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Elterngeld scheint nicht zu wirken - Geburtenrate immer noch niedrig

War Ursula von der Leyens ehrgeiziges Projekt "Elterngeld" eine Blendgranate? Die Geburtenquote in Deutschland hat sich nicht nennenswert verändert, daher keimt nun auch Kritik aus den eigenen Reihen auf. Volker Kauder (CDU) fordert nun, die teure Maßnahme spätestens 2013 auf den Prüfstand zu stellen.

Elterngeld motiviert die Menschen hierzulande offenbar nicht zu mehr Nachwuchs - allenfalls der Zeitpunkt verlegt sich etwas nach vorne, kommentiert die Süddeutsche Zeitung (SZ). Den Menschen hierzulande fehle der Glaube, das Kinder zu einem glücklichen Leben dazugehören.

Im Elterngeld liege möglicherweise die Chance, dass Kinder in Deutschland nicht mehr nur als Belastung empfunden werden, so die SZ. Doch eine Erhöhung der Geburtenquote um "zwei oder drei Hundertstel Prozentpunkte" unterstreiche auch die Logik Kauders, dass die Kosten den Nutzen kaum rechtfertigen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Familie, Elterngeld, Geburtenrate
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2011 22:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -2
 
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Weit über 20 Milliarden Euro seit Einführung des Elterngeldes Anfang 2007 sind eine saftige Hausnummer. Zudem leidet die  Maßnahme unter der Kritik, als erstes Sozialgeld zu gelten, welches mit dem Einkommen steigt. Immerhin stehen etwa einem Akademiker-Ehepaar bei insgesamt 14 Elternmonaten bei gleichzeitiger Inanspruchnahme sieben Monate lang monatliche Sozialleistungen von 3.600 Euro zu. Dies entspricht in etwa der Regelsatzsumme eines Erwachsenen bei sechs Jahren Arbeitslosigkeit - pro Kind versteht sich.

Die evangelische Kirche läuft Sturm angesichts der Tatsache, dass der Anteil von Kindern, die Deutschland unterhalb oder an der Armutsgrenze aufwachsen - und deren Eltern vom Elterngeld  ausgeklammert bleiben. Zweifel bleiben, ob die Maßnahme geeignet ist, tatsächlich allgemein den "Wert von Kindern für die Gesellschaft" zu betonen oder ob sie nicht vielmehr frühzeitig einen Keil zwischen priviligierte und verarmte Kinder treibt. Der Spiegel betitelte die Maßnahme als Reiseprämie (siehe: http://is.gd/...) für Besservedienende, bei der viele Milliarden nutzlos an Gutverdiener verteilt werden. (Siehe auch: http://is.gd/...).

Meine persönliche Meinung ist, dass das in meinen Augen unsoziale Elterngeld im Rahmen der Transferunion auf jeden Fall geopfert werden wird und sich die weitere Debatte schon aus diesem Aspekt heraus demnächst erübrigt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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19.08.2011 22:42 Uhr von shadow#
 
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19.08.2011 22:50 Uhr von Nick44
 
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Wann kapiert die politische Ebene mal, dass nicht immer für jedes Problem Handlungsbedarf besteht. Die sinkende Geburtenrate ist kein primär finanzielles Problem sondern ein gesellschaftliches. Der gesellschaftliche Wandel von Familie und Beruf zwingt zum Andersdenken. Die Schnelllebigkeit bedingt durch Mobilität im Berufsleben lässt die Familienplanung wohl mal hinten anstellen. Die heutige Frau will auch Karriere machen und sieht sich nicht nur als Hausfrau. Deswegen ist die Erhöhung des Elterngeldes wieder einmal eine unnötige Sozialausgabe.
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19.08.2011 23:41 Uhr von Deno001
 
+9 | -2
 
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Elterngeld hin oder her der normale Bundesbürger hat einfach nicht das Geld um sich ein (oder mehrere) Kinder zu leisten. Blicke ich 30 Jahre zurück sah es so aus das mein Vater als "einfacher Heizungsinstallateur" genug Verdient hat um sich, meine Mutter und drei Kinder über die Runden zu bekommen. Wir sind JEDES Jahr für 2 - 3 Wochen in Urlaub gefahren und haben uns alle 2 - 3 Jahre einen Jahreswagen kaufen können.
Wir haben zwar keine großen Ansprüche gestellt, es hat uns aber auch an nichts gefehlt. Essen, trinken, neue Klamotten, Spielsachen, alles war da. Wie sieht es denn heutzutage aus: Beide MÜSSEN arbeiten gehen nur damit die grundlegendsten Sachen bewekstelligt werden können. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich bin der Meinung das wenn man ein Kind hat, dieses auch genug Zeit mit seinen Eltern haben sollte. Ein Kind 3 - 4 Stunden am Tag in den Kindergarten zu schicken ist ja ok (soziale Kontakte, Freunde), doch wie ist es für ein Kind wenn man es morgens um 7 Uhr in den Kindergarten steckt und Abends um 18 Uhr wieder abholt, dann nach Hause fährt und um 20 Uhr das Kind ins Bett steckt. Was hat da das Kind von seinen Eltern und Eltern von seinem Kind? Und das hin und her gehetze zwischen Arbeit, Kindergarten, Schule, Elternabenden, Sportvereinen und sonstigem fördert sicherlich nicht den Wunsch Kinder in die Welt zu setzten.

[ nachträglich editiert von Deno001 ]
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20.08.2011 03:49 Uhr von ITler84
 
+3 | -2
 
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Ist doch einfach: Es gibt immer weniger Spielplätze, die Lehrer sind überfordert, die anderen Kinder sind grösstenteils Assoziale (sorry aber das ist zumindest bei mir vom Gefühl her so wenn ich die Jugend "abhängen" sehe) mit denen man seine eigenen Kinder nie spielen lassen möchte.

Dazu kommt noch das es immer schwerer wird die "richtige" zu finden weil Frauen Ihre Sexpartner wie Schuhe wechseln.
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20.08.2011 08:04 Uhr von artefaktum
 
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Dieses Schielen auf die Geburtenrate ist einfach nur krank.
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20.08.2011 09:27 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -1
 
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"Die sinkende Geburtenrate ist kein primär finanzielles Problem sondern ein gesellschaftliches. Der gesellschaftliche Wandel von Familie und Beruf zwingt zum Andersdenken. Die Schnelllebigkeit bedingt durch Mobilität im Berufsleben lässt die Familienplanung wohl mal hinten anstellen. "

Du widersprichst dich selbst. Du sagst auf der einen Seite ist es kein fananzielles Problem aber auf der anderen Seite wirfst du Beruf und Mobilität in den Raum :)
Man arbeitet um Geld zu haben, heißt die Frauen bekommen keine Kinder weil das Geld nicht reicht um die Bedürfnisser von Mutter und KInd(er) zu erfüllen. Die Löhne der Männer gehen auch den Bach runter, Feminismus sorgt dafür das die Frau den Mann nur noch als Erzeuger sieht und ansonsten nicht abhängig sein will, was wiederum bedeutet das sie arbeiten muss.

Man kann sich drehen wie man will, das Geld spielt die Hauptrolle.
Man könnte ja mal Uschi von der Leyen fragen ob sie sich mit 800€ im Monat Einkommen auch 8 Kinder anschaffen würde. Da könnte sie sich die Frage selbst beantworten warum das Elterngeld nichts bewirkt.
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20.08.2011 10:46 Uhr von Bokaj
 
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Für manche ist das Elterngeld ein Segen. Das Elterngeld war für meine Schwester ein Segen. Sie ist alleinerziehend und ohne Unterstützung durch den Vater.

Sie konnte ein Jahr aussetzen. Aber ohne Großeltern wäre es trotzdem nicht gegangen. Weil es gabe keinen Platz für das Kind in einer Kinderkrippe.
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20.08.2011 11:38 Uhr von Nick44
 
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Mit Geld wird man keinen Kindersegen erreichen: @CoffeMaker: Ich widerspreche mich keineswegs. Es ist eine Sache sich auf die Karriere zu konzentrieren, aber eine andere, kleinere Teilzeit-Jobs auszuüben, um für das Kind da sein zu können und gleichzeitig noch die Familienkasse zu füllen.

Geld alleine bewirkt nicht, dass sich Paare auf einmal ein Kind wünschen. Das sieht man ja schon daran, warum Deutschland trotz Milliardeninvestitionen für Elterngeld und Vätermonate das kinderärmste Land Europas bleibt. Es gibt immer mehr Studierende und auch die Kluft zwischen dem Gehalt der Männer und Frauen wird immer geringer. Studierende stellen meist die Familienplanung hinten an und bei der Einstellung von Frauen spielt auch der Gedanke des Mutterschutzes eine Rolle.
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26.08.2011 14:42 Uhr von jo-82
 
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Es wäre: vielleicht besser den Nachbarn das Elterngeld zu zahlen. Dann steigt vielleicht auch die Akzeptanz gegenüber der Schreigeister.

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