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Südamerikanische Länder bieten Muammar al-Gaddafi Asyl an

Mehrere südamerikanische Länder haben dem früheren libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi Asyl angeboten. Zu ihnen gehört Nicaragua, Venezuela und Ecuador. Zurzeit allerdings weiß angeblich niemand, wo sich Gaddafi aufhält.

Venezuela und Ecuador verurteilten die Nato-Angriffe auf Libyen. Es ginge dabei nur um Geld und Öl, warfen sie den Beteiligten vor. Unterdessen hat Gaddafi in einer Audiobotschaft seinen Anhängern erklärt, dass er seine Residenz in Tripolis lediglich aus taktischen Gründen verlassen habe.

In Deutschland geht inzwischen der Streit darüber weiter, ob sich die Bundeswehr an den Angriffen hätte beteiligen sollen oder nicht. Über Parteigrenzen hinweg setzen Politiker darauf, dass Deutschland beim Wiederaufbau des Landes eine aktivere Rolle spielen werden.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krise, Muammar al-Gaddafi, Asyl, Südamerika, Machthaber
Quelle: www.focus.de
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.08.2011 10:28 Uhr von Major_Sepp
 
+5 | -0
 
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Haha: "Über Parteigrenzen hinweg setzen Politiker darauf, dass Deutschland beim Wiederaufbau des Landes eine aktivere Rolle spielen werden. "

Ganz genau, da sind sich wieder alle einig wenn es darum geht den Zahlmeister der EU zu mimen. Deswegen und wegen zunehmender EU-Diktate verkommen die Wahlen in D immer mehr zur Farce.

Letztendlich ist es doch egal geworden wer regiert...

Zitat Quelle:

"Nach Einschätzung des Grünen-Vorsitzenden Chef Cem Özdemir hat Deutschland eine Bringschuld. „Mit demokratischer Aufbauhilfe können wir Deutschen eine kleine Form der Wiedergutmachung dafür leisten, dass wir praktisch nicht dazu beigetragen haben, dass Diktator Gaddafi vertrieben wurde."

Abwarten, meiner Meinung nach wird die Vertreibung Gaddafis nicht nur einen Bürgerkrieg um Macht und Einfluss nach sich ziehen, sondern könnte der gesamten Region jahrelange Instabilität bescheren.

Aber ich sehe schon, Özdemir ist hervorragend integriert. Die jedem Deutschen angeborene "Bringschuld" pulsiert in seinen Adern...
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24.08.2011 10:42 Uhr von hboeger
 
+4 | -2
 
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Staatsschulden abbauen ! ! Libyen hat ungeheure Erdöl- und Erdgas-Vorräte. Da müssen wir doch überhaupt nicht beim Wiederaufbau helfen, die lachen uns doch mit ihren Geld aus.
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24.08.2011 11:29 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Marktentwicklung: Bei dieser Diskussion geht es doch im Kern darum, auf das richtige Pferd gesetzt haben zu wollen. Irgendwie kommt unterschwellig von den Medien immer wieder durch: "Hätten wir doch bloß mitgemacht!"

Man sollte nicht vergessen, daß Sarkozy die treibende Kraft für den NATO-Einsatz Libyen war. Die USA waren da eigentlich gar nicht so treibend. Sarkozys Drängen auf den NATO-Einsatz in Libyen hat jedoch mit den Präsidentschaftswahlen in Frankreich zu tun, bei denen er sich - ähnlich wie Bush jr. auf dem Flugzeugsträger - als Gewinner und Handelnder präsentieren möchte. Sarkozy ist in Frankreich extrem unbeliebt, so daß er die "Gewalt"karte gezogen hat, die ihn als Innenminister in das Präsidentenamt hievte. Jetzt ist er als Oberkommandierender des französischen Militärs quasi die Personifizierung des Gewaltmonopols des Staates.

Es ist schon erstaunlich, wie eine mit pazifistischen Strömungen durchsetzte Partei seit dem NATO-Einsatz im Kosovo ihre Prinzipien über Bord werfen möchte. Es geht und ging in Libyen nicht um deutsche zumal dann auch noch französischfremdbestimmte Profilierungsambitionen, sondern allein um die Libyer selbst. Und man sollte es auch mit Syrien so handhaben. Wenn man das Demokratieprinzip als staatlichen Überbau in die Welt tragen möchte, geht es letztendlich nur mit dem Volk. Und dessen Kräfte tarieren sich selbst aus.

Weder Afghanistan noch Irak haben durch Militärgewalt eine Demokratie bekommen.

"Mit demokratischer Aufbauhilfe können wir Deutschen eine kleine Form der Wiedergutmachung dafür leisten, dass wir praktisch nicht dazu beigetragen haben, dass Diktator Gaddafi vertrieben wurde." Wiedergutmachung für was? Daß Deutschland die Selbstbestimmung des libyschen Volks unterstützt hat. Ich kann mich noch gut erinnern, wie in einem Fernsehbericht ein rebellierender Offizier in Bengasi genau diese von Özdemir vermisste Hilfe von außen ablehnte. Die Ausschaltung der Waffenüberlegenheit Gaddafis hatte ihren Sinn. Aber mehr war auch wirklich nicht angesagt. Schließlich sollte man nicht vergessen, daß auch eine rotgrüne Regierung Gaddafi hofiert hat. Immerhin bekommt Deutschland seit Jahrzehnten einen Großteil seines Erdöls aus Libyen. Da wäre es heuchlerisch so zu tun, ein paar Bomben auf Gaddafi würden daran etwas ändern.
Die Enthaltung Deutschlands hat jedenfalls den Vorteil, daß in Libyen der Verdacht eines verdeckten Imperialismus aufkeimen könnte. Der schwingt nämlich immer in der Dankbarkeit derer mit, denen man "geholfen" hätte.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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24.08.2011 11:39 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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daß in Libyen NICHT der Verdacht eines verdeckten: Korrektur

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