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Schottland: Archäologen wollen den runden Tisch von König Artus gefunden haben

Archäologen von der Glasgow University wollen den legendären runden Tisch von Königs Artus in Schottland gefunden haben.

Er soll sich unter King´s Knot in Stirling, einem geometrisch gestalteten Erdbau, der früher ein landschaftlich gestalteter Schlossgarten gewesen ist, befinden. Forscher wollen bei einer Untersuchung eine "kreisförmige Struktur" unter der Erde entdeckt haben.

Obwohl King´s Knot auf 1620 datiert ist, wird der Hügel in der Mitte auf viel älter geschätzt. Viele schriftliche Überlieferungen stellen einen Zusammenhang zwischen dem berühmten runden Tisch, der aus der Artus-Saga bekannt ist und der Gegend um den Stirling Castle, her.


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WebReporter: irving
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Archäologie, Schottland, Tisch, Mittelalter, König Artus
Quelle: www.telegraph.co.uk
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2011 11:58 Uhr von artefaktum
 
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König Arthus´ runder Tisch kann es ja schon mal gar nicht sein, weil dieser bekanntermaßen eine Sagengestalt ist.
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27.08.2011 12:32 Uhr von preistoria
 
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Och ne: Jetzt hätte ich beinah gesagt: Schon wieder??
Die Meldung kommt doch alle Nase lang, genau wie man immer wieder den Gral angeblich entdeckt.
Bisher dachte ich immer, die Tafelrunde wäre eine Erfindung von Wace oder wie der Mann hieß mit seinem Brutus-Roman. Ich meine, dort taucht sie erstmals auf und war in den vorangegangenen Überlieferungen unbekannt.
Ob Artus jetzt tatsächlich eine reine Sagengestalt ist oder nicht, wird sich wohl nie endgültig klären lassen, aber das ein oder andere Element kam nachweislich erst viel später in den Sagenkreis hinein - Merlin, Gral, und eben auch die Tafelrunde, daher ist es an sich schon unsinnig, überhaupt danach zu suchen...
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27.08.2011 12:52 Uhr von hboeger
 
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@autor @artefaktum: König ohne "s" und Artus ohne "h" .

[ nachträglich editiert von hboeger ]
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27.08.2011 12:54 Uhr von Akaste
 
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joa: Damit reiht sich auch das in die lange Liste der unglaublichen Funde ein. So wie Sherlock Holmes Pfeife, James Bonds lange verschollenes Kristall Martiniglas und die Violette Hose des Hulk^^

[ nachträglich editiert von Akaste ]
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27.08.2011 15:23 Uhr von Mike_Donovan
 
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guuuul: ugggguu gagaaaa uuuulllllllllllll
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27.08.2011 16:31 Uhr von Hallominator
 
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Yay, eine kreisförmige Struktur :): Da haben se bestimmt das Stargate gefunden.
Find ich super!
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27.08.2011 19:08 Uhr von IceWolf316
 
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es sich bei dem Fund nun um die Tafelrunde handelt oder nicht, ich halte es für absolut unsinnig eine weder erwiesene noch wiederlegte Sage sofort als Unwahr abzustempeln.

In jeder Sage steckt ein Kern Wahrheit, ob es sich um die "Götter" der Nordischen Mythologie, Jesus Christus Wunder oder sonst etwas handelt. Die Person Jesu gab es und die Götter waren einfach Entitäten an die die Menschen damals glaubten um sich manche Phänomene zu erklären.

Wer sagt uns den das es nicht wirklich eine Tafelrunde gegeben hat? Ohne Artus, ohne den Heiligen Gral, sondern einfach eine Versammlung in der JEDER gleich war?

Die meißten Menschen glauben auch daran das Jesus Christus Blinde durch Hand auflegen heilte oder übers Wasser gehen konnte. ODer noch sinnloser: Seine Auferstehung!
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27.08.2011 21:17 Uhr von preistoria
 
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@IceWolf316: Es geht ja nicht um irgendeine Tafelrunde oder den Wunsch nach einer Gleichstellung etc., sondern ganz konkret und schon in der Überschrift um DIE Tafelrunde von König Artus. Archäologie ist keine Jagd nach Mythen, sondern wissenschaftliche Arbeit, die auf Fakten basieren sollte.
In der Quelle werden die "Hinweise" auf den Zusammenhang zum Artus-Mythos genannt, und sie stammen alle aus einer Zeit um rund 200 Jahre nach Wace und seinem Roman de Brut. Diese Autoren kannten Wace und Artus mit seiner Tafelrunde war zu dieser Zeit bereits genauso beliebt wie er heute immer noch ist. Und auch damals waren es schon Geschichten, keine Geschichte, weil die Ursprünge niemand mehr kannte.
Also was immer man da auch gefunden hat, hat mit dem Artus des Mittelalters und seiner Tafelrunde mit Sicherheit nichts mehr gemein. Das ist dann, wenn überhaupt, der von dir erwähnte Wahrheitskern :-)
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28.08.2011 08:47 Uhr von IceWolf316
 
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@Preistoria: So ich muss dir direkt den Wind aus den Segeln nehmen ;) Archäologie, ebenso wie Ur- und Frühgeschichte, sind keine exakten Wissenschaften, sondern nur annähernde Wissenschaften. Dieser Umstand wurd mir in meinem Archäologie Studium beigebracht ;)

ABER du hast meine Intentionen völlig missverstanden. Es ging mir nicht darum das dies jetzt DIE Tafelrunde ist. Sondern darum das kategorisches Ausschließen auf Grund der Tatsache das es eine Sage ist, faktisch falsch wäre. Ich wage zu bezweifeln das es die Sagenhafte Tafelrunde ist, aber vielleicht ist es eine von der Sage inspirierte Tafelrunde.

Und wer sagt dir das Wace die Idee für sein Roman de Brut nicht durch reale Ereignisse oder gegebenheiten hatte? Richtig, niemand. Den ihn können wir leider nicht mehr fragen ;)
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28.08.2011 10:45 Uhr von preistoria
 
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@IceWolf316: Du bist vom Fach? Also ehrlich, das erschüttert mich jetzt. Ich hätte dich eher so in die Grenzwissenschafts-Ecke gesteckt nach deinem ersten Eintrag.
Natürlich ist die UFG keine exakte Wissenschaft, aber auch keine Phantasiewelt, in der man sich tummeln kann, wie einem beliebt. Mit "Fakten" meinte ich, dass man erst einmal das nehmen muß, was tatsächlich da ist, und nicht gleich irgend etwas zusammenspinnen soll, nur weil es vielleicht in irgendeiner Weise Ähnlichkeiten zu dem berühmtesten (und bei weitem nicht einzigen) Mythos der Gegend aufweist.

Nehmen wir doch spaßeshalber die Fakten aus dem Artikel:

1. Wir haben eine Anlage auf dem Jahr 1620, die offenbar noch wenig erforscht ist.
2. Neuere Untersuchungen ergaben, dass der mittlere abgeflachte Hügel älter zu sein scheint, die Anlage, so wie sie heute erhalten ist, also in mehreren Phasen entstand.
3. Es gibt Sagen, die seit Jahrhunderten um diese Anlage kursieren und sie mit Artus´ Tafelrunde in Verbindung bringen, u.a. drei schriftliche Hinweise von 1375, 1478 und 1529.

Wer daraus gleich die obigen Schlüsse zieht, ist kein Archäologe, sondern ein Träumer. Bis jetzt ist es einfach nur irgendeine kreisförmige Struktur ohne genauere Altersbestimmung. Die Autoren dieser drei Quellen kannten die ältere Struktur offenbar (was uns einen Hinweis auf die Datierung geben könnte) und haben sie für sich interpretiert, genau wie man früher dachte, die Megalithen wären von Riesen erbaut worden usw. Geoffrey of Monmouth behauptet in seinem Werk ja auch, Merlin hätte Stonehenge erbaut indem er die Steine von Irland nach England hat fliegen lassen.
Dieser Mr. Harrison etwas weiter unten in der Quelle sagt ja auch genau das - die Leute damals kannten die Struktur und glaubten, es wäre die Tafelrunde. So entstehen Sagen. Bei uns in der Nähe gibt es des "Teufels Butterfaß" mit entsprechenden Legenden dazu - such ich jetzt nach Hinweisen auf den Eingang zur Hölle? Irgendeinen wahren Kern muß das doch haben, oder? Ich weiß ja nicht...

Was ich eigentlich sagen wollte, war ja nur, dass man aufgrund einer unerforschten kreisförmigen Anlage und einer lokalen Sage nicht gleich durch die Presse posaunen sollte, man hätte die Tafelrunde von König Artus gefunden. Bevor dieser Vorgängerbau nicht wenigstens datiert ist, sollte man erst einmal gar nicht rumraten. Könnte peinlich werden, wenn es letztendlich nur der örtliche Misthaufen war... :-D
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28.08.2011 12:31 Uhr von IceWolf316
 
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@preistoria: Nein, mit Grenzwissenschaften hab ich wenig am Hut, auch wenn ich nichts kategorisch ausschließe, eben wie man es mir im Studium beigebracht hat ;)

Fakten sind in Archäologischen zusammenhängen immer etwas... fragwürdig. Allerdings gebe ich dir ja, bei diesem Speziellen beispiel hier absolut recht. In meinem Eingangspost wollte ich lediglich darauf aufmerksam machen, das man nichts ausschließen kann und sollte, solange kein definitiver Gegenbeweis erbracht wurde. Wie sonst kann man sich die Verblendung von sovielen religiösen Menschen erklären, die tatsächlich glauben das Jesus Gottes Sohn war?

Zu deinem Teufels Butterfaß möchte ich nur sagen, das es kein Eingang zu Hölle sein wird, sondern Vermutlich sind dort schrecklich Dinge geschehen oder Dinge mit denen die Menschen damals nicht umzugehen wussten. Sprich das was man allgemein als Hexerei bezeichnet und was wir heute eher als Naturkunde verstehen. Der Mensch ist von alters her ein Abergläubiger gewesen und dadurch entstehen solche namen.

Ebenfalls wollte ich nie darlegen das es Artus und seine Tafelrunde so gegeben hat, wie die Sage es berichtet, aber die Sage KANN einen Wahrenkern beinhalten. Ein Konzil von Menschen in dem jeder Gleich ist, war früher nicht ganz unbekannt. Und selbst wenn es nur in einem kleinen Bauerndorf war und ein Barde oder ähnliches dies als recht und redlich angesehen hat, so kann sich die Sage von der Tafelrunde weiter spinnen.

Allerdings weise ich auch daraufhin das dieses ganze Konstrukt, wie alles in der Geschichtlichen Forschung, eher eine Vermutung ist den ein Beweis. In diesem Fall kann man es weder Beweisen noch als absoluten Mumpitz abtun, den man hat weder Beweise für das eine noch das andere...

Im endeffekt sehen wir diese Schlagzeile ähnlich, nur das ich einen vorredner darauf hinweisen wollte das nur weil etwas eine Sage ist, es noch lange nicht auch so ähnlich gewesen sein könnte ;)

EDIT:
Mal ganz ab davon das Archäologie und Geschichte den meißten Menschen eh nichts bedeutet, finde ich es allerdings auch Bedenklich mit solchen Dingen, in dieser unbewiesenen bzw unhaltbaren Vermutung, an die öffentlichkeit zu gehen. Man wird als Archäologe allgemein schon verlacht als Sandkastenbuddler und solche Berichte sind dem Ruf der Archäologie als seriöse Forschung, nicht gerade zuträglich.

[ nachträglich editiert von IceWolf316 ]
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28.08.2011 13:01 Uhr von preistoria
 
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@IceWolf316: Mir hat man im Studium beigebracht, dass man manche Dinge ausschließen MUSS, um überhaupt zu irgendeinem Ergebnis zu kommen :-D Dass das dann häufig an der Realität vorbeigeht, ist mir aber auch klar.
Deinem Edit kann ich nur aus ganzem Herzen zustimmen. Vielleicht war mein erster Post deswegen so extrem formuliert. Irgendwann hat man es einfach satt, sich ständig für seinen Beruf rechtfertigen zu müssen. Ich stolpere bei meinen Forschungen derzeit sehr häufig über den Artus-Mythos und mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich sehe, was in der Fach(!)-Literatur publiziert wird. Wenn dann schon zwischen den Mittelalterquellen und der Latènezeit gar kein Unterschied mehr gemacht wird und alles 1:1 übertragen wird, sowohl von Archäologen als auch von Sprachwissenschaftlern, dann hört der Spaß einfach auf. Da sollte man sich über die Regenbogenpresse eigentlich gar nicht mehr aufregen...

Beim Teufels Butterfaß hab ich vergessen zu erwähnen, dass das einfach nur eine etwas ungewöhnliche Steinformation ist. Nicht weit davon gibt es auch einen "Teufelsgraben" und andere ähnliche Bezeichnungen für ungewöhnliche Landschaftsformen. Ich denke nicht, dass da viel mehr dahintersteckt. Und ja, Aberglaube ist dort immer noch ein wichtiges Thema, so dass man vielleicht diesen Orten an bestimmten Zeiten (Vollmond etc.) aus dem Weg gegangen sein wird. Sobald man etwas einen Namen gibt, verleiht man ihm Macht.
Eben bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der jemand behauptet, es wäre ein "Sonnenheiligtum". Es geht munter weiter im Geschichten erfinden :-D

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