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BWL-Professor will 1.000 Politiker-Dissertationen prüfen und Plagiate "ausrotten"

Weder in der Wortwahl noch in seinem Vorhaben ist BWL-Professor Uwe Kamenz aus Dortmund zimperlich. "Ich will Plagiate in Deutschland ausrotten", kündigt der FH-Dozent an. Zu diesem Zweck hat Kamenz bereits hunderte Politiker angeschrieben, sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bisher antworteten aber die wenigsten Politiker. Kamenz hat das Plagiaterkennungssystem "Profnet" entwickelt. Während Karl-Theodor zu Guttenberg und Silvana Koch-Mehrin mit Wikis entlarvt wurden, geht Kamenz schon seit fünf Jahren auf Plagiate-Jagd, "um den Ruf der Wissenschaft zu retten".

Kamenz vermutet, dass zehn Prozent aller Doktorarbeiten plagiiert seien. Sechs Politiker schickten ihm freiwillig ihre Arbeiten. Bildungsministerin Annette Schavan bot er an, 1.000 Dissertationen für je fünf Euro mit "ProfNet" unter die Lupe zu nehmen. Schavan lehnte das jedoch bisher ab.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Politiker, Professor, Plagiat, Doktorarbeit, Dissertation, BWL
Quelle: www.handelsblatt.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2011 15:29 Uhr von mat74
 
+3 | -1
 
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Rechtfertigung: Interessant wäre mal, wie der Herr Professor diese Tätigkeit rechtfertigt und in Einklang mit seinem Uni-Auftrag bringt bzw. was er von den 5 Euro in die eigene Tasche gesteckt hätte bzw. von welchen Geldern seine Arbeit bezahlt wird.
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18.08.2011 15:35 Uhr von ChaosKatze
 
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lobenswert: dass er sich da hinsetzen will um die plagiate auszusortieren... warum die wenigsten darauf antworten kann man sich leider denken...
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18.08.2011 15:37 Uhr von mr_shneeply
 
+2 | -4
 
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"um den Ruf der Wissenschaft zu retten": Den Ruf der Wissenschaftler als mißgünstige Erbsenzähler?

Letztendlich geht es ihm ja auch nur um seinen Profit durch seine Software.

Für mich verdient der Herr die Bezeichnung NBA.
(natural born asshole)
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18.08.2011 15:54 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+3 | -2
 
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Bei der Gelegenheit sollte er auch gleich noch die Arbeiten aller an (Hoch-)Schulen angestellten Promovierten prüfen!

Möglicherweise ist er dann der einsamste Mensch der Welt...
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18.08.2011 16:00 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+5 | -0
 
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Erbsenzähler hin oder her Möglicherweise geht es ihm tatsächlich "nur" um den Profit. Aber was solls. Zu Unrecht erworbene Titel sind eine Schweinerei. Und wenn man einige damit entlarven kann, ist das eine gute Sache, denn der Ruf der Wissenschaft benötigt tatsächlich eine Aufbesserung.

Anderes Beispiel, aber (wie ich finde) das gleiche in Grün:
Doping beim Radsport. Ist auch ne Schweinerei - und wenn es jemandem gelingt, die Übeltäter ausfindig zu machen, soll mir auch recht sein, wenn derjenige was dabei verdient. Und für den Radsport gilt gleichermaßen: Eine Aufwertung des Rufes wäre mehr als wünschenswert.
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18.08.2011 16:27 Uhr von lina-i
 
+1 | -0
 
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Vor ein paar Tagen: unterhielten sich ein paar Kiddies (Gymnasiasten) in der Bahn, wie sie Ihre Praktikumberichte schreiben. Dabei kam zur Sprache, dass die Mehrheit gar kein Praktikum geleistet hat und der Bericht nur aus anderen Quellen kopiert wurde. Eine Kontrolle findet nicht statt, da der zuständige Lehrer überfordert sei...

Es fängt früh an...
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19.08.2011 07:33 Uhr von mr_shneeply
 
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der Ruf der Wissenschaft wird gerade erst durch derartige News geschädigt.
Mittlerweile glauben doch viele, daß jede Doktorarbeit plagiiert ist.

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