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US-Studie erbost Ärzte: Placebos helfen bei Asthma subjektiv wie Medikamente

Laut einer amerikanischen Studie haben Placebos bei Asthma dieselbe subjektive helfende Wirkung wie Medikamente. Dieses Ergebnis erbost US-Ärzte immens.

Zwar ergaben die Messwerte, dass die Medikamente das objektive verbessern würden, aber das subjektive Befinden steigerten die Placebos.

Laut Medizinern können Placebos keine messbaren Ergebnisse liefern: "Stattdessen ist die Botschaft, dass subjektive Symptome genauso wichtig oder wichtiger seien als objektive Messwerte. Also lasst uns doch Placebos benutzen!", echauffiert sich ein Arzt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Medikament, Asthma, Placebo
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2011 16:25 Uhr von Borey
 
+3 | -0
 
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Was ich mich bei Placebos immer wieder frage:

Wird durch diese ganze "Berichterstattung" nicht der ganze Effekt verhunzt? Jemand der eh schon misstrauisch ist - zugegeben ich denke auch bei jedem Medikament : ob ich das wirklich brauch, is wahrscheinlich nichmal viel drin. - wird doch besonderse zweifeln, womit der Effekt dann ja auch nicht mehr greift.

Wüsste man quasi "gar nichts" von diesem "Placebo-Effekt" wäre es doch im Endeffekt besser für alle. (Vorausgesetzt er funktioniert so gut.:))
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17.08.2011 17:02 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -4
 
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Wieso sind die Ärzte erbost? Asthma ist in vielen Fällen eine Kopfkrankheit, also kann ein Placebo völlig ausreichend sein.
Welche Asthmavariante vorliegt, kann der Arzt ja klären und dann entscheiden, ob ein Placebo ausreicht. Verstehe die Aufregung nicht.



@Borey: Man hat in Versuchen festgestellt, dass der Placebo-Effekt sogar dann hilft, wenn man den Leuten vorher sagt, dass sie Placebos bekommen.
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17.08.2011 19:36 Uhr von lina-i
 
+6 | -3
 
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@ Schwertträger: Ich wünsche dir mein Asthma an den Hals....

Mal sehen, ob du dann noch behauptest, dies sei nur eine Kopfkrankheit.
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17.08.2011 21:50 Uhr von Kenick
 
+1 | -1
 
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@lina-i: 1. Er hat gesagt in vielen Fällen
2. Sowas wünscht man nicht

Ich hab auch Asthma, ich würds aufn Versuch ankommen lassen. Allerdings habe ich bei einem neuen Arzt mal ein anderes Medikament bekommen und bin der Meinung, dass es nicht half - jetzt geh ich wieder zum alten Doc, is zwar weiter, aber ich fühl mich besser aufgehoben.
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17.08.2011 22:31 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@lina-i: Ich WUSSTE es, dass es mindestens eine(n) geben würde, der/die es nicht versteht, was ich geschrieben habe. Ich wollte es schon narrensicher ausformulieren, hatte aber nicht genügend Zeit.

Asthma wird bei Panikattacken und/oder auch anderen äußeren psychischen Einflüssen stärker. Bester Beweis dafür, dass die Psyche eine große Rolle dabei spielt.

Ich bin selber langjähriger Heuschnupfenasthmatiker, weiss also wovon ich rede.


Jemandem einfach grundlos etwas an den Hals zu wünschen, ohne Näheres zu wissen, zeigt unter Umständen, dass man zu faul ist, einem vermeintlich Unwissenden detailliert auseinanderzusetzen, dass und worin er sich irrt bzw. erstmal herauszufinden, ob er wirklich unwissend ist. :-)
Und das ist wiederum recht unreif und zeugt von wenig Selbstanspruch. ;-)

Kenick hat da genauer gelesen und prompt den Satzteil gefunden, auf den es ankommt.
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18.08.2011 01:23 Uhr von 338LM
 
+2 | -0
 
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Quelle lesen: Über die Studie, aber noch mehr über den Kommentar, regen sich mehrere US-Mediziner in Blog-Einträgen auf. Ein Notarzt ätzt auf Rogue Medic, eine 50-prozentige Verbesserung der Symptome sei doch nichts. Er könne 80 Prozent erzielen, nur mit einem Beruhigungsmittel - oder noch mehr, wenn er Morphium gebe. Aber das sei selbstverständlich unethisch.

Mehrere Mediziner nehmen die Studie zudem im Blog Science-Based Medicine auseinander. Die Untersuchung werde so gedreht, dass es nicht darum gehe, dass Placebos keine objektiv messbaren Verbesserungen erzielen, schreibt etwa David Gorski. "Stattdessen ist die Botschaft, dass subjektive Symptome genauso wichtig oder wichtiger seien als objektive Messwerte. Also lasst uns doch Placebos benutzen!", regt sich der Onkologe vom Barbara Ann Karmanos Cancer Institute in Michigan auf.

Anästhesist Kimball Atwood bezeichnet den begleitenden Kommentar von Moerman gleich komplett als Bullshit. Die Mediziner wittern, dass mit dieser und ähnlichen Studien am Ende alternativmedizinische Verfahren legitimiert werden sollen, die eben nicht besser wirken würden als ein Placebo. Immerhin: Finanziert wurde die Untersuchung vom National Center for Complementary and Alternative Medicine, der alternativmedizinischen Abteilung der US-Gesundheitsbehörde.

Paul Enck von der Universität Tübingen hält diese Aufregung für einen Sturm im Wasserglas. "Die Untersuchung bestätigt, was wir seit Jahren aus der Placebo-Forschung wissen: Placebos heilen keine Krankheiten, aber sie können Symptome lindern", sagt Enck, der an der Studie nicht beteiligt war. Asthma habe eben auch subjektive Komponenten, wie die Angst vor dem nächsten Anfall.
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18.08.2011 02:16 Uhr von Lilium
 
+1 | -0
 
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o___O Hä? Wieso brauchte man dafür jetzt eine Studie?
Wenn ich einen starken Asthma Anfall hab (ob jetzt durch körperliche Anstrengung, Allergie oder stressinduziert) während des Anfalls bekomme ich keine Luft. Kriege ich keine oder nur schlecht Luft bekomme ich Panik, klar beruhigt es mich wenn mir ein Arzt (der ist ja schließl. dazu da damit es mir besser geht) irgendein Medikament gibt.

Allerdings bezweifle ich, dass bei einem intensiven Anfall ein Placebo wirkt. Vor zwei Jahren habe ich einen so starken Anfall bekommen, dass ich mehrere Stunden am Tropf hing und zwei Tage im Krankenhaus.. in solchen Fällen hilft kein Händchen tätscheln und Minze...

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