Entstehung von seltsamer Wolkenformation auf dem Saturnmond Titan ist geklärt
Vor knapp einem Jahr fotografierte die Raumsonde Cassini eine sehr ungewöhnliche Sturm- bzw. Wolkenformation auf Titan, dem größten Saturnmond. Die helle, pfeilförmige Struktur erstreckte sich über eine Länge von 1.200 Kilometern, wobei ihre beiden "Flügel" sogar noch jeweils 300 Kilometer länger waren.
Ein Team um Prof. Jonathan L. Mitchell von der University of California in Los Angeles konnte jetzt weitere Einzelheiten über die Entstehung dieser Formation herausfinden. Dafür entwickelten die Forscher Modellsimulationen, mit denen sie die dynamischen Prozesse in der Atmosphäre Titans nachbilden konnten.
Mitchell vergleicht die dabei ablaufenden Vorgänge mit den Resonanzphänomenen in einem Weinglas: Solch spektakuläre Wolkenformationen entstehen demnach durch die Reaktionen von Wolken auf Vibrationen von atmosphärischen Wellen. Auf diese Weise wird das globale Klima des Mondes stark beeinflusst.