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Transaktionssteuer: Wegzug der Finanzindustrie aus Europa?

Frankreichs Präsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Merkel arbeiten gerade eifrigst an den Plänen einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer. Im September soll ein erster Vorschlag unterbreitet werden. Indes drohen große Finanzdienstleister und Broker mit dem Wegzug aus der EU bei Einführung der Steuer.

Am Dienstag will sich Finanzminister Schäuble mit seinem französischen Kollegen Baroin über die Einführung abstimmen. Im Raum steht ein Steuersatz von 0,05 Prozent je Transaktion. Probleme könnte es mit London und Schweden geben, die bisher eine solche Steuer strikt abgelehnt hatten.

Brokerhäuser wie ICAP drohten nun mit dem Wegzug aus Europa, sollte diese "unsinnige Steuer" eingeführt werden. Auch Privatbanken lehnen die Steuer ab. Hessens Ministerpräsident Bouffier warnte vor einem Verlust des Finanzplatzes Frankfurt und von mehr als 70.000 Arbeitsplätzen.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Europa, Transaktionssteuer, Volker Bouffier, ICAP
Quelle: www.handelsblatt.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2011 15:05 Uhr von sicness66
 
+5 | -1
 
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Typische Reaktion der Finanzhoheit. Die Politik möchte ihre Freiheit nur ein bisschen einschränken, schon wird mit den Säbeln gerasselt und Bouffier macht den Bückling. Mir tun zwar die 70.000 Angestellten Leid aber ich weine Finanzdienstleistern wie ICAP und Co. keine Träne nach die mehrere hunderttausende Existenzen aufs Spiel gesetzt haben...
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22.08.2011 15:22 Uhr von K.T.M.
 
+5 | -0
 
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Solche Transaktionssteuern müssten weltweit gelten, ansonsten bringen sie nichts.
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22.08.2011 16:30 Uhr von jupiter12
 
+3 | -0
 
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Die Arbeitsplaetze werden so oder so abgebaut, sobald die Banken Einsparpotential sehen.Fuer mich gehoert das Caisono vom mormalen Geschaeft abgekoppelt.

So kann jeder Zocken wenn er will aber das Geld des einfachen Mannes bleibt unangetastet.Und dann bitte keine Steuer im Promille Bereich sondern wesendlich hoeher!

Alle anderen Unternehmen zahlen auch Steuern, warum koennen nicht auch die Banken zum Allgemeinwohl beitragen?
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22.08.2011 16:56 Uhr von artefaktum
 
+1 | -0
 
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Einfach drauf ankommen lassen, verloren hatten wir auch schon ohne(!) Transaktionssteuer.

Ansonsten gilt das gleiche wie zu Zeiten der R.A.F.: Der Staat darf sich nicht erpressen lassen!
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22.08.2011 18:16 Uhr von ZzaiH
 
+2 | -0
 
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oha: 0.05% gleich soviel, meine güte...

das schlimme ist, das dieses bisschen trotzdem MRD einbringen wird...

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