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Venezuela ist zum Zentrum der internationalen Kriminalität geworden

In Venezuela sind Kriminalität und Gewalttaten mittlerweile außer Kontrolle geraten. Traurige Bilanz: Alle halbe Stunde ein Todesopfer, dazu stündlich Raubüberfalle und Entführungen. Gründe sind der weitverbreitete Waffenbesitz und Banden-Verteilungskämpfe im Drogenmarkt unter einer korrupten Polizei.

Kolumbianische Guerillas sowie Paramilitärs, die mit der venezoleanischen Drogenmafia zusammenarbeiten, verbreiten dazu die Gewalt noch, ebenso wie die Polizei Venezuelas, die in den letzten Jahren tausende außergerichtliche Erschießungen durchgeführt hat.

Staatspräsident Hugo Chávez bekämpft die organisierte Kriminalität nicht mit allen Mitteln. Schon mehrere amtierende Generäle sind in die Drogengeschäfte des Landes verwickelt. Chávez drohte der Opposition derweil im Falle einer Wahlniederlage mit bewaffnetem Widerstand.


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WebReporter: Rechthaberei
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gewalt, Todesopfer, Korruption, Venezuela, Kriminalität, Drogenpolitik
Quelle: www.zeit.de

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26.08.2011 09:26 Uhr von Rechthaberei
 
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Es scheint so als würden die Zustände Kolumbiens sich auf Venezuela nicht nur immer weiter ausbreiten, sondern sogar ähnliche Formen annehmen, wenn Hugo Chávez zum bewaffneten Widerstand mit seinen Anhängern aus der Bevölkerung und Militärteilen übergeht.
Seit Jahrzehnten schwelt in Kolumbien ein bewaffneter Konflikt zwischen linksgerichteten Guerillatruppen, rechtsgerichteten Paramilitärs und der regulären kolumbianischen Armee:

http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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26.08.2011 10:03 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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...und der größte aller Verbrecher heißt wohl zufällig Hugo Chavez - denn der hält seine Hände über die laut OPEC größten Öl-Reserven weltweit. Nun ja, was soll man von einer Zeitung, die mit der FDP verheiratet ist, schon viel erwarten.

Man sollte ein wenig differenzieren, worum es bei der ganzen Sache geht. Weil Chavez linksgerichtete Guerillatruppen nicht ganz so hart verurteilt wie rechtsgerichtete Paramilitärs, muss er nicht per se ein Unmensch sein. Die jahrelangen Zustände in Kolumbien unter rechts sind schließlich auch nicht erstrebenswert. Entführungen und Drogen sind dort an der Tagesordnung - kaum jemand, der kein Opfer kennt. Leider schwappt diese Unart über die Grenze nach Venezuela herüber.

"...die Polizei Venezuelas, die in den letzten Jahren tausende außergerichtliche Erschießungen durchgeführt hat".

Man nenne mir ein lateinamerikanisches Land, wo dies nicht vorkommt - und längst nicht von der Regierung gutgeheißen werden muss? In einer von vielen Deutschen sehr beliebten Urlaubsdestination (Name sei hier unerwähnt) hört man von Pensionsbesitzern, die Polizei trete schon mal an sie heran um mitzuteilen, man möge lästige Zeitgenossen ruhig zur Seite räumen - den Papierkram übernimmt dann anschließend die Polizei - so herum sei es einfacher.

Dauert nicht mehr lange, dann ist es auch in Deutschland (wieder) so weit.

Chavez tut viel, um Armut zu lindern. Manchen geht es nicht schnell genug: Die Verführung, auf den tropischen Äckern dieser Breiten Drogenanbau für US-Konsumenten zu betreiben, erklärt sich eben auch aus der Sanktionspolitik Washingtons gegenüber Venezuela und dem Umstand, dass die alte durch Washington geförderte Elite, die sich jahrelang am Öl des Landes gelabt hat, bis heute mit ungleichen (finanziellen) Waffen kämpft, um die alten Zustände wieder herzustellen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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26.08.2011 10:19 Uhr von maki
 
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Fehlen nur noch quaddel und peridingens :-D
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26.08.2011 10:45 Uhr von Rechthaberei
 
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@Münchhausen, Chavez ist demokratiefeindlich: Chávez Parteinahme für die FARC führte zu diplomatischen Spannungen zwischen Venezuela und Peru wie auch Venezuela und Kolumbien.

Nach dem Mediengesetz von 2005 muss jeder Kanal 70 Minuten Sendezeit wöchentlich (maximal 15 Minuten täglich) zur Verfügung stellen, in welcher der Staat über seine Projekte und Ziele informieren kann. Diese Übertragungen dürfen in keiner Weise verändert werden, weder in der Qualität des Audio/Video-Signals, noch in der Nachricht selbst.

Neben der Schließung von 34 Medienanstalten am 1. August 2009 geraten Medien durch gleichzeitige Pläne, die eine drastische Verschärfung des Mediengesetzes vorsehen, zusätzlich unter Druck.

Nach der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen nimmt Venezuela den 133. von 178 Plätzen ein, gehört also dem Drittel aller Länder an, in denen die Pressefreiheit am stärksten eingeschränkt ist.

Verwandte des Präsidenten bekleiden hochrangige Positionen in Staat und Wirtschaft. Adán Chávez war von Januar 2007 bis April 2008 Bildungsminister und sein Cousin Asdrubal Chávez wurde 2007 zum Vizepräsidenten der Abteilung für Raffinierung, Handel und Vertrieb des staatlichen Ölunternehmens Petróleos de Venezuela befördert. Insbesondere in seiner Heimatprovinz Barinas, wo sein Vater Hugo Chávez sr. zum Gouverneur gewählt wurde, sind weitere Familienmitglieder in Ämter gewählt bzw. in solche berufen worden. Chávez kam dabei in Konflikt mit Mitgliedern seiner Familie.

Allgemein beklagen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch, dass Oppositionspolitiker, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger unter Hugo Chávez regelmäßig „schikaniert, bedroht, eingeschüchtert und mit fadenscheinigen Begründungen unter Anklage gestellt“ werden würden.
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26.08.2011 10:50 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@BastlB @Rechthaberei: Ihr steht noch ganz am Anfang Eures politischen Horizonts.

@BastlB
Und die alte Elite in Venezuela manipuliert etwa keine Wahlen – erhält keine Unmengen von Gelder aus Washington?

Daher nochmal(!) den dringenden Video-Tipp an Dich: http://is.gd/...
Bereichere Dein Wissen durch eine Gegendarstellung, indem Du Dir diese Dokumentation eines irischen Kamerateams anschaust.

Im Übrigen pumpen die USA Jahr für Jahr Mulitimilliarden von Dollar nach Kolumbien – die ganze Regierung in Bogota stützt sich auf den Geldseegen. Mit dem Geld wird auch ein Grenzkonfklikt geschürt – mit massiven Militäreinsatz werden problematische Guerillatruppen und die Drogenproblematik über die Grenze nach Venezuela getrieben, eine Art "Umsiedlung" der Problematik ist im Gange.

Freilich finden die Drogen wieder über den Landweg über Kolumbien ihren Weg in die Staaten – das nutzt die USA, um einen Stellvertreter-Krieg mit Chavez zu provozieren – so wie im letzten Jahr. Doch leider war Simon Bolivar in den Köpfen der Kolumbianer & Venezuelaner stärker als Bush und das ehemalige Brudervolk ließ sich nicht in einen Krieg treiben. Das einfache kolumbianische Volk sympatisiert wie in weiten Teilen Südamerikas insgeheim auch mit Chavez – über die wahren Hintergründe des Problems muss man in dem Andenstaat ohnehin keinen aufklären. Das ist das große Problem für Washington – man kennt die Interessen der USA nur allzugut aus eigener Erfahrung.

Bezeichnenderweise ist die aufgeführte Problematik vor allem im Grenzbereich präsent – das nur mal nebenbei erwähnt.

@Rechthaberei
Schau mal bei Amnesty International in den Register, was für Menschenrechtsverstöße dort gegen die Bundesrepublik aufgeführt werden. Dann interpretierst Du das über Chavez Gesagte schnell positiv. Ganz zu schweigen von den Statements AI´s über deutsche Handelspartner wie China, Irak, USA etc....

Apropos Meinungsfreiheit: Die ist in Venezuela gegeben. Habe einige enge Verwandte in Venezuela, eine wohnt nicht weit von mir. Wenn meine Nichte, die gerade ihr Studium in Venezuela absolviert hat, kommt, lobt sie den Chavez-Staat gerade wegen der Meinungsfreiheit, die früher nicht vorhanden war.

Im Übrigen ist dafür bezeichnend, dass die Ex-Elite in Venezuela praktisch alle Fernsehkanäle kontrolliert. Chavez nutzt nur einen staatlichen. Und dennoch schafft die Opposition von Gnaden Washington es offenbar nicht, das Volk für sich zu gewininen. Das spricht doch irgendwie Bände, gel?

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26.08.2011 11:01 Uhr von Rechthaberei
 
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@Münchhausen: Die USA warfen Venezuela unter anderem vor, die kolumbianische FARC zu unterstützen. So habe das kolumbianische Militär bei der Kommandoaktion gegen den FARC-Vize Raúl Reyes vier Computer sichergestellt, die belegen sollen, dass Chávez Waffen und Bargeld im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar an die FARC geliefert hat. Venezuela bestreitet dies und beklagt im Gegensatz dazu die Unterstützung der USA für kolumbianische Paramilitärs.

Venezuela und die USA sind wirtschaftlich aufeinander angewiesen. Die USA brauchen venezolanisches Öl, und Venezuela braucht den US-Markt. Venezuela ist einer der drei größten Erdöllieferanten der Nordamerikaner, und zugleich einer der wichtigsten Importeure nordamerikanischer Waren. Es gibt daher recht enge wirtschaftliche Beziehungen zwischen beiden Ländern, auch wenn die USA ein Waffenembargo gegen das Land verhängt haben.

--> Während der Amtszeit von Hugo Chávez hat sich die allgemeine Kriminalität und Gewalt, welche schon vor dessen Amtszeit auf vergleichsweise hohem Niveau lag, weiter stark verstärkt. Gemäß einer Studie des Nationalen Instituts für Statistik gab es im Jahr 2009 rund 75 Morde auf 100.000 Einwohner. Das sind mehr als doppelt soviel wie im Bewaffneten Konflikt in Kolumbien. <---

Laut Amnesty International sind in Venezuela „Angriffe, Drangsalierungen und Einschüchterungen von Regierungskritikern, darunter Journalisten und Menschenrechtsverteidiger weit verbreitet.“ Gegen Oppositionelle würden „Anklagen mit fadenscheinigen Begründungen erhoben.“ Menschenrechtsverteidiger und die Opfer von Menschenrechtsverletzungen sowie deren Familienangehörige werden regelmäßig „von den Sicherheitskräften angegriffen, eingeschüchtert und bedroht.“ Ähnliches gelte für Journalisten, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen wollen. Allein im Jahre 2009 wurden mindestens 34 Radiosendern die Sendelizenz entzogen, angeblich wegen Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften. Äußerungen von Regierungsmitgliedern deuteten darauf hin, dass die Schließung auf Grund der redaktionellen Grundhaltung der jeweiligen Sender erfolgte. Außerdem erfolgten gewalttätige Angriffe auf Büros des regierungskritischen Senders Globovisión.

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26.08.2011 11:09 Uhr von kingoftf
 
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Wieso sollte: der Irre das auch bekämpfen, solange es die Opposition betrifft, da ist er ja auch nicht gerade zimperlich
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26.08.2011 11:16 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Rechthaberei: Du schreibst:
"Die USA warfen Venezuela unter anderem vor, die kolumbianische FARC zu unterstützen"

Sicher, das war das unbewiesene Argument, um beide Staaten gegeneinander aufzuhetzen. "Leider" (aus Sicht Washington) misslungen. Was das angebliche "Beweisstück" angeht: Die Amerikaner haben schon so viele Beweisstücke geliefert... Kommentar überflüssig.

Schau mal: In Medellin kommst Du kaum zum Einschlafen, weil auf dem alten Flughafen im Stadt-Innern ständig Armee-Hubschrauber an- und abfliegen. Kolumbien ist ein Vasall Washingtons - lässt sich dafür mittlerweile allerdings gut bezahlen.

Im Übrigen favorisiert Chavez die ALBA, d.h. er lierfert Öl schon seit Jahren unter besonders günstigen Konditionen bevorzugt an befürftige südamerikanische Staaten mit dem Ziel eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes.

Lieferungen an den Erzfeind (wobei 1/3, wie Du sagst, da noch recht wenig anmuten) sind auch darin begründet, dass viele Plattformen in Venezuela früher faktisch unter der Kontrolle der USA standen - ein Kappen der Lieferungen auf 0 Prozent bedeutet wohl Krieg. Auch so ist es im Sinne der anderen lateinamerikansichen Staaten sicher nicht verkehrt, sich einen Teil der Mindererträge durch die USA subventionieren zu lassen - sonst lief es ja immer anders herum.

Du schreibst:
"Gemäß einer Studie des Nationalen Instituts für Statistik gab es im Jahr 2009 rund 75 Morde auf 100.000 Einwohner. Das sind mehr als doppelt soviel wie im Bewaffneten Konflikt in Kolumbien."

...klar, 2009 gab es in Kolumbien auch nur noch einen Bruchteil der Entführungen, Morde etc... im Vergleich zu den 90ern oder Anfang des Jahrtausends. Die Täter wurden ja alle systematisch über die Grenze in Land von Chavez getrieben.

Dies und die Antwort zu Amnesty International habe ich Dir aber bereits im letzten Posting beschrieben.

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26.08.2011 11:34 Uhr von Rechthaberei
 
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@Münchhausen: Ohne die Unterstützung der USA für Kolumbien - die du als so verbrecherisch ankreidest - wäre Kolumbien wegen der FARC längst zum zweiten Venezuela herabgesunken mitsamt den marxistischen Verstaatlichungen.
Und in Kolumbien sichert Erdöl nicht wie in Venezuela vier Fünftel der Exporterlöse sowie die Hälfte der Staatseinnahmen und 25 Prozent des Sozialproduktes.

Das Cannabis legalisiert werden sollte steht außer Frage und Kokain könnte man eventuell in Getränken auch legalisieren, aber Verstaatlichungen führen nur zu einer Mißwirtschaft wie sie in der Sowjetunion und China gang und gäbe war.

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26.08.2011 11:57 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Rechthaberei: "Ohne die Unterstützung der USA für Kolumbien - die du als so verbrecherisch ankreidest - wäre Kolumbien wegen der FARC längst zum zweiten Venezuela herabgesunken mitsamt den marxistischen Verstaatlichungen".

Sorry, wir unterhalten uns besser erst in 15-20 Jahren nochmal.

Bis dahin bitte lese, reise und studiere fleißig!
Vielleicht lernst Du sogar die Sprache der Länder, über die Du Dir ein Urteil bildest - besonders toll wäre natürlich, wenn Du dann nach einigen Jahren sogar die Mentalität verstehen würdes. Danach lade ich Dich vielleicht sogar mal ein - nach Kolumbien.

(Kleiner Tipp: Bestell Dein BILD-Abo ab! - sonst klappts nie)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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