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Lkw-Fahrer wegen Verspätung nach Unfallhilfe fristlos gefeuert

Ein Lkw-Fahrer, der einem Geschwisterpaar nach einem schweren Unfall auf der A6 bei Ansbach zur Hilfe kam, verlor einen Tag später seinen Job, weil seine Ladung nicht rechtzeitig beim Kunden eintraf.

Mit seinem Einsatz an der Unfallstelle hat er den beiden Pkw-Insassen vermutlich das Leben gerettet. Aus dem Fahrzeug, das ungebremst in das Heck eines Lkw gefahren war, schlugen bereits Flammen. Die Fahrerin (26) und ihr Bruder (27) waren hilflos im Fahrzeug eingeklemmt.

Der Chef des Truckers begründete die Kündigung damit, dass der Lkw-Fahrer schon verspätet gewesen sei, bevor er an der Unfallstelle eintraf. Die Kündigung habe mit dem Unfall nichts zu tun.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Fahrer, Lkw, Verspätung
Quelle: www.bild.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2011 12:17 Uhr von kickingcrocodile
 
+155 | -8
 
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Dieser Chef ist - ganz abgesehen von moralischen Aspekten - einfach nur dumm. Die selbstlose Hilfeleistung seines Mitarbeiters hätte eine Super-Reklame für seinen Laden sein können. So aber ist zu hoffen, dass sich schnell herumspricht, um welche Firma es sich handelt. Das wird es dank Trucker-Foren im Internet sicherlich auch tun. Ob das so gut für die Firma ist?
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29.08.2011 12:20 Uhr von Jaecko
 
+164 | -7
 
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"Die Kündigung habe mit dem Unfall nichts zu tun. "

Jaaa, genau. Is klar.
Würd den Chef anzeigen wegen Anstiftung zu unterlassener Hilfeleistung...

Andererseits... kann man so einem "Chef" auch nur wünschen, selbst in ne Situation zu kommen, wo dann _NIEMAND_ anhält. Mal schaun wie er dann schaut...

[ nachträglich editiert von Jaecko ]
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29.08.2011 12:37 Uhr von SNnewsreader
 
+12 | -130
 
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29.08.2011 12:38 Uhr von DerMaus
 
+66 | -5
 
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Hoffentlich klagt der Fahrer sich eine dicke Abfindung ein. Und zusätzlich ne Anzeige gegen den Chef wg. Anstiftung zu einer Straftat (unterlassene Hilfeleistung).
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29.08.2011 12:39 Uhr von capgeti
 
+10 | -107
 
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29.08.2011 12:45 Uhr von meisterallerklassen
 
+90 | -1
 
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@SNnwesreader: Wenn er eh schon zu spät dran war, dann muss der Disponent des Frächters bzw. der Spedition reagieren.

Der Fahrer kann nur so schnell sein wie es zulässig ist (Straßenverkehr, Be- Entladeverzögerungen etc.)

Schlichtweg ein schlechter Disponent. (Und ich arbeite selber in der Branche.)
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29.08.2011 13:04 Uhr von capgeti
 
+7 | -28
 
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29.08.2011 13:04 Uhr von HolziSTL
 
+16 | -2
 
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Zum Glück gibt es einen Fahrtenschreiber, der genau das zeigt, was passiert ist ;)
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29.08.2011 13:21 Uhr von Nobody-66
 
+25 | -3
 
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@capgeti: wo steht denn, wieso er zu spät losgekommen ist? vielleicht, weil die verladung länger gedauert hat? und das muss nicht am fahrer liegen!
auch ist die zeit, die die fahrer für eine strecke bekommen, auf das minimalste berechnet. wehe, da ist mal ein stau oder eine kontrolle des BAG. da kann die zeit ganz schnell sehr knapp werden. und dann kommt es wieder zu elefantenrennen, weil jede sekunde zählt....
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29.08.2011 13:22 Uhr von Ivan Barsukow
 
+33 | -1
 
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soo: an alle die Denken, das der Spediteur bei Unfällen und daraus resultierender verspätung zahlen muss: es stimmt nicht. Fällt unter höhere macht. so wie zb überflutungen. da der fahrer gesetzlich dazu verpflichtet ist anzuhalten und zu helfen, muss der spediteur nicht zahlen. jeder der nen güterkraftverkehrunternehmer /speditionskaufmann kennt kann gerne nachfragen.
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29.08.2011 13:29 Uhr von r3c3r
 
+11 | -3
 
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Haha, ja genau. Wenn ich schon die Quelle "Bild" lese. Wieder so eine Story die von Bild, so wie sie es wollen, rumgedreht sein kann.
Erinnert mich an die Geschichte mit dem Jungen, der mit Fahrrad + Mutter in der Bahn unterwegs war und laut Bild ein "böser Schaffner" das Fahrrad einfach so aus dem Zug geschmissen hat und es seitdem verschwunden ist. Zu Lang um alles nochmal zusammenzufassen, aber am Ende war es die Schuld der Mutter und das Fahrrad wurde lediglich am Bahnhof einem Mitarbeiter übergeben.

Selbst falls diese Geschichte hier wahr sein sollte, hört doch bitte auf alles sofort zu Glauben, vorallem wenn "BILD" darüber steht.


Und vor ALLEM: Ein Mitarbeiter wird mit Sicherheit nicht wegen ner einmaligen Verspätung gefeuert. Ihr wisst nichtmal wie spät er dran war und wieso. Gut möglich das er 20-30 Minuten zu spät dran war wegen dem Unfall, aber was wenn er insgesamt über ne Stunde zu spät dran war?
Anstatt alles zu glauben, mal ein wenig Hirn benutzen und Hinterfragen!

[ nachträglich editiert von r3c3r ]
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29.08.2011 13:45 Uhr von silas89
 
+20 | -0
 
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Mir egal, ob er auch sonst entlassen worden wäre er hat vermutlich Leben gerettet. Dann entlässt man den nicht wegen der Verspätung von genau dieser Fahrt.

Ich finde sogar, dass man ihm nach Möglichkeit einen Tag frei geben sollte zur Erholung und als Belohnung.
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29.08.2011 13:51 Uhr von Kappii
 
+6 | -0
 
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auch wenn: die Politiker/Regierung und Gerichte hier auf shortnews eher unbeliebt sind, wird man davon ausgehen können, dass ein Richter schlau genug sein wird um herauszufinden was wirklich passiert ist. Und natürlich kann man nicht gekündigt werden weil man geholfen hat.
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29.08.2011 14:09 Uhr von PeterLustig2009
 
+6 | -0
 
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Das ist ja eine BILD-Nachricht wie sie im Buche: steht :)

Die große Ungerechtigkeit bei Firma XY

Heute morgen der Autofaher der Wochen vorher bei Facebook postet dass Autofahren eine Kunst sei und dann tödlich verunglückt. Nun wieder ein Fall der Arbeitgeber als "unmenschen" dastehen lässt.

Wie r3c3r schon sagt nicht immer alles glauben.

Vor kurzem mit der ICE -Story doch das gleiche

Erst war es der böse Schaffner und wenn man sich dann genau informiert kommt raus, dass die Mutter gesagt hat dass das Fahrrad raus soll und dieses an einen Bahnmitarbiter zur Verwahrung gegeben wurde.

Hier wird es sicherlich auch anders gewesen sein
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29.08.2011 15:54 Uhr von CrazyWolf1981
 
+4 | -0
 
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Und da: der Brummifahrer eh nicht mehr als fahren kann, kann man es so auslegen als hätte der Chef ihn noch dazu genötigt gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen etc. zu verstoßen. Denn zu langsam fahren die LKWs eigentlich nie. Also was kann der Fahrer dafür?
In so Fällen: Name und Anschrift der Spedition + Chef preisgeben. Das ist Werbung pur.
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29.08.2011 15:57 Uhr von Chuzpe87
 
+4 | -0
 
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LKW Fahrer: Solchen Chefs sollte man direkt den Betrieb wegen asozialem Pennerverhalten wegnehmen.
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29.08.2011 16:10 Uhr von internet1985
 
+1 | -0
 
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Digitaler Tachograph: Was sagt denn der digitale Tachograph zu dem Thema?

Es stimmt zwar, dass der Fahrer nur so schnell ist, wie sein Disponent ihn plant. Jedoch ist er für seine Fracht selbst verantwortlich.

An Hand der Tachokarte sieht man ja, wann er wo losgefahren ist, wie seine Standzeit war und wann er angekommen ist.

Das der Unfall passierte und ob er geholfen hat oder nicht, ist hier vollkommen irrellevant. (Man kann ja vorher auch nicht wissen, wie lang man im Stau steht.)

Auch wird man nicht nach 1x zu spät kommen fristlos entlassen. Das muss er schon regelmäßig geschafft haben.

Ich freu mich genauso wenig drüber, wie ich Mitleid habe. Als Außenstehender kann ich es nämlich mal so gar nicht beurteilen.

MfG
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29.08.2011 16:37 Uhr von Essus
 
+1 | -1
 
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@SNnewsreader: Willst du uns wirklich weiß-machen, dass ein bzw zwei Menschenleben durch Geld aufzuwiegen sind....
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29.08.2011 16:44 Uhr von BGrassl
 
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Bevor hier gemeckert wird zitiere ich mal den Disponenten (was die Bild nämlich unterschlägt):

´Leider hat Hr. Schmidt in der Hektik unbeabsichigt oder nicht dem Reporter wesentliche Dinge vorenthalten:1. der Unfallort ist ca. 100 km östlich von der vorgegebenen Transportroute; was hatte er dort zu suchen?; er hatte in der zweiwöchigen Betriebszughörigkeit tgl. ca. 3-4 Stunden Verspätung; bereits nach der 3. Tour hatte er bei unserem Hauptkunden Hofverbot;er hat die Ladung trotz des Unfalls noch geladen; nur war er danach ca. 30 Stunden nicht mehr erreichbar; wir konnten den Kontakt erst über unseren Verlader am Mittwoch ab 10 Uhr wieder herstellen (der Unfall war am Montag ca. 08 Uhr); NOCHMALS KLAR UND DEUTLICH:: Menschenleben geht mit Sicherheit vor Kommerz, d.h. die Hilfe bei Unfall ist hoch anzurechnen, hat aber mit der ZWEI Tage späteren Kündigung nichts zu tun (Hr. Schmidt hat sich am MIttwoch um 10 Uhr krank gemeldet)´

Man sollte doch bitte immer beide Seiten komplett und unparteiisch hören, oder?!

[ nachträglich editiert von BGrassl ]
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29.08.2011 16:46 Uhr von KingPiKe
 
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