20.08.11 11:00 Uhr
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Eurobonds: Brüssel trifft bereits erste Vorbereitungen

Während Angela Merkel und Nicolas Sarkozy gemeinsame Anleihen der Eurozone erst jüngst abstritten, trifft man in Brüssel offenbar bereits erste Vorbereitungen für Eurobonds: Der finnische Währungskommissar Olli Rehn lässt ihre Machbarkeit prüfen und bastelt an ersten Gesetzentwürfen.

Während zahlreiche Eurobonds-Gegner befürchten, gemeinsame Schuldverschreibungen löse die Haushaltsdisziplin der Eurostaaten endgültig auf, heißt es aus Brüssel nun, die Papiere seien geeignet, innerhalb der Eurozone "die fiskale Disziplin zu stärken" und den gemeinschaftlichen Markt zu stützen.

Somit sorgt Brüssel für zusätzlichen Druck auf Berlin. In der Union wankt ohnehin bereits der Widerstand gegen gemeinsame Anleihen, die Deutschland nach Berechnungen des ifo-Instituts mit mindestens 47 Milliarden Euro belasten würden. Derweil favorisiert Merkel offiziell ein europäisches "Durchgriffsrecht".


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Brüssel, Anleihe, Eurokrise, Eurobonds
Quelle: www.ftd.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2011 11:00 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+20 | -2
 
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Muss alles erst noch sacken. Die Polit-Psychologen setzen routiniert auf Zeit, um es am Ende auch dem letzten Stammtischwähler zwischen Flensburg und Oberammergau plötzlich "plausibel" erscheinen zu lassen: Dort, wo die Hirn-Konditionierung und der Unglaube an der faktischen Auflösung des Nationalstaates durch die selbst gewählte Partei besonders stark ausgeprägt ist, erfordert es einen gewissen Zeitaufwand. Dann dünkt auch dort den "Euro-Gewinnern": Es lebe der Industriellen- und Banken-Sozialismus in Europa, Honeckers Rache im Kanzleramt dürfte alle Erwartungen der Unionswähler noch übertrumpft haben...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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20.08.2011 11:36 Uhr von Ich_denke_erst
 
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Unglaublich: Ich war bisher ein Befürworter des europäischen Gedankens und des Euros. Aber was jetzt mit Eurobonds geplant wird darf es nicht geben. Die Eurobonds belasten gerade Deutschland in unerträglicher Weise. Das Märchen dass wir durch eine größere Summe billiger finanzieren glaubt keiner. Wer schlecht wirtschaftet muss auch dafür bestraft werden durch höhere Zinsen. Es kann doch nicht sein dass Deutschland für einen Faschingsprinzen wie Berlusconi einspringt mit seiner guten Bonität - von den restlichen schwächeren Ländern einmal abgesehen. Man sollte die Politiker mal an ihren abgelegten Eid erinnern- Schaden vom deutschen Volk abzuhalten!.
Kann man gegen solch einen Schwachsinn eigentlich klagen?

[ nachträglich editiert von Ich_denke_erst ]
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20.08.2011 11:39 Uhr von exekutive
 
+19 | -2
 
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unter hinter diese aktion: stecken eh jene kreise, welche der meinung sind, das nationalstaaten abgeschafft gehören..

wenn man nun die eurobonds durchsetzt, hat man ein perfektes werkzeug, um alle europäischen staaten gleichermaßen in den keller zu drücken.. da muss man nicht mehr langwierig nen finanzkrieg gegen einzellne länder führen, sondern kann gleich alle auf einmal schachmatt setzen...

wer eurobonds zustimmt, begeht massivsten landesverrat
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20.08.2011 12:08 Uhr von GLOTIS2006
 
+7 | -1
 
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Eurobonds...holpriger Weg: Eurobonds funktionieren nur unter einer Bedingung: sämtliche EU-Länder müssen ihre komplette Haushalts- und wirtschaftspoltische Kompetenz an eine gemeinschaftliche Institution abgeben.

Die Problematik, die wir schon seit Jahrzehnten beobachten beruht auf einer tiefer liegenden Anreizproblematik. Diese würde durch Eurobonds noch verschärft werden, wenn die einzelnen Länder weiterhin über ihren Haushalt entscheiden dürften, denn dann würden sie nicht mehr nur ihr "eigenes" geliehenes Geld ausgeben können, sondern es wäre darüber hinaus möglich, das Geld anderer Länder auszugeben.

Jeder kann sich vorstellen, dass das Probleme verursachen würde.
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20.08.2011 12:57 Uhr von Ich_denke_erst
 
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@islamstopp: Sorry - falscher Weg!
Erstens - Dein Nickname - Der Islam ist eine friedliche Religion - sage ich als Christ. Befasse dich erst einmal mit der Religion und deren Mitglieder - das sage ich als Christ - und urteile dann.

Unsere Exportwirtschaft profitiert immer noch von der EU und vom Euro - und damit auch jeder der bei einer Firma arbeitet die exportiert.

Zurück zur sicheren DM - Nein - Der Euro wie er konzipiert wurde ist sicher genug - nur was die Politiker jetzt machen - angefangen 2002 von Rot-Grün - bis zum Bruch der Verträge durch die EZB - das ist Mist. Übrigens: Die Schweizer mit ihrem starkem Franken haben im Moment enorme wirtschaftliche Probleme.
Unterstützung der schwächeren Euro-Partner - ja - wir verdienen schliesslich auch daran.
Rettung - Nein!
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20.08.2011 13:03 Uhr von alles.Gelogen
 
+8 | -0
 
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Der Untergang: beginnt.

Und keinen interessierts wiklich ;)
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20.08.2011 13:14 Uhr von SoRgen
 
+5 | -3
 
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@ ich_denke_erst: du machst deinem Nicknamen aber nicht viel Ehre :/
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20.08.2011 15:41 Uhr von LLCoolJay
 
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Ich_denke_erst: Der Islam ist genau so friedlich wie die Gläubigen, die sich ihm zugehörig fühlen.

Auch aus der Bibel kann man Grausamkeiten rauslesen. Es hängt davon ab wie man sie interpretiert.
Ergo ist Gewalt oder Frieden einer Religion nicht abhängig von der Religion an sich, sondern von deren Vertretern.
Und die sind alles andere als friedlich und tolerant.

Und das sage ich als Christ, der tagtäglich mit Moslems zu tun hat.



Was die EU und den Euro betrifft... ja, die EU kann als reiner Staatenbund sehr viel für die wirtschaft tun. Und da bin ich auch voll dafür.

Aber der Euro? Er macht Handel noch einfacher. Aber ist er wirklich ntowendig?
Nein.

Es würde auch eine theoretische, gemeinsame Währung reichen. Sprich z.B. der "Ecu", an den sämtliche Teilnehmerstaaten gekoppelt sind.
Jeder hat weiterhin weitreichende Eigenverantwortung, wenn einer MIst baut ist es relativ einfach ihn aus dem Verbund zu entfernen aber dennoch ist der Handel unter den Teilnehmerstaaten etwas einfacher.

Aber was aktuell geschieht ist ganz klar gegen den Vertrag von Lissabon.
Der im Übrigen nicht demokratischen Rückhalt geniest.

Was passiert denn aktuell? Die EU, so wie sie betrieben wird, hebelt sämtiche demokratischen Mechanismen aus.
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20.08.2011 16:28 Uhr von The Roadrunner
 
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@islamstopp wir haben auch vor dem EURO exportiert: na huch - oder ist Export fuer dich erst seit dem Euro erst moeglich?! Jetzt darfst du wirklich erstmal denken.

Zur News: beim Wort Disziplin habe ich aufgehoert zu lesen - wo soll die bitte denn herkommen, wenn sie jetzt schon nicht da ist - von den Bonds?! LOL

Es braucht mehr Volkswirte als BWLer - wobei selbst ein BWLer erkennen muesste, dass das ganze schon laengst eine grosse Pleite dartsellt.

Und wer jetzt ein Minus wegen der Aussage gibt, weiss einfach nicht, wo der unterschied zwischen Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft liegt.

btw: der groesste Teil unserer Regierung sind Anwaelte - aber das, was sie da staendig mit dem Recht veranstalten, laesst auch an deren Kentnisse in Sachen Recht zweifeln - wohl deshalb sind sie in die Politik gegangen.
H U C H ;-)
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20.08.2011 17:35 Uhr von Copykill*
 
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@Islamstopp: Glaubst du uns würde es mit der DM besser gehen ?

Was denkt du wie unsere DM jetzt darstehen würde, bei den ganzen Kriesenländern Weltweit ?
Wir hätte eine starke harte DM.
Die DM würde gegenüber den anderen Währungen (auch gegenüber dem Dollar) durch die Decke schießen.

Was das für Exportland wie Deutschland bedeutet muss ich dir ja jetzt wohl nicht noch im Detail erklären.

Das soll nicht heißen, das ich mit der jetztigen Situation zufrieden bin.
Aber Geisteslos nach der DM zu schreien, hat für mich denselben Charakter, wie wenn wir wieder
auf Kutschen zu Arbeit fahren, oder unser Elektrisches Licht gegen Kerzen tauschen würden.
Es wäre ein falscher Schritt zurück.
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20.08.2011 19:46 Uhr von Teutonicus_Maximus
 
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Eurobonds sind doch prima wenn im Gegenzug für die Mehrbelastung durch erhöhte Zinszahlungen der deutsche Beitrag in die EU-Kasse entsprechend gekürzt wird und die deutschen Finanz/Wirtschaftsminister ihr Tätigkeitsgebiet auf EURO-Land ausweiten.

DAS wäre eine Win-Win Situation!

Die PIIGS haben abgewirtschaftet, die Deutschen sollen den Karren aus der Scheiße ziehen. OK. Kein Problem. Damit das gelingt, darf aber kein "Schwein" mehr den Weg vorgeben....
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21.08.2011 00:24 Uhr von TheRoadrunner
 
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Panikmache: Was hat "Machbarkeit prüfen" mit "Vorbereitungen treffen" zu tun? Relativ wenig.
Vor allem müssten sich erstmal die Politiker einig sein, und dann müssten sie das Volk davon überzeugen.
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21.08.2011 01:29 Uhr von Inf_23
 
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@exekutive: Nationalstaaten gehören definitiv abgeschafft!!!

Das Nationalstaatensystem ist eines der Gründe warum wir, die Menschheit, nicht vorankommen. Leider gibt es weiterhin Leute wie dich, die scheinbar Zuflucht in der "guten" alten Zeit des letzten Jahrtausends suchen.

Protip: Überleg dir mal ein System, in der es ALLEN Menschen gut geht. Du wirst schnell feststellen, dass der Nationengedanke da im Weg steht.

Zu den Eurobonds: Werden irgendwann kommen und stellen die einzige Möglichkeit dar, unser (kaputtes) Finanzsystem noch ein paar Jahre weiterzuführen.
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21.08.2011 08:52 Uhr von Mankind3
 
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roadrunner: Das Volk überzeugen? In Deutschland?

Hier machen die Politiker eh was sie wollen, glaubst du die fragen uns ob es uns recht ist?
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21.08.2011 12:14 Uhr von Reape®
 
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also wenn das: durchkommt, sollte die ganze regierung mit nem schönen "schal" belohnt werden.
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21.08.2011 12:54 Uhr von exekutive
 
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@Inf_23: nationen wird es immer geben und das ist zur eigenen identität und der differenzierung auch gut und wichtig... was es aber die verwaltung an geht, da rüber lässt sich in der tat streiten und bin da auch für vieles offen.. sofern der boden dafür vorhanden ist, könnte meiner meinung nach auch soetwas wie eine globale regierung geben, welche in bestimmten -globalen fragen- exekutiv funktionen besitzt..

aktuell ist für solche überlegungen aber kein boden da und jene kräfte die entnationalisierung anstreben, tun das nicht aus humanistischen gründen, sondern ausschließlich um den globalen machtausbau in den händen einiger wenige.. man will ein strang haben, wonach dann alle tanzen, statt dessen sie umständlich viele stränge nutzen müssen, was die machtkonzentration stark schwächt..

unter diesen umständen muss bis aufs äußerste widerstand geleistet werden.. weltweite fussionen kann es nur aus dem inneren her geben -der jeweiligen volksmitten- und nicht wie aktuell bestimtm durch irgendwelchegestörten machtkonstellationen

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