21.08.11 14:26 Uhr
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Gregor Gysi: Die Systemfrage stellt nicht die Linke

In einem Gespräch mit dem "Tagesspiegel" sagte der Fraktionsvorsitzende der "Linken" im Bundestag, Gregor Gysi, dass seine Partei die Einzige ist, welche die derzeitige Krise richtig analysiert habe. Seine Partei hätte auch gute Vorschläge, die zu Überwindung der Krise führen könnten.

Selbst der Milliardär George Soros wäre der Meinung, dass, wenn der Kapitalismus sich nicht reformiert, sich dieser selbst aufgeben würde. Weiter führte Gregor Gysi aus, dass die Banken und Versicherungen eine große Mitschuld an der derzeitigen Krise hätten.

Deshalb, so Gysi weiter, brauchen wir mehr öffentlich-rechtliche Banken mit besseren Krediten. Auch befürworte er die Eurobonds. Wenn es die gäbe, wäre der Euro sofort stabil. "Früher wurde uns angelastet, dass wir die Systemfrage stellen. Heute stellen sie ganz andere", sagte Gysi.


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WebReporter: Klassenfeind
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bank, Interview, Die Linke, Gregor Gysi, Eurokrise
Quelle: www.tagesspiegel.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2011 15:33 Uhr von Katzee
 
+4 | -10
 
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Typisch: Verstaatlichung als Allheilmittel - diese Leute lernen es einfach nicht.
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21.08.2011 15:43 Uhr von symphony84
 
+7 | -9
 
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@Katzee: Lerne du erstmal richtig lesen.

Die DDR war im Gegensatz zu den heutigen Schuldenländern nen gut finanzierter Staat. Verstaatlichung , soziale Misswirtschaft ? Geh spielen.

Die Aussagen

"...dass, wenn der Kapitalismus sich nicht reformiert, sich dieser selbst aufgeben würde. Weiter führte Gregor Gysi aus, dass die Banken und Versicherungen eine große Mitschuld an der derzeitigen Krise hätten. "

sind doch absolut korrekt.

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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21.08.2011 16:00 Uhr von Katzee
 
+5 | -6
 
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@ symphony84: "Deshalb, so Gysi weiter, brauchen wir mehr öffentlich-rechtliche Banken mit besseren Krediten. "

Öffentlich-rechtliche Kredite können nur verstaatlichte Banken vergeben. Verstaatlichung als Allheilmittel ist ja die ständige Devise sozialistischer und kommunister Systeme. Dass auch das nicht funktioniert, haben DDR, UDSSR, Kuba und andere bewiesen.

Wenn Du glaubst, die DDR sei ein wirtschaftlich funktionierender Staat gewesen, dann träum schön weiter.
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21.08.2011 16:02 Uhr von Perisecor
 
+2 | -6
 
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@symphony84: Ich gehe normalerweise gerne ausführlich auf Beiträge ein, aber bei deinem kann ich es ganz kurz machen:


LOL
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21.08.2011 16:03 Uhr von symphony84
 
+6 | -4
 
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ahja: "Öffentlich-rechtliche Kredite können nur verstaatlichte Banken vergeben. Verstaatlichung als Allheilmittel ist ja die ständige Devise sozialistischer und kommunister Systeme. Dass auch das nicht funktioniert, haben DDR, UDSSR, Kuba und andere bewiesen."

Und dass das kapitalistische System funktioniert, sieht man ja gerade. Schau dir die USA an. 30000€ Schulden pro Kopf, Griechenland 27000€.

"Wenn Du glaubst, die DDR sei ein wirtschaftlich funktionierender Staat gewesen, dann träum schön weiter. "

Das habe ich doch nie behauptet. Die Schulden, die der Staat damals hatte, waren aber doch im Gegensatz zu heute ein Witz. Und das lustige ist, die BRD hat davon profitiert. Die DDR´ler haben schön billig produziert, die Mauer hats durchgelassen. Hochlohnland mit Billigimporten.

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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21.08.2011 16:07 Uhr von symphony84
 
+4 | -2
 
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@Perisecor: Jep genau, die größten Schwätzer sind immer die, die zuerst LOL schreiben, aber nicht argumentieren können.
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21.08.2011 16:15 Uhr von Perisecor
 
+2 | -4
 
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@symphony84: Argument #1: Die DDR gibt´s nicht mehr.


Quasi wegen Reichtum geschlossen, was?
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21.08.2011 16:23 Uhr von symphony84
 
+3 | -1
 
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ahja: Tolles Argument.

Und was meinst du wäre heute, wenns die EU nicht geben würde? Die Schulden die die DDR, damals hatte, sind wie gesagt ein Witz. Die DDR war ab 1989 zahlungsunfähig. Der Hauptgrund für den DDR-Untergang war aber der Zusammenbruch der SED.
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21.08.2011 19:24 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
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@symphony84: "Der Hauptgrund für den DDR-Untergang war aber der Zusammenbruch der SED. "

Nein, der Hauptgrund war, dass eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen nicht mehr in diesem - deinen Worten nach - ach so tollem Wohlfahrtsstaat mit extrem gutem Lebensstandard mehr leben wollten.

"Die Schulden die die DDR, damals hatte, sind wie gesagt ein Witz"

Schulden sind völlig egal, wenn man die Werte eines Landes dagegen stellt.

Und da sah es für die DDR eben schlecht aus - die durchaus sehr qualifizierten Arbeiter hatten wenige konkurrenzfähige Maschinen, in quasi keinem Sektor einen Technologievorsprung und Ressourcen hatte und hat die DDR sowieso nicht in nennenswertem Maße.

Nicht grundlos haben Länder wie die USA, Japan und Deutschland zwar den Zahlen nach sehr große Schulden, stehen aber immer noch sehr gut da.
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21.08.2011 20:29 Uhr von symphony84
 
+4 | -1
 
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@Perisecor: "Nein, der Hauptgrund war, dass eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen nicht mehr in diesem - deinen Worten nach - ach so tollem Wohlfahrtsstaat mit extrem gutem Lebensstandard mehr leben wollten."

Und die Folge war, dass das SED-Regime zusammenbrach und sich auflöste, weil es eben nicht mehr funktioniert hat.
Aus welchen meiner Wörter erkennst du, dass ich die DDR als "Wohlfahrtsstaat" bezeichnet habe?
Ich weigere mich nur zu sagen, dass alles in der DDR schlecht war. So wird es ja zu Hauf in den Medien dargestellt.

"Nicht grundlos haben Länder wie die USA, Japan und Deutschland zwar den Zahlen nach sehr große Schulden, stehen aber immer noch sehr gut da. "

Ist das dein ernst? Weisst du, wie es in den USA aussieht?

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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21.08.2011 21:52 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -0
 
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"Die DDR war ab 1989 zahlungsunfähig. Der Hauptgrund für den DDR-Untergang war aber der Zusammenbruch der SED. "

Bezogen auf das BIP von 313 Mrd. DM für das letzte Jahr der DDR (1989) entsprach die Staatsverschuldung 27,6 %.
Wie hoch war noch mal die jetzige Staatsverschuldung Deutschlands?

Die Sache mit der Zahlungsunfähigkeit wurde gern benutzt um zu propagandieren das in der DDR alle faul waren und das Sozialismus nicht funktioniert :) Man wollte das Gespenst des Sozialismus mit allen Mitteln aus den Köpfen bekommen, was auch zum großen Teil gelungen ist wenn man sich die Reden der meisten Leute ansieht.

Der Zusammenbruch der DDR war rein politischer Natur. Die Menschen wollten Reisefreiheit,Bananen und Coca-Cola.
Wäre dies in der DDR vorhanden gewesen wäre keiner auf die Strasse gegangen.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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21.08.2011 22:13 Uhr von symphony84
 
+3 | -0
 
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@CoffeeMaker: "Wie hoch war noch mal die jetzige Staatsverschuldung Deutschlands?"

So bei 70% ? :D
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21.08.2011 23:29 Uhr von Perisecor
 
+0 | -3
 
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@ symphony84

"Aus welchen meiner Wörter erkennst du, dass ich die DDR als "Wohlfahrtsstaat" bezeichnet habe?"

Das hat die undifferenzierte Verherrlichung der DDR für mich impliziert.

"dass alles in der DDR schlecht war."

Das ist ja auch nicht korrekt. Die Leute waren sehr gut ausgebildet und haben aus dem, was verfügbar war, doch sehr viel gemacht. Allerdings war das große Drumherum nicht so toll - deswegen gibt´s die DDR ja auch nicht mehr, genau so, wie quasi alle anderen sozialistischen Staaten.

"Weisst du, wie es in den USA aussieht?"

Ja, ich bin Amerikaner und im Gegensatz zu den meisten Leuten hier kenne ich das Land nicht nur aus dem Internet, dem Fernsehen oder vom 14 Tage Urlaub in Florida.

Auch in den USA wird auf extrem hohem Niveau gejammert - und dort gibt´s nicht mal eine allumfassende staatliche Hängematte á la Hartz4.

@ CoffeMaker

"entsprach die Staatsverschuldung 27,6 %."

Und das meiste Geld davon aus der Bundesrepublik - viele andere Staaten wollten kein Geld leihen und bei den "Verbündeten" sah es noch schlechter aus.

"Wie hoch war noch mal die jetzige Staatsverschuldung Deutschlands?"

Das ist irrelevant.
Erstens geht ein nicht unerheblicher Teil der heutigen speziellen deutschen Situation auf die Aufnahme der DDR zurück, Zweitens ist Deutschland am internationalen Finanzmarkt anerkannt und Drittens befinden sich auf der Deutschen Haben-Seite weit mehr Dinge, als dies bei der DDR der Fall war.

"Die Sache mit der Zahlungsunfähigkeit wurde gern benutzt um zu propagandieren das in der DDR alle faul waren"

Ohne Notkredite der Bundesrepublik in den 80er Jahren wäre die DDR zahlungsunfähig gewesen. Dass sie das ganz knapp nicht war, ist kein Beweis dafür, wie gut sie finanziell ausgestattet war.

"das Sozialismus nicht funktioniert "

Die Tatsache, dass es den Staat nicht mehr gibt, sagt doch schon genug aus. Da muss man überhaupt nicht auf die fehlende (tägliche) Verfügbarkeit von Alltags- und Luxusartikeln verweisen.

"Wäre dies in der DDR vorhanden gewesen"

Natürlich. Oder hätte die DDR Replikatoren gehabt wie in Star Trek, wo ohne den Einsatz von Ressourcen alle möglichen Dinge erscheinen.
Oder hätte man in der DDR die weltweit größten Öl oder Gold Vorkommen entdeckt.

Das dauerhafte Fehlen ganz normaler Güter ist ja eben das Problem des Sozialismus - wobei es nicht nur Bananen und Coke betraf, sondern auch Medizin, Gummistiefel oder Holzlatten etc.
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21.08.2011 23:37 Uhr von Uli.H
 
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Schreckgespenst Verstaatlichung Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, man hat uns Systematisch auf die Enteignung vorbereitet. "Staatlich" bedeutet doch erstmal "Eigentum des Volkes" -- und das Volk sind WIR.
Unser Eigentum wurde aber schlichtweg falsch verwaltet. Ausserdem wurde Service (bewusst?) derart mies gehalten, dass wir doch förmlich darum bettelten, uns doch bitte endlich zu enteignen und Bahn, Post, Telekom usw. doch bitte endlich privaten Investoren zu schenken. Und die machen dann plötzlich Gewinne und sind Wettbewerbsfähig (und falls nicht springt nach wie vor der Staat ein).
Und was passiert nun seit 20 Jahren parallel? Die Reichen werden Reicher und die Armen immer Ärmer. Wollten wir das?
Der komplette Wortstamm "Sozial" ist inzwischen durch gezielte Propaganda der Medien zum Schimpfwort verkommen.
Ich war einst stolz auf unsere gut funktionierende soziale Marktwirtschaft.
Der amoklaufende Endzeit-Kapitalismus zu dem das System verkommen ist, ist genauso zum Untergang verdammt wie der Versuch von Sozialismus in der DDR.
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22.08.2011 08:06 Uhr von symphony84
 
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ahja: "undifferenzierte Verherrlichung "

Darauf habe ich gewartet. Wie schnell wieder ins extreme übergeleitet wird. Passt zur heutigen Gesellschaft. Ich habe nichts verherrlicht oder der gleichen. Ich sagte ausdrücklich nur, dass nicht alles in der DDR schlecht war. Nicht mehr und nicht weniger.

"Das ist irrelevant.
Erstens geht ein nicht unerheblicher Teil der heutigen speziellen deutschen Situation auf die Aufnahme der DDR zurück, Zweitens ist Deutschland am internationalen Finanzmarkt anerkannt und Drittens befinden sich auf der Deutschen Haben-Seite weit mehr Dinge, als dies bei der DDR der Fall war."

Die Kehrseite ist, dass die BRD doch jahrelang von der Mauer profitiert hat. Und als nichts mehr zu holen war und sie merkte, dass die Menschen dort (natürlich auch zu recht) auf die Straße gehen, übte sie zusätzlich Druck auf die DDR aus, der BRD beizutreten.

Das ist nunmal der Preis dafür, dass alles in einem Topf geschmissen wird. Diese Situation hält bis heute doch an (EU). Schäuble redet sogar von der Abgabe nationaler Rechte für einen stabilen Euro. Westerelle träumt von den Vereinigten Staaten von Europa. Sowas ähnliches hatten wir schon mal und wir wissen alle was daraus wurde.

Schulden interessieren doch heute keinen mehr. Es geht nur noch um den Zins und den Zinzeszins. Der westenliche Grund ist doch nicht der Beitritt der DDR sondern eine falsche Finanzpolitik.

Haben die Amerikaner überhaupt ein einheitliches Sozialsystem geschweige denn eine Versicherungspflicht?


Es fehlte an "Gummistiefel oder Holzlatten etc. " ?

Da hast du dir falsche Beispiele ausgesucht. In einem Bauern und Arbeiterstaat fehlt es an Gummistiefeln und Holzlatten. Jetzt sag ich einfach mal LOL.
Uli.H hat es sehr gut formuliert.

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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22.08.2011 12:13 Uhr von Perisecor
 
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@symphony84: "In einem Bauern und Arbeiterstaat fehlt es an Gummistiefeln und Holzlatten. Jetzt sag ich einfach mal LOL."

Ich habe nicht in der DDR gelebt - ich verlasse mich da auf Berichte von Freunden von mir, welche dort aufgewachsen sind (Suhl und nähe Dresden).

Dass noch heute an vielen Häusern mit 3-4 Wohnungen Klingelschilder mit 20 Aussparungen hängen, habe ich hingegen nicht nur erzählt bekommen, sondern auch selbst gesehen...

"dass die BRD doch jahrelang von der Mauer profitiert hat"

Genau wie die DDR. Für die BRD war das aber nicht lebensnotwendig, die Produkte hätten auch in anderen Ländern produziert werden können.


"Sowas ähnliches hatten wir schon mal und wir wissen alle was daraus wurde."

Nein. Sowas wie die EU gab es in Europa noch nie.


"Schulden interessieren doch heute keinen mehr."

Doch - aber solange Werte den Schulden gegenstehen, sind diese nicht sonderlich relevant.


"Haben die Amerikaner überhaupt ein einheitliches Sozialsystem geschweige denn eine Versicherungspflicht?"

Es gibt diverse Sozialsysteme, allerdings sind diese keine Luxus-Hängematte wie Hartz4, sondern auf das reine Überleben ausgerichtet - Geld gibt es quasi gar keines, sondern nur Marken für verschiedene Dinge.

Versicherungspflichten gibt es diverse, z.B. für Fahrzeuge. Generell herrschen in den USA aber deutlich mehr Freiheiten als in Deutschland, auch, was Versicherungen betrifft.
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22.08.2011 16:26 Uhr von symphony84
 
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ahja: "Ich habe nicht in der DDR gelebt - ich verlasse mich da auf Berichte von Freunden von mir, welche dort aufgewachsen sind (Suhl und nähe Dresden)."

Ich aber und ich kann dir versichern, dass das Mumpitz ist.

"Genau wie die DDR. Für die BRD war das aber nicht lebensnotwendig, die Produkte hätten auch in anderen Ländern produziert werden können."

Strauß wusste, wie wichtig die Mauer ist. :D

"Nein. Sowas wie die EU gab es in Europa noch nie."

Und davor?

"Luxus-Hängematte wie Hartz 4 ?"

Ist das dein ernst? Erinnert mich an Westerwelle.

"Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass die die Arbeiten mehr haben sollen, als die, die es nicht tun."

Na klar, das ist ja richtig. Um einen Unterschied herzustellen muss man aber die Menschen,welche arbeiten anständig bezahlen. -> Mindestlohn !
H4-Empfänger kriegen Existenzminimum. Hast du schon mal einen jammern hören, er möchte soviel haben, wie jemand er arbeitet?

"Es gibt diverse Sozialsysteme, allerdings sind diese keine Luxus-Hängematte wie Hartz4, sondern auf das reine Überleben ausgerichtet - Geld gibt es quasi gar keines, sondern nur Marken für verschiedene Dinge."

Mh, ist das denn toll? Sind ja schlimmere Lebensumstände als zu DDR-Zeiten. Da wusste man wenigsten, dass man nach der Lehre übernommen wurde.

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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22.08.2011 19:44 Uhr von Perisecor
 
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@symphony84: "Ich aber und ich kann dir versichern, dass das Mumpitz ist."

Du hast sicherlich nicht überall gleichzeitig in der DDR gelebt. Nur weil es bei dir keinen Mangel gab - solche Familien und Orte soll es ja gegeben haben - heißt das nicht, dass der Mangel für andere nicht alltäglich war.

"Und davor?"

Es gab in Europa noch nie einen freiwilligen und friedlichen Verbund von Staaten mit dem größeren Ziel gemeinsamer (Teil)Politik.


"Ist das dein ernst?"

Natürlich.

"H4-Empfänger kriegen Existenzminimum."

Was in Deutschland für ein durchaus sehr schönes Leben reicht. Dafür, dass man eventuell auf die eine oder andere Annehmlichkeit wie ein Auto verzichten muss - welches man in einer Stadt sowieso kaum braucht - hat man ja immerhin sehr viel Freizeit... und ein höheres Luxusgut als Freizeit gibt es meiner Meinung nach nicht.


"Mh, ist das denn toll?"

Ja. Denn wer nicht arbeitet oder arbeiten möchte wird zwar durchgefüttert, aber nicht so wie in Deutschland, wo sich mit der Situation gut arrangiert werden kann.

Die freie Versicherungswahl hingegen ist absolut Klasse - wenn man will, bekommt man für einen ähnlichen Geldaufwand (bei höherer Kaufkraft) eine etwas bessere Krankenversicherung als in Deutschland - man wird aber nicht dazu gezwungen. Manche schließen deutlich größere Pakete ab, andere wiederum verzichten (auch freiwillig) komplett auf jegliche Krankenversicherung und nutzen im Ernstfall ihr Erspartes.


"Da wusste man wenigsten, dass man nach der Lehre übernommen wurde."

Dann hatte man zwar einen Beruf, konnte sich aber trotzdem nichts kaufen - weil nichts verfügbar war. Also, bei dir angeblich schon, aber bei den anderen Leuten halt nicht.
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22.08.2011 22:38 Uhr von symphony84
 
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ahja: "Es gab in Europa noch nie einen freiwilligen und friedlichen Verbund von Staaten mit dem größeren Ziel gemeinsamer (Teil)Politik."

Glaubst du wirklich, dass der so freiwillig ist ?

"Was in Deutschland für ein durchaus sehr schönes Leben reicht. Dafür, dass man eventuell auf die eine oder andere Annehmlichkeit wie ein Auto verzichten muss - welches man in einer Stadt sowieso kaum braucht - hat man ja immerhin sehr viel Freizeit... und ein höheres Luxusgut als Freizeit gibt es meiner Meinung nach nicht."

So kann man es auch sehen.

"Dann hatte man zwar einen Beruf, konnte sich aber trotzdem nichts kaufen - weil nichts verfügbar war. Also, bei dir angeblich schon, aber bei den anderen Leuten halt nicht. "

Dafür leben wir heute in einer Überflussgesellschaft.
Was hat das schon wieder mit mir zu tun? Ich habe mich öfters mit Menschen aus der ehemaligen DDR unterhalten, kenn sehr viele halt, schau Dokus über die DDR, informiere mich und lebte auch in ihr. Das gewisse Güter knapp wahren bestreitet keiner, aber deine Beispiele gehören gewiss nicht dazu.


[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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22.08.2011 23:38 Uhr von Perisecor
 
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@symphony84: "Glaubst du wirklich, dass der so freiwillig ist ?"

Zumindest am Anfang. Im Moment heißt es für manche Länder eben - mitgehangen, mitgefangen.

"Was hat das schon wieder mit mir zu tun?"

Du hast, wie du berichtet hast, andere Erfahrungen gemacht, als die meisten Leute, die ich auch kannte. Folglich fand ich es nur logisch, dich von der Schlussfolgerung auszunehmen, weil du sonst wieder gemeckert hättest, dass du dir ja doch was kaufen konntest...

"aber deine Beispiele gehören gewiss nicht dazu"

Für mich ist stundenlanges Schlagestehen für Bauholz (Suhl ende der 80er Jahre) mit begrenzter Verfügbarkeit zu erklären.
Auch, dass ein Freund in Dresden direkt 3-4 Paar Gummistiefel gekauft hat, als sie verfügbar waren, weil die dauerhafte Verfügbarkeit eben nicht gegeben war.

Ich habe bewusst keine Luxusgüter wie Fernsehgeräte, Autos o.ä. gewählt.
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20.09.2011 11:54 Uhr von symphony84
 
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@Perisecor: Schau dir einfach mal "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte an"

Da siehst du, was in deinem tollen Amerika abgeht.
Aber die böse DDR... LOL !!
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20.09.2011 13:40 Uhr von Perisecor
 
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@ symphony84: Leb mal in Amerika. Dann musst du deine Informationen auch nicht aus zweifelhaften Filmen beziehen.
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20.09.2011 13:48 Uhr von symphony84
 
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lol: Nein Danke. Warum zweifelhaft? Die Tatsachen sind erschreckend was? Es ist ja nicht nur der Film, der jenes aufzeigt. Sicherlich hat das Land auch gute Seiten und es ist wunderschön. Aber eben nicht alles.

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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20.09.2011 13:50 Uhr von symphony84
 
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lol Und dann der Kinderquark... "Jetzt hab ich dir nen - verpasst."

Zusatz: Ich jetzt auch dir? Gehen wir spielen?

[ nachträglich editiert von symphony84 ]
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20.09.2011 15:14 Uhr von Perisecor
 
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@ symphony84: "Warum zweifelhaft?"

Weil es ein Michael Moore Film ist und er sich der gleichen Propagandamittel bedient, wie die Personen, denen er das immer vorwirft; gestellte Szenen, auf bestimmte Arten geschnittene und in Szene gesetzte Interviews, Ausnahmen als die Regel darstellen u.ä.

Schlimm genug, dass das nicht jeder weiß. Wobei man dieses Wissen wenigstens bei Leuten vermuten dürfte, die seine Filme als Quelle heranziehen.

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