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Vor Sarkozy-Treffen: Bundesregierung spricht intern erstmals über Euro-Bonds

Laut Informationen der Sueddeutschen Zeitung" werden entgegen der offiziellen Sprachregelung innerhalb der Bundesregierung Eurobonds sehr wohl erwogen. Nach außen hin erklärte Bundeskanzlerin Merkel vor dem Treffen mit Sarkozy jedoch, sie halte die Vergemeinschaftung der Schulden "derzeit" für den falschen Weg.

Das Thema wird möglicherweise bereits beim für Dienstag anberaumten Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine gewichtige Rolle spielen, wenngleich es offiziell um eine verbesserte Krisen-Kommunikation und die jüngsten EFSF-Reformen geht.

Die deutsche Exportwirtschaft, repräsentiert durch Groß- und Außenhandelsverbands-Präsident Anton Börner, begrüßte "Euro-Bonds mit deutscher Handschrift" als wichtiges Signal an die Märkte, da man ohnehin schon in einer Haftungsunion sei. Hermann Gröhe (CDU) befürchtet hingegen teure Folgen für Deutschland.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Angela Merkel, Bundesregierung, Treffen, Bonds
Quelle: www.sueddeutsche.de

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15.08.2011 21:23 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Anton Börner, oberster Pharisäer der Lohndumping-Mafia der deutschen Export-Industrie hat freilich ein Interesse an der Fortsetzung des Konsums in Südeuropas. Der Mann plädierte ja auch schon indirekt für höhere Inflation – Hauptsache Blaseneuropa geht in die nächste Runde. Solange die Kosten für Euro-Bonds sozialisiert und Gewinne privatisiert werdeen, ist die Welt in Ordnung. Man darf schließlich nicht vergessen, dass Schuldeneuropa besonders effizient den Euro drückt - gut für den außer-europäischen Export, der immerhin rund 60% ausmacht.
Erinnert sei an dieses Interview: http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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15.08.2011 21:43 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -1
 
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Den Worten des deutschen Export-Verbandes ist zu entnehmen, dass man sich ziemlich sicher ist, im Falle von "Euro-Bonds" nicht mit erhöhten Steuern etc... zur Kasse gebeten zu werden.

Hingegen hofft man offenbar auf die Ausholzung des Rest-Sozialstaates in der Bundesrepublik zur Gegenfinanzierung dergleichen.

Strikt nach der Devise: Kosten für die künstlich niedrige Euro-Währung sozialisieren, die Gewinne daraus privatisieren.

PS: Geld kennt keine nationalen Eitelkeiten - das haben viele Nationalisten hier im Forum leider noch nicht verstanden.

Hauptsache den Abnehmerländern geht es besser als daheim - das sind die liebsten Konsumenten - die kosten keine sozialen Abgaben und Löhne - das "weiter so" geht aber nur, wenn die Konsumwünsche künftig durch Transferleistungen von in Deutschland lohn-, sozial- und rentengedumpten Arbeitnehmern mitfinanziert werden.

Eine einzige Exportmafia (und im Anhang Finanzmafia), die umso mehr Macht über Berlin hat, desto schlechter es dem Binnenmarkt aufgrund des heimischen Lohndumpings geht.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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15.08.2011 22:13 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -0
 
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Kosten der Euro-Bonds sollte alleine Export tragen denn die Export-Industriellen und ihre Finanziers sind die einzigen Profiteure der künstlich niedrig gehaltenen nationalen Währung "Euro", der nun anlaufenden Sozialisierung der gigantischen Forderungsblase und dem über eine Dekade lang praktizitertem Lohn-, Sozial- und Rentendumping in Deutschland. Letzteres ist im Übrigen auch Hauptursache für die europäische Schuldenkrise.

Den Arbeitern hierzulande blieben seit Abschaffung der "Volksaktie DM", die eine Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg stets sicherstellte, nur schrumpfenden Reallöhne. Siehe --> http://is.gd/...

Wenn hiesige Export-Industrielle schon nicht mehr bereit ist, hiesige Export-Arbeiter an den immensen Export-Gewinnen zu beteiligen, stattdessen ihre Gewinne auf den internationalen Finanzcasinos verzocken und anschließend ihre Verluste bei den Arbeitern sozialisieren, sollte ihnen klar gemacht werden, dass die nächste "Sozialisierungsrunde" im Zuge von Euro-Bonds nicht noch mal zu Lasten der sozial Schwachen gehen darf.

Mit anderen Worten: Hält die Export-Mafia am Euro fest, soll sie dafür zahlen. Und zwar von ihren exorbitant gestiegenen Gewinnen.

Es ist nicht einzusehen, dass hiesige lohn-, sozial- und rentengedumpte Beschäftigte demnächst auch noch die Sozialleistungen in den Export-Abnehmerländern finanzieren.

Verweigert die Exportwirtschaft den Sozialstaat in Deutschland, soll sie ihn künftig wenigstens ALLEIN in jenen (Abnehmer-)ländern finanzieren, wohin ihr langer politischer Arm nicht reicht.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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