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Google: Milliardengewinne durch Steueroasen

Durch legale Steuertricks konnte der Internetkonzern Google in den vergangenen Jahren sein Steueraufkommen um ein erhebliches Maß senken. Länder wie die Niederlande, Irland und Bermudas dienen dabei als Steueroasen. Die Politik hingegen schaut hilflos zu.

So erzielte der Konzern in der Geschäftsstelle Irland im Jahr 2009 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro aber nur einen Gewinn von 45 Millionen Euro. Grund ist der hohe Verwaltungsaufwand in Form von Lizenzgebühren für Patente, die intern nach Irland an eine zweite Tochtergesellschaft gezahlt wurde.

Diese zweite Sparte wird aber von den Bermudas aus gelenkt und ist in Irland nicht steuerpflichtig. Die Gewinne werden dann über die Niederlande in die Karibik transferiert, worauf Google keine Abgaben abführen muss. Am Ende zahlt der Konzern effektiv einen Steuersatz von drei Prozent.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Google, Steuer, Google+, Irland
Quelle: www.faz.net

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2011 15:46 Uhr von sicness66
 
+23 | -2
 
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Google ist nicht der einzige Konzern der so vorgeht und das sogenannte "Double Irish" und "Dutch Sandwich" ausnutzt, nur wurde der Konzern explizit unter die Lupe genommen.
Google zahlte im Jahr 2010 nur 174 Millionen Dollar Steuern bei einem Gewinn von 5,8 Milliarden Dollar. Innerhalb von drei Jahren konnte Google somit 3,1 Milliarden Dollar sparen.
Unfassbar, wie einzelne Länder, die EU und auch die USA Unternehmen bei der bewussten Veruntreuung zusehen und nicht reagieren.
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29.08.2011 16:07 Uhr von K.T.M.
 
+11 | -2
 
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Erinnert mich an die Simpsons Episode "The Joy of Sect"

Mr. Burns: Smithers, why haven´t I heard of this "The Leader"? He´s as rich and wicked as I, but he seems to enjoy tax exempt status!
Smithers: Actually, sir, with our creative book-keeping and corporate loop holes we only pay three dollars a year.
Mr. Burns: [Shocked] You´re right, we´re getting screwed!
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29.08.2011 16:24 Uhr von sicness66
 
+4 | -0
 
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@K.T.M: Kam gestern, Zufall ? :)
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29.08.2011 18:07 Uhr von no_trespassing
 
+15 | -0
 
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Und auf der anderen Seite darf Irland dann mit einem EU-Rettungsschirm finanziert werden, den die anderen Staaten der EU mit ihrem Steueraufkommen bewältigen müssen.

Es wäre nur richtig, wenn dadurch die Bedingung gestellt wird, dass Irlands Parlament sich diesen Steuerschlupfloch-Lücken widmet, um sich irgendwann wieder selbst zu finanzieren.
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29.08.2011 19:36 Uhr von lopad
 
+3 | -2
 
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@no_trespassing: "Es wäre nur richtig, wenn dadurch die Bedingung gestellt wird, dass Irlands Parlament sich diesen Steuerschlupfloch-Lücken widmet, um sich irgendwann wieder selbst zu finanzieren. "

Und dann? Dann wandern die ganzen "Tochtergesellschaften" in andere Steueroasen ab und in Irland gehn die Lichter aus.

Die Leben davon und darum schaut halt jeder weg.
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29.08.2011 19:48 Uhr von DarkBluesky
 
+2 | -0
 
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Da zeigt sich: wieder wie, diese Firmen ihre Kohle in Sicherheit bringen. Ich gehe davon aus das, Microsoft und Apple, das genauso halten. Und warum wird nicht, das Loch geschlossen??????? So werden die Gewinne für die Aktionäre gemacht, sonst springen die auch noch ab. (Ironie)
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29.08.2011 21:39 Uhr von cantstopfapping
 
+3 | -6
 
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google gönne ich es schliesslich bereichert kaum ein anderes unternehmen das internet so sehr. und dazu alles kostenlos. wäre ich jemand, der da mitspracherecht hätte, würde ich bestimmt genauso handeln. warum dem deutschen staat die steuergelder in den rachen werfen, wo das geld dann sowieso nur verpulvert wird?
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29.08.2011 21:52 Uhr von sicness66
 
+5 | -1
 
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@cantstopfapping: Genau. Wir stellen als deutscher Staat (Human-)Kapital und Boden bereit, damit Großkonzerne Briefkastenfirmen in Übersee beschäftigen und ihre Gewinne einfahren dürfen. Schönes System. Aber beim nächsten mal meckern, wenn man wieder durchs Schlagloch fährt...
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29.08.2011 22:24 Uhr von cantstopfapping
 
+3 | -2
 
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@sicness66: das mein ich ja, selbst wenn der deutsche staat die steuern bekommen würde, würde das geld nicht bei uns investiert werden. da mal zig milliarden nach griechenland, da mal ein uboot subventionieren. so verkleckert man die dringend benötigte kohle. und deshalb hat deutschland das geld gar nicht verdient. tut mir leid, aber das ist meine meinung. *in-deckung-geh* ;-)
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29.08.2011 23:14 Uhr von sicness66
 
+1 | -0
 
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@cantstopfapping: Deine Argumente basieren auf dem verteilungspolitischen Dilettantismus der Politiker. Aber das hat nichts mit der Steuerhoheit des deutschen Staates zu tun. Das ist ja nur ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Rollen zwischen Koch und Kellner gedreht haben.
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30.08.2011 10:03 Uhr von Floxxor
 
+0 | -0
 
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@cantstop: Auch wenn das auf sn manchmal anders erscheint, das meiste Geld geben wir noch selber aus ;-)

Mal abgesehen davon, gefällt mir die Firma Henkel mit ihren tollen Waschmitteln sehr gut. Deiner Logik nach, sollte ich jetzt für Steuerfreiheit für den Konzern plädieren oder ?

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