bisschen auf die Bremse treten...

Die Leute wollen immer alles rund um die Uhr haben und merken dabei gar nicht wie sie sich dabei selbst fertig machen.
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31.08.2011 00:06 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@perisecor: Allerdings ändern sich Nachtflugzonen und auch die Frequenzen bzw. das Aufkommen ständig.

Jemand der da 1970 sein Haus gebaut hat guckt da schonmal dumm aus der Wäsche. Und jemand der nicht in einem Gebiet liegt das offiziel als Nachtflugzone gilt sondern direkt auf der Grenzen kriegt den gleichen Lärm ab wie seine Nachbarn, kriegt aber keine Schallschutzverglasung etc.
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31.08.2011 00:42 Uhr von Perisecor
 
+2 | -0
 
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@ Dracultepes: In Deutschland wurde die Nachtflugerlaubnis in den letzten 50 Jahren immer stärker reduziert.
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31.08.2011 01:03 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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@Periscor: "In Deutschland wurde die Nachtflugerlaubnis in den letzten 50 Jahren immer stärker reduziert."

Na dann macht das komplette Nachtflugverbot ja auch nichtsmehr wenn nur noch so wenig Maschinen nachts starten und landen.

Und für Tagsüber gibt es die Schallschutzverglasung und voila alle sind zufrieden.
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31.08.2011 02:48 Uhr von Lachendeswiesel
 
+2 | -0
 
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Flughafenlärm: Wir haben mal in der Nähe vom Münchner Flughafen gewohnt und anfangs dachten wir auch, die Flugzeuge fliegen bei uns durchs Haus hindurch. Man hat sich mit der Zeit daran gewöhnt und es hat kaum noch gestört.
Was ich interessant finde, ist die dortige Bevölkerung:
Dort werden Häuser gebaut, wie verrückt und dann gibts das große Rumgeheule, weil der "böse" Flughafen so viel Lärm macht. Wenn man wo hinzieht, sollte man doch wenigstens genug Grips besitzen, solche Probleme VOR dem Umzug zu berücksichtigen...
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31.08.2011 05:05 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ Dracultepes

Das Ganze ist nunmal nicht so einfach. In Frankfurt z.B. dürfen nachts ausgewählte Passagier- und Frachtflugzeuge starten und landen - z.B., weil das sonst mit der Zeitverschiebung in anderen Ländern nicht klappt oder Post u.ä. nicht pünktlich geliefert werden würde.

Solch extreme Nachtflugeinschränkungen hat aber außer Deutschland eigentlich kein anderes Land, vielleicht hinkt auch deshalb der deutsche Inlandsverkehr extrem nach.


"Und für Tagsüber gibt es die Schallschutzverglasung und voila alle sind zufrieden. "

Leider nicht. Die Leute bekommen den kleinen Finger gereicht und wollen den ganzen Arm, siehe z.B. BBI oder auch Frankfurt´s 3. Startbahn.

Nachdem Frankfurt jetzt ja schon quasi ein Nachtflugverbot hat, wollen die Leute auch gerne tagsüber weniger Verkehr und am Besten auch nichts mehr zwischen 20 und 23 Uhr und frühs natürlich bitte auch erst ab 7 Uhr und nicht ab 6.


"Schallschutzverglasung"

Dann beschweren sich die Leute, dass sie das Fenster nicht öffnen können. Bekommen sie dann eine Klimaanlage spendiert, beschweren sie sich, dass sie nicht im Freien sitzen kann. Nachdem es dann einen Wintergarten gibt, beschweren sie sich, dass das ja doch nicht das selbe ist.....


@ Lachendeswiesel

"solche Probleme VOR dem Umzug zu berücksichtigen... "

Macht doch niemand. Ist bei Autobahnen ja auch so, die gibt´s meistens auch schon länger, als die ältesten Einwohner der dortigen Gegend, aber es muss dagegen vorgegangen werden.

Ich würde da eine einfache Lösung vorschlagen:
- Wer gegen Flugverkehr ist, darf einfach keinen deutschen/europäischen Flughafen benutzen.
- Wer gegen Autobahnen ist, darf einfach keine deutschen Autobahnen benutzen.
- Wer gegen sämtliche Energiearten ist, der bekommt einfach den Strom abgestellt, gibt ja Generatoren.

Was meinst du, wie schnell dieses ewige sinnfreie und fortschrittfeindliche Gejammer aufhören würde...?
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31.08.2011 12:26 Uhr von neminem
 
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@perisecor: "-Wer gegen Flugverkehr ist, darf einfach keinen deutschen/europäischen Flughafen benutzen.
- Wer gegen Autobahnen ist, darf einfach keine deutschen Autobahnen benutzen.
- Wer gegen sämtliche Energiearten ist, der bekommt einfach den Strom abgestellt, gibt ja Generatoren."

Umgekehrt ist es natürlich einfach FÜR Autobahnen/Flughäfen zu sein, wenn man nicht selbst von deren Nachteilen betroffen ist. Dafür braucht es nicht mal eine Auseinandersetzung mit dem Thema, die aber eigentlich angebracht wäre, wenn man fair sein will. Denn was du an diesen kindischen Vorschlägen vergisst, ist, dass Flugzeuge auch dann noch fliegen, Güterzüge auch dann noch fahren- mit allen daraus resultierenden Konsequenzen - wenn man selbst darauf verzichtet sie zu benutzen. Und wieso sollte man ständig eigene Nachteile in Kauf nehmen bzw. die Vorteile dieser Transportmöglichkeiten nicht für sich nutzen, nur weil man im Prinzip für alle das Beste will. Man würde ja nicht nur für den eigenen Vorteil boykottieren, sondern auch für die Gesundheit der Nutznießer, die keinen Finger dafür krumm machen. Man könnte also genauso gut hergehen und sagen, jeder der entsprechende Verkehrsmittel nutzt, muss sich für eine Stunde am Tag 120db laute Geräusche aus der offiziellen Bundes-Ausgleichs-CD durch seine Kopfhörer reinziehen.



"Macht doch niemand. Ist bei Autobahnen ja auch so, die gibt´s meistens auch schon länger, als die ältesten Einwohner der dortigen Gegend, aber es muss dagegen vorgegangen werden."
Ja stimmt, ich kann mich noch gut daran erinnern, als unser Gründervater anno 1938 gesagt hat, kommt lasst uns an dieser Ader des Lebens, der Autobahn unsere Siedlung gründen. Wer kennt das nicht?

[ nachträglich editiert von neminem ]
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31.08.2011 20:29 Uhr von Perisecor
 
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@ neminem: "wenn man nicht selbst von deren Nachteilen betroffen ist"

Ich habe mehrere Jahre in der Nähe eines großen US Flughafens gewohnt und im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA quasi keinerlei Nachtflugbeschränkung. Genau wie an U- und S-Bahnen gewöhnt man sich aber auch an den Fluglärm, eben auch, weil die Gebäude gedämmt sind und alles klimatisiert ist.

Aktuell wohne ich Nahe der A8 und höre teilweise Flugzeuge auf dem Weg von/nach Stuttgart - von den (Güter)Zügen, die nachts hupend herumfahren, und irgendwelchen Deppen mit Mofas und Autos mit lauter Musik im Wohngebiet mal ganz zu schweigen.


Diese Dinge lassen sich aber quasi nicht beheben, wenn man nicht für unendliches Geld Straßen unter die Erde bringen oder auf einen erheblichen Teil unserer fortschrittlichen Gesellschaft verzichten möchte.


"wenn man selbst darauf verzichtet sie zu benutzen"

Das kann man in der heutigen Zeit doch gar nicht mehr. Und wenn man wirklich den großen Schritt geht und in einem weitläufigen Land wie den USA oder Russland fernab der Zivilisation in einer Hütte/Höhle lebt und jagen geht, dann hat man auch seine absolute Ruhe vor menschlichen Einflüssen.

Oder was glaubst du, wie die ganze Netzwerktechnik etc. transportiert wird, welche es dir gerade ermöglicht, hier clevere Kommentare abzugeben? Mit Luft und Liebe?


"nur weil man im Prinzip für alle das Beste will"

Weil das Wohl der Gemeinschaft über dem Einzelwohl steht. Ich fahre die A8 auch nicht so oft - dafür eben andere Autobahnen. Du benutzt vielleicht keine Personenzüge, dafür fährst du Auto und jemand, der das erträgt, fährt gerne mit der Bahn.


"jeder der entsprechende Verkehrsmittel nutzt, muss sich für eine Stunde am Tag 120db laute Geräusche aus der offiziellen Bundes-Ausgleichs-CD durch seine Kopfhörer reinziehen."

Eben nicht. Der absolute Großteil der Leute nutzt diese Verkehrsmittel und Transportwege ja nicht, weil es so lustig ist, sondern, weil man sonst überhaupt nicht voran käme.


"Wer kennt das nicht?"

Das kam und kommt in der Tat häufiger vor, denn damals wie heute gelten Autobahn nahe Lagen schlicht als besser angebunden als irgendein Kaff am Arsch der Welt.


Leute wie du, die sich am lautestesten beschweren, haben aber zu Bauzeiten der meisten Autobahnen noch nicht gelebt.

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