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Ursachensuche: Warum der deutsche "XXL-Boom" schon wieder vorbei ist

Der deutsche XXL-Aufschwung ist Vergangenheit. Der kurze Boom endet nicht nur wegen Schulden zahlreicher Eurozonen-Abnehmerländer, sondern auch wegen schwachen privatem Konsums in Deutschland, so ein Experte. Im zweitem Quartal 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt gerade einmal um 0,1 Prozent.

Der Einbruch überrascht Ökonomen, der DAX fiel um satte 2,7 Prozent. Deutschland sei nicht die "wirtschaftliche Insel der Glückseligkeit", so Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Fortan müsse man sich wieder mit geringen Wachstumsquoten begnügen, erklärt Unicredit-Volkswirt Andreas Rees.

Der Abschwung bleibt nicht ohne Wirkung auf das Eurozonen-Wachstum: Insgesamt fiel in den 17 Euro-Ländern das Quartals-Wachstum mit 0,2% zwar doppelt so hoch aus wie in Deutschland - ebenso wie alle 27 EU-Länder zusammen - doch im Vorquartal lagen beide Werte noch bei 0,8%.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Wirtschaft, Boom, Aufschwung, XXL
Quelle: www.sueddeutsche.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.08.2011 22:13 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+20 | -5
 
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Oh je, was für Märchen erzählt Angela Merkel nun ihren Wählern? Jetzt, wo die Rechnungen für dieses auf Schulden gebaute "Wirtschaftswunder" gibt?

Apropos Wirtschaftswunder...

Laut Statistischem Bundesamt belegt Deutschland (1,2%) zusammen mit Italien den letzten Platz beim durchschnittlichem Wirtschaftswachstum seit Bestehen der Eurozone. Die Wachstumsgewinner heißen Griechenland und Irland mit dreimal höheren Prozentwerten (3,6 und 3,9%)

Die durchschnittlichen Realeinkommen in Deutschland schrumpften seit 2000 um rund 4% (bei Geringverdienern 22%). Das ist absoluter Minusrekord in der Eurozone, kein anderes Land hatte eine negative Reallohnentwicklung. Im Gegenteil: In Griechenland stiegen die Reallöhne (d.h. kaufkraftbereinigt) um fast 40%, bei den Beamten sogar um 170%.

Die Folge für Deutschland: Die Einzelhandelsumsätze gingen in den letzten 13 Jahren um satte 7 Prozent zurück. Der Binnenmarkt profitiert von den Exporten so gut wie nicht – im Gegenteil. Durch Lohndumping sind jahrelang Ersparnisse in zinsträchtigere Märkte, z. B. nach Südeuropa - abgeflossen und Investitionen in Deutschland unterblieben.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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16.08.2011 22:18 Uhr von AnonymMic
 
+21 | -0
 
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Boom Boom Boom: Vom achso tollen Boom hatte der "kleine Mann" doch eh nie etwas!
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16.08.2011 22:19 Uhr von ZzaiH
 
+15 | -0
 
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oje: wenn das was die letzten jahre xxl-boom war und nun rezession kommt, dann seh ich schwarz...
mal gucken wie die politik dem volk real -10% zu verkaufen...
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16.08.2011 22:47 Uhr von Marie52
 
+9 | -7
 
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man muss den Konsum in Griechenland fördern: Die Menschen dort sind es gewohnt, mehr auszugeben als sie verdienen. Deshalb brauchen sie noch einen viel größeren Kreditrahmen.

Die dummen Deutschen sparen ihr Geld nur statt es mit vollen Händen zu verprassen. Deshalb verdienen sie es nicht, mehr Geld zu bekommen.

Die Griechen sind die besseren Europäer.
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16.08.2011 22:54 Uhr von Slingshot
 
+4 | -5
 
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Absolute Panikmache! So ein Bullshit. Welcher Idiot ist für solche Meldungen verantwortlich!? =/
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16.08.2011 23:03 Uhr von AnonymMic
 
+9 | -0
 
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@Autor: Zitat: "Die durchschnittlichen Realeinkommen in Deutschland schrumpften seit 2000 um rund 4% (bei Geringverdienern 22%)"

Das ist das Hauptproblem was wir in Deutschland haben und die Regierung unternimmt nichts dagegen; im Gegenteil.
Ich sehe schon jetzt voraus, dass wir in ca. 5 Jahren bestimmt an die 10 Millionen AlgII-Empfänger haben und das nur weil die Meisten aufstockend AlgII empfangen werden, da der Lohn einfach nicht mehr ausreicht.

Lustig und zugleich traurig: http://www.youtube.com/...
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16.08.2011 23:10 Uhr von Götterspötter
 
+8 | -0
 
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Möglicherweise wurde wohl vergessen - die Arbeitnehmer am XXL Aufschwung ein bischen zu beteiligen .......

nur so eine wage Vermutung :)
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16.08.2011 23:20 Uhr von ElChefo
 
+0 | -0
 
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Warten wir bis anfang nächsten Jahres, dann wundern sich wieder alle über das steile Wachstum bis dann zum Q2 alle wieder über die Stagnation staunen.

...irgendwie stumpfsinnig.
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17.08.2011 00:31 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -0
 
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Quellen zu meinen Zahlen unter "Meine Meinung": Deutschland mit Italien Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum in der Eurozone:
FAZ: http://www.faz.net/...

Deutschlands Einzelhandelsumsätze schrumpften in den letzten 13 Jahren um 7%
Baadische Zeitung: http://www.badische-zeitung.de/...

Die Mär vom Konsumwunder:
FTD: http://www.ftd.de/...

Deutschland ist Reallohn-Letzter, Griechenland Reallohnplus von fast 40%:
Hans-Böckler-Stiftung mit Zahlen der Europäischen Kommission: http://www.boeckler.de/...

Deutschlands Reallöhne um 4% seit Euroeinführung gesunken:
Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de/...

Realeinkommen lagen 2010 um 4 % unter dem Niveau von 2000:
Hans-Boeckler-Stiftung: http://www.boeckler.de/...

Lohndumping-Weltmeister Deutschland:
Siehe Grafik: http://is.gd/...

Niedriglöhner verdienen bis zu 22% weniger Reallohn als 2010
RP-Online: http://www.rp-online.de/...

Beamtenbezüge in Griechenland stiegen in 8 Euro-Jahren um 170 Prozent
(In the eight years leading up to the debt crisis, civil-service salaries went up 170% )
Wallstreet-Journal: http://online.wsj.com/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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17.08.2011 00:41 Uhr von Bayernpower71
 
+3 | -1
 
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XXL-Boom: welch geiles Wort.

Sind das die mit dem Roten Stuhl?

Ich kanns nur immer wieder wiederholen, Konjunkturzyklus.

Aufschwung, Hochkonjunktur (Boom), Abschwung, Tief, und wieder von vorne. Lernt man in der ersten Stunde VWL.

Unvermeidbar. Grenzenloses Wachstum gibt es nicht. Die Phasen der 4 Konjunkturprozesse können jedoch beeinflusst werden. Aber nur in der Länge der Dauer.

Zum Beispiel politisch (auf Deutschland umgemünzt) hätte ich vor einem Jahr Merkel und Sarkozy geraten keinen EU-Rettungsschirm durchzuboxen.

Momentan wird der Abschwung (der unweigerlich kommt) nur verzögert. Jeder der sich nur ein bisschen mit Volkswirtschaft auskennt hätte (auch aufgrund der USA-Verschuldung) einen kontrollierten Abschwung eingeleitet und mit eben diesen Rettungsschirm-Geldern Maßnahmen für einen Aufschwung eingeleitet um das Tief (Depression) so kurz wie möglich zu halten.

Nun stehen wir kurz vor einem Crash, was eine lange Depression zur Folge hat.

Aber OK, was will man von einer Chemikerin an der Spitze Deutschlands erwarten (zudem noch kommunistisch geprägt). Und Little-Napoleon aus Frankreich hadert doch eh nur um die Wahl demnächst.


@baron

Du weisst ja das Konjunktur an das BIP gekoppelt ist. Löhne musste dann schon sagen welche BIP-Rechnung du nimmst. Das wäre dann (wenn mich jetzt nicht alles verlässt im Hirn) die Verwendungsrechnung des BIP.

[ nachträglich editiert von Bayernpower71 ]
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17.08.2011 02:29 Uhr von camperjack
 
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@autor: Hier die Daten über Griechenland anzugeben, um damit zu prahlen wie toll sein Wachstum war, halte ich für extrem unangebracht...
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17.08.2011 06:50 Uhr von :raven:
 
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Ganz einfach! Es war kein Boom da...

Statistik is geduldig und genügsam, politische Entscheidungen käuflich und den Rest erledigt die Propaganda.

Ein "Aufschwung", in dem das Realeinkommen des Durchschnittsbürgers seit über 15 Jahren sinkt, ist kein Aufschwung, sondern eine Umverteilung von arm nach reich!

Aber schön die "eatblierten Parteien" wählen, dann bleibt garantiert alles so wie es ist...
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23.08.2011 02:43 Uhr von projektion
 
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Rezession ist geil: ich frage mich immer wieso Rezession als so schlecht angesehen wird!? Eigentlich heißt Rezession eigentlich nur Sparen und nicht Produzieren und Verbrauchen wie die Wanderheuschrecken! Aber das ist wohl das einzige was man kennt, Wachstum Wachstum Wachstum!!! Bis alles verbraucht und hin ist! Wieso soll man mehr verbrauchen und konsumieren als man braucht, nur damit das scheiß Wirtschaftswachstum passt! Anscheinend (bzw. ich bin mir sicher!) ist die Meschheit einfach ein sau blöder Haufen, ganz egal welche Länderzugehörigkeit!

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