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TIKA: Der Westen ist schuld an der Hungersnot in Afrika

Mahmut Çevik, Koordinator für das ländliche Entwicklungsprogramm für Afrika bei der Agentur für türkische Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA) konstatiert, dass der Westen die Schuld an der Hungerkatastrophe in Afrika trage.

"Die Doppelmoral und eine schlechte Agrarpolitik, die die westliche Welt Afrika auferlege" seien verantwortlich für die Notsituation, in der sich der Kontinent momentan befindet. Während westliche Industrieländer ihre Landwirtschaften fördern, gehe Afrika, trotz großer Bodenschätze, leer aus.

Es mangele an Fachkräften und der entsprechenden Ausbildung, an der Infrastuktur und an der Ausstattung. Des Weiteren sei die schlechte Qualität des Saatgutes und nicht zuletzt die Wasserknappheit große Probleme, so Cevik.


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WebReporter: franzi-skaner
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schuld, Afrika, Westen, Hunger, Agrar, Hungersnot
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2011 12:31 Uhr von Bayernpower71
 
+13 | -10
 
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logisch: der ungläubige Westen ist doch eh an allem Schuld. (Ironie)

Und was man aus einem Wüstenstaat machen kann zeigt das Beispiel Israel (nicht die Politik, die Wirtschaft meine ich). Ja klar, Israel bekommt Geld vom Westen. Die Entwicklungsländer übrigens auch. Nennt sich Entwicklungshilfe. Und wenn man damit nichts vernünftiges anstellt ist der Westen Schuld.

Und gerade die Türkei sollte da nicht so laut sein, hier eine Karte über die Kaufkraft einzelner Regionen in der Türkei:
http://www.gfk-geomarketing.de/...
Ist ne PDF-Datei. Riecht eher nach Doppelmoral.

[ nachträglich editiert von Bayernpower71 ]
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17.08.2011 13:02 Uhr von K.T.M.
 
+6 | -1
 
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@Bayernpower71: "Und was man aus einem Wüstenstaat machen kann zeigt das Beispiel Israel (nicht die Politik, die Wirtschaft meine ich)"

Na da hast du dir ja ein super Beispiel ausgesucht. Die Staatsverschuldung betrug 2009 78%, das Haushaltdefizit 7% des BIP. Knapp 24 % der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Durch amerikanische Kreditgarantien und direkten Anleihen bei Privatinvestoren erhält Israel teilweise Kredite zu Zinssätzen die unterhalb der marktüblichen Zinssätze liegen. Israel ist u.a. bei Getreide und Rindfleisch vom Import abhängig.

"Die Entwicklungsländer übrigens auch. Nennt sich Entwicklungshilfe. Und wenn man damit nichts vernünftiges anstellt ist der Westen Schuld."

Diese Entwicklungshilfe könnte wesentlich effektiver zum Wirtschaftsaufbau genutzt werden, wenn der Westen nicht zweistellige Milliardenbeträge jährlich an Agrarsubventionen (z.B. Bayern erhält jährlich 1,4 Mrd. € von der EU) zahlen würde.
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17.08.2011 15:35 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+5 | -0
 
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und Afrika ist schauld an AIDS...

quid pro quo

[Ironie off]

Im Ernst: So ein Quark! Wenn man natürlich die Quelle betrachtet, wird einem so Einiges klar "Agentur für türkische Zusammenarbeit und Entwicklung". Die sollen sich mal um ihre Probleme im Inneren kümmern!

Das Einzige, was man den Industriestaaten ankreiden kann: Sie sind zwar nicht an der Hungersnot schuld, wohl aber daran, dass diese nicht nachhaltig bekämpft wird. Wenn man einem Hungernden einen Spaten und einen Sack Reis hinstellt, wird er den Reis fressen und den Spaten liegen lassen.

[ nachträglich editiert von Jean_Luc_Picard ]
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17.08.2011 17:33 Uhr von shortbread
 
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ich verstehe den ganzen aufstand nicht, welchen hier viele leute machen

niemand hat etwas damit zu tun
niemand hat an der not schuld

und wenn jetzt einer kommt mit: "...die vielen verhungerten kinder..."
naja, wenn jede familie 20 kinder hat ists kein wunder, dass jedes jahr ein paar verhungern

wieviel geld da reingesteckt wird ist unglaublich... an den schulen sollen lebensmittel und !!spielzeug!! gesammelt werden. wozu spielgzeug? lieber sachen aus der gartenhütte

Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.
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17.08.2011 18:37 Uhr von Bayernpower71
 
+3 | -0
 
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@RentnerSchreck: Schön das du meinen Nicknamen idiotisch findest. Weiß ich doch gleich welches Niveau du hast.

Was soll der Westen noch alles tun? Alleine Deutschland hat im Jahre 2007 10 Billionen US-Dollar an Entwicklungshilfe geleistet (durch direkt-Zahlungen, Schuldenerlaß, humanitäre Hilfe... etc). Und dafür müssen wir uns noch Kritik von der Welthungerhilfe anhören.
Langes PDF für Interessierte:
http://www.welthungerhilfe.de/...

Kein Kontinent außer Afrika hat mehr innere Unruhen und Kriege derzeit. Sollen wir die Warlords finanzieren?

Ärzte ohne Grenzen arbeiten auf Spendenbasis (außer Medikamente, die werden von Regierungen gestellt) und sogar in Somalia. Täglich mit der Angst erschossen zu werden.

Französische UN-Soldaten müssen in Somalia sorgen das Hilfslieferungen ankommen. Und der Westen soll Schuld sein?

Und von wegen Agrarsubventionen. Von den Entwicklungsgeldern könnten die Herren Machthaber auch gerne mal ihre eigenen Bauern subventionieren oder in die Infrastruktur investieren (fließendes Wasser, Strom, Kanal). Geht ja nicht, werden ja Waffen und Geld für Macht gebraucht. Der Westen soll also Schuld sein?

Und greift der Westen ein und baut Brunnen werden se von irgendwelchen Spinnern wieder zerstört. Der Westen ist daran Schuld?

Ich kann das der Westen ist immer Schuld nicht mehr hören. Mal einfach mit dem Arsch aus der Hose kommen, Ärmel hochkrempeln und vollgas geben.

Und wenn der Westen die Krisengebiete besetzt um Aufbauhilfe zu machen heißt es auch wieder der böse Westen nutzt uns aus. Afghanistan hat übrigens (ja ich weiß, Afghanistan liegt nicht in Afrika, nehms nur als Beispiel) momentan die höchste Wachstumsrate seit es dieses Land überhaupt gibt. Ja, auch daran ist der Westen "Schuld".

Also RentnerSchreck, komm sachlich um die Ecke. Und beurteile nicht anderer Leute Nicknamen oder gar deren Horizont. Oder biste neidisch das ich in Bayern lebe?
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17.08.2011 20:45 Uhr von K.T.M.
 
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@Bayernpower71: "Und von wegen Agrarsubventionen... Der Westen soll also Schuld sein?

http://www.bundestag.de/...

Teilschuld auf jeden Fall! In Dakar ist Obst und Gemüse aus Frankreich, Spanien und Italien 1/3 günstiger als einheimische Produkte.

Wie soll sich so eine Wirtschaft aufbauen?

Die EU zahlt jährlich 55 Milliarden € an Agrarsubventionen und verhindert somit, dass sich Landwirtschaft in Afrika lohnt.
Wenn chinesische Kleidung aus europäischen PET-Flaschen billiger ist als einheimisch produzierte Waren aus Baumwolle, braucht man sich nicht wundern wenn die Textilindustrie dort den Bach runter geht. Dass die Fischer ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können, weil ausländische Fischfangflotten die Gewässer leerfischen sollte auch niemanden verwundern. Und wenn so massiv Arbeitsplätze zerstört werden, braucht man sich nicht wundern wenn es zu sozialen Unruhen kommt und sich immer mehr Menschen fundamentalistischen Gruppierungen anschließen und die Gewalt letztendlich eskaliert.

"Afghanistan hat übrigens... momentan die höchste Wachstumsrate seit es dieses Land überhaupt gibt."

Stimmt, es wurden nie mehr Drogen produziert.
Wo nichts war kann auch viel wachsen, im Falle Afghanistans 8,2%. Somalia, ein Land wo seit Jahrzehnten Bürgerkrieg herrscht, hat ein höheres Wirtschaftswachstum (2,5%) als Deutschland (1,3%). Unter Gaddafis bösem Terror-Regime hatte Libyen (9,2%) seit 2003 immer ein Wirtschaftswachstum von über 5%.

http://www.welt-in-zahlen.de/...
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24.09.2011 17:27 Uhr von ElChefo
 
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...man mag auch vielleicht den Leuten die Schuld geben, die mit der Kalashnikov in der Hand dafür sorgen, das das bischen Geld und Hilfe, was wir darunter schicken, nicht da ankommt wo es soll und die Wirkung entfaltet, die nötig wäre.
...da braucht man auch nicht über "zuviel" oder "zuwenig" debattieren, selbst wenn es zu wenig wäre ist es mehr als was die da unten haben und brauchen tun sie es auch.

Vielleicht ist ja auch China mitschuld, weil die durchs Land fahren, bei korrupten Warlords nen Haufen Kohle in die Runde schmeissen für Schürfrechte - aber Arbeitsplätze schaffen? Pustekuchen. Die Minen und Werke werden aus China angeliefert, von Chinesen zusammengebaut und von Chinesen betrieben - ebenso werden die aus der Heimat versorgt mit Essen und Waren, die sie in firmeneigenen Läden kaufen dürfen.
Nutzen für das afrikanische Land? Null - ausser ein paar nettere Zahlen auf dem BIP.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

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