Google: Milliardengewinne durch Steueroasen
Durch legale Steuertricks konnte der Internetkonzern Google in den vergangenen Jahren sein Steueraufkommen um ein erhebliches Maß senken. Länder wie die Niederlande, Irland und Bermudas dienen dabei als Steueroasen. Die Politik hingegen schaut hilflos zu.
So erzielte der Konzern in der Geschäftsstelle Irland im Jahr 2009 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro aber nur einen Gewinn von 45 Millionen Euro. Grund ist der hohe Verwaltungsaufwand in Form von Lizenzgebühren für Patente, die intern nach Irland an eine zweite Tochtergesellschaft gezahlt wurde.
Diese zweite Sparte wird aber von den Bermudas aus gelenkt und ist in Irland nicht steuerpflichtig. Die Gewinne werden dann über die Niederlande in die Karibik transferiert, worauf Google keine Abgaben abführen muss. Am Ende zahlt der Konzern effektiv einen Steuersatz von drei Prozent.