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"ZEIT": Der Euro zerreißt scheinbar Europa

Laut "ZEIT" hilft der Euro Ländern wie Griechenland nicht, er schadet ihnen und mutiert so zum Sprengsatz: Seit der Krise wächst nicht die Integration, sondern der Ruf nach nationaler und fiskaler Autonomie in Europa. Der Bruch des Versprechens, für die Schulden Dritter nicht einstehen zu müssen, tue sein übriges.

Immer wieder hätten Ökonomen vor diesem Szenarium und Transferzahlungen gewarnt. Doch der Wegfall von Wechselkursrisiken in Verbindung mit einer unglaubwürdigen Non-Bailout-Klausel und deregulierten Finanzmärkten ließen Länder wie Griechenland zum systemischen Risiko werden.

Erkennbar sei, dass Rettungsschirme und Eurobonds notwendige Anpassungen allenfalls verhindern und die Demokratie in den Geberländern aushebeln. Am Austritt aus der Eurozone führt für Pleite-Staaten daher kein Weg vorbei. Bedenklich sei, wie Eurokritiker seit den 90er Jahren bis heute diskreditiert werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Europa, Griechenland, Solidarität, Europäische Währungsunion
Quelle: www.zeit.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2011 14:52 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+31 | -2
 
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Hätte man nur auf den "Demagogen und Populisten" Oscar Lafontaine gehört, doch leider war die BILD-Zeitung - auch hier auf SN - stärker.

Nun ist es zu spät – dreistellige Milliardensummen sind dahin. Die Altersvorge- und Lebensversicherungen von Banken und Versicherungen, die mit Anleihen europäischer Pleitestaaten besichert und den Steuerzahlern galant als nicht verantwortete Schulden in die Bücher geschrieben wurden, werden Deutschland nun wohl selbst in die Schuldenfalle führen, künftige Generationen extrem belasten und in den nächsten Jahren ganz sicher den Restsozialstaat und Hoffnungen auf Steuersenkungen einstampfen. Schwindende Kaufkraft und schrumpfende Netto-Löhne dürften ihr Übriges tun.

5 entlarvende Zeitungsartikel dazu im ersten Posting...



[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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22.08.2011 15:01 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+23 | -0
 
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Fünf entlarvende alte Artikel zu diesem Thema: 1) Focus – Heiner Flassbeck (Lafontaines ehemaliger Finanzsekretär) warnt: "Deutschland spaltet die Währungsunion" (Erscheinungsdatum: März 2009, ein Jahr vor offiziellem Bekanntwerden des Euro-Disasters, Lafontaine und Flassbeck warnten seit den 90ern ("gefährlichster Mann Europas")

2) BBC-News Business - Theo Waigel (CDU): ´Crisis? What crisis?´ says euro architect (Juli 2010).

3) Welt-Online am 16. März 1998: "Waigel begrüßt die Aufnahme der griechischen Drachme in das Europäische Währungssystem" und "Bundesfinanzminister Theo Waigel begrüßte den Beitritt der Drachme zum Wechselkursmechanismus als klares Bekenntnis der griechischen Regierung zu einer konsequenten Stabilitätspolitik". (Siehe: http://is.gd/...)

4) Der selbe Threo Waigel tritt am 9. März 2010 in der Beckmann-Schau auf, Welt-Online titelte diesmal: "Waigel erklärt sich für unschuldig an Euro-Krise": ""So betonte Waigel gleich zu Beginn in mahnendem Unterton, dass er den Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone nicht zu verantworten hat: "Das war mein Nachfolger. Ich hätte mir das vorher gut angesehen." (Siehe: http://is.gd/...)

5) FAZ am 10. Dezember 2001 
Bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin wehrte sich Kohl wie auch sein ehemaliger Finanzminister Theo Waigel (CSU) dagegen, dass die Urheber der Gemeinschaftswährung per "Geschichtsfälschung" in den Hintergrund gedrängt würden.(Siehe: http://is.gd/...)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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22.08.2011 15:08 Uhr von symphony84
 
+6 | -0
 
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@Autor: Du hast recht.

http://www.youtube.com/...

http://www.youtube.com/...

Und danke für die Zusammenstellung. :D

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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22.08.2011 15:18 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -0
 
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@symphony84: Gute Videos:

Sehe gerade, oben fehlen zwei Links der beschriebenen Artikel:

1) http://www.focus.de/...

2) http://www.bbc.co.uk/...
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22.08.2011 15:32 Uhr von hujiko-san
 
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Na das ist doch fein hoffentlich kracht das hier noch richtig in der westlichen Welt, schließlich will ich ja gern Recht behalten. :D
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22.08.2011 15:39 Uhr von Marie52
 
+2 | -18
 
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22.08.2011 16:07 Uhr von symphony84
 
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Lafontaine hatte Recht: Es ist aber alles soziale Misswirtschaft, was von den Linken kommt.

Armutszeugnis Deutschland !!!
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22.08.2011 16:48 Uhr von Marie52
 
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22.08.2011 18:06 Uhr von LLCoolJay
 
+0 | -0
 
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Baron: Ich hatte dir schon ein paar PMs geschrieben, leider keine Antwort bisher.

Ich finde es sehr interessant, wie du die EU und den Euro, bzw. die jeweiligen Politiker.

Aber... welche Alternative bietest du? Welche Partei, welches Regierungssystem, welches Finanzsystem siehst du als Lösung, bzw. Alternative mit weniger Problemen an?

Kritisieren kann jeder aber hast du auch eine Lösung parat?

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich stimme dir in fast all deinen Aussagen zu. Aber was ist deine Antwort auf die Fehler der aktuellen Führungsrige und der Wirtschaft?
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22.08.2011 18:23 Uhr von internetdestroyer
 
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Solange der: doofe Deutsche trotzdem nach 4 Jahre das Kreuzchen gibt, ist es doch wurscht und kann gar noch nicht schlimm genug sein...
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22.08.2011 20:48 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+5 | -0
 
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Oh Mann Natürlich hatte Lafontaine Recht.
Aber im Grunde ist es völlig egal. Es gibt nunmal mächtige Menschen, an die hier keiner ran kommt. Leute werden dumm und unreflektierend gehalten, was auch wichtig ist. Ansonsten würden die Menschen begreifen, für wie unglaublich blöd sie verkauft! werden. Hoffentlich kommt Jesus nicht wieder, sonst wird er euch allen die Köpfe abreissen ^.^
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22.08.2011 21:04 Uhr von AnotherHater
 
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Ich habe mich vor zwei Jahren informiert und versucht die Leute aufzuklären, hat nicht viel genützt. Jetzt sagen viele von ihnen "Das war doch klar, hab ich doch schon immer geahnt" - das hasse ich an uns Deutschen. Seid mal ehrlich, wer hat denn sein Geld in anderen Währungen, Edelmetallen oder was weiß ich angelegt? Niemand. Ich hau mein Erspartes nun auf den Kopf, bevor die Inflation kommt.
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23.08.2011 01:07 Uhr von lastfirst
 
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muss nur noch schnell die Welt rett: Ich weiß noch wie die Zeitungen groß schrieben, dass Gold nichts wert ist und man es an die Banken verkaufen solle.

Wer sich mit den Thema, wer regiert die Welt und wer ist für Meinungsmache verantwortlich, beschäftigt hat, wusste was davon zu halten ist.

Meine Frage war damals schon. Wenn Gold nichts wert ist, warum kaufen die Banken es dann auf?


Übrigens, schöne Zusammenstellung über Schäuble und co.

Und wer glaubt die Herrschaften haben es verbockt, der hat nur teilweise recht. Verbockt haben sie es fürs Volk. Werd aber das Gefühl nicht los, dass da auch große Gewinner am "Wir verkaufen Europa Spiel" teilnehmen.
Wenn wir verlieren und so sieht es aus, stellt sich die Frage, für wen unsere Regierung die Weichen gestellt hatte und es noch tut.

Zu denken, dass man durch eine demokratische Wahl Narrenfreiheit besitzt und am Ende den Wähler die Schuld zu schiebt, weil er durch die Wahl den Weg ja wählte, ist ein gewaltiger Irrtum.

Der Gewählte hat im höchsten Maße verantwortungsvoll, weitsichtig, gerecht, diplomatisch, offen ersichtlich, nicht geheim, aufklärend, im Sinne des Volkswillen und vor allem des Grundgesetzes zu handeln.
So würde ich es jedenfalls tun!

Politiker sein ist keine Berufung mehr, sondern einfach nur ein Karriereweg.
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23.08.2011 09:23 Uhr von AnotherHater
 
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@Xence: Ich hatte leider nicht so viel Geld auf der hohen Kante, aber sei´s drum. Ich würde die Edelmetalle nicht in Schweizer Franken umtauschen, da die schweizer Zentral- und Notenbank sowie die schweizer Regierung darüber nachdenken ihren Franken an den Euro zu koppeln. Hintergrund ist einfach, dass der Export der Schweiz, auf Grund des Erstarken des Franken, eingebrochen ist und sie dieser Situation entgegenwirken wollen, bzw. müssen. Aber vielleicht reicht diese Meldung ja aus, um den Franken wieder nach unten zu drücken? :D

Andere, attraktive Währungen wären Yen oder australische Dollar.

[ nachträglich editiert von AnotherHater ]
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30.08.2011 23:59 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Es ist nicht zu spät: Es würde zwar etwas kosten. Aber es würde weniger kosten, als wenn der Währungsgeschachere weiter aufrechterhalten bleiben würde. Es gäbe MEHR Freiheit.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]

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