15.08.11 18:31 Uhr
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EU-Schuldenkrise: Angela Merkel wird weiter zahlen müssen

Die bisherigen EU-Rettungsschirme sind nur ein Anfang zur Bekämpfung der EU-Schuldenkrise. Allein Sparmaßnahmen umzusetzen, wird die Misere nicht beheben können. Bei Griechenland kommt erschwerend der Betrug beim EU-Beitritt hinzu, wodurch hohe Defizite die Grundlage der aktuellen Situation wurden.

Eine Verbesserung der Lage in Europa kann nur durch nachhaltige Wachstumsimpulse ermöglicht werden. Dazu sind weitere finanzielle Maßnahmen im großen Umfang nötig und zur Rettung der EU und des Euros alternativlos. Eurobonds zur Finanzierung sind daher der einzige logische Schluss und unabwendbar.

Dies ist auch der deutschen Bundeskanzlerin Merkel vollkommen klar, tut sich aber aufgrund der aktuellen politischen Situation in Deutschland schwer, dies umzusetzen. Notfalls müsste man die Tatsache, Schritte zu einer Fiskalunion zu unternehmen, schlichtweg zum Wohle der EU verleugnen.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Angela Merkel, Finanzen, Unterstützung, Schuldenkrise
Quelle: www.monde-diplomatique.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2011 18:35 Uhr von ZzaiH
 
+52 | -2
 
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wirklich: sie zahlt selber?

schön wärs ja - aber NEIN wir zahlen...

btw: so schnell ist sie umgekippt - gestern hieß es doch noch nein - danach müsste doch erstmal ne woche vielleicht kommen - oder ist irgendwer arg pleite, das schnell mal wieder mehrere hundert mrd verschoben werden müssen?
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15.08.2011 18:49 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+22 | -1
 
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Ob Eurobonds oder nicht das ganze ist eine Subventionsveranstaltung wie üblich:

Gewinne privatisiert - die Kosten für die Beseitigung der schönfärberisch getauften "Wechselkursschwankungen" - in Wahrheit ein Blasenverhinderungsmechanismus - werden abermals sozialisiert, sprich den Direktsteuerpflichtigen ans Bein gehängt (im Gegenzug wurde den einfachen Bürgern die Rendite an der "Volksaktie DM", die sie zwangläufig für ihren Fleiß in der Wirtschaft beteiligte, gestohlen - siehe das Gegenteil, den Schweizer Franken).

Dieses Wirtschaftsprinzip haben Industrielle und ihre Finanziers/Finanzcasinos doch seit ca. 15 Jahren in vielen Bereichen etabliert....

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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15.08.2011 19:33 Uhr von mueppl
 
+24 | -1
 
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>>Notfalls müsste man die Tatsache, Schritte zu einer Fiskalunion zu unternehmen, schlichtweg zum Wohle der EU verleugnen. <<

Genau dies Vorgehensweise läßt mich daran zweifeln, dass Politiker noch irgendwelchen Respekt vor dem Volk haben.

Wie sagte schon Jean Claude Juncker:
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Spiegel 52 aus dem Jahre 1999
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15.08.2011 19:37 Uhr von Götterspötter
 
+12 | -2
 
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Wenns denn mal so wäre :): das "Sie zahlt" ...... aber Frau Systemrelevant und Alternativlos .... braucht sich um "Steuererhöhungen" wohl eher keine Sorgen machen im Moment.

Raus aus der Euro-Zone .... und zwar rückwirkend !!
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15.08.2011 19:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+16 | -2
 
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@MiaWuaschd: "....was böse Antieuropäer, Rechtspopulisten usw. jahrzehntelang gepredigt haben".

Seit wann ist CDU/CSU nicht tendentiell rechtspopulistisch? Es waren die Bürgerlichen, die dem Volk eine Volksabstimmung über den Euro verweigerten, Euro-Kritiker Lafontaine mit Steinen beschmissen und nicht auf die Stimmen der Linken hörten, die von Begin an Jahr für Jahr dieses Disaster vorausgesagt haben (Bsp: Heiner Flassbeck, ehemaliger Finanzsekretär Lafontaine und heutiger UNCTAD-Chef, siehe --> http://is.gd/...) .

Lafontaine hat seit jeher gesagt: Keine Währungsunion ohne gemeinsame Fiksal-, Sozial- und Wirtschaftspolitik. Ohne dies werden Eurobonds zu einer sehr, sehr teuren Angelegenheit.

Zudem hast Du die Ursachen der Eurokrise nicht begriffen:

Deutschland hat durch massives Lohn-, Sozial- und Rentendumping (-4% Realeinkommensverluste seit Bestehen des Euros, -22% gar bei Niedriglöhnern) die Verzerrung der Handelsbilanzen provoziert, einseitig einen Wettkampf ausgerufen. Die Folge: Die Lohnstückkosten verharren auf dem Stand von 2000, die Industriellen schöpften Gewinne wie nie ab (ohne abzugeben) und trugen sie geradewegs in allerhand neu entstandener Finanzcasinos. Nur 5-10% haben vom Euro profitiert - vorwiegend die Führungsetagen.

Auf der anderen Seite:
Mit Hurra haben sich hierzulande Rechtspopulisten (mit der BILD-Zeitung unter dem Arm) vor den Karren der Neoliberalen spannen lassen, auf sozial Schwache herumgetrampelt, den Ausbau des Hartz-IV-Erpressungsstaates sowie die Flexibilisierung von Arbeit und Vernichtung von Sozialleistungen- und Renten forciert.

Folge: Der Konsum ging deutlich zurück (siehe: http://www.shortnews.de/...) , mit ihm die Investitionsquote in Deutschland, 2/3 des Sparkapitals der Deutschen floss auf zinsträchtigere Märkte - sprich sozialere Staaten. Der Rest ist bekannt.

Merke Dir, lieber MiaWuaschd:
Jeder Euro, der als Gewinn in den Taschen der Superreichen fließt, bleibt dem Konsum und somit dem Binnenmarkt - sprich der Gesellschaft - vorenthalten. Im Gegenteil: Er zieht teure Folgekosten nach sich, indem er als Spekulationskapital in Finanzcasinen landet.

Ihr zahlt für das Lohndumping nun doppelt und dreifach:

1) Demnächst rund 50 Milliarden Euro Transferleistungen zusätzlich an sozialere Staaten, die nicht vorhaben, eine Working-Poor-Schicht in Deutschland zu schaffen. Lese Dir dazu einmal diesen Text durch: http://is.gd/... (vor allem Teil-2).

Kleine Zusatzinfo: Der Franzose geht mit 60 in Rente (ab 2019 mit 62) - die Durchschnittsrente liegt über 50% höher als in Deutschland).

2) Mittlerweile sind in Deutschland über 75 Milliarden an Lohnsubventionen an lohndumpende Unternehmer geflossen.

3) Die Hälfte aller HartzIV-Folgekosten fließen in die HartzIV-Industrie, die sich um dieses Gesetz scharrt (neben Vermittlungsprovisions-Anglern auch Anwälte, Ärzte (zunehmende Zahl psychisch Kranker etc...).

4) Folgekosten für ein aussterbendes Deutschland, wo die Menschen aus Angst vor Hartz-IV keine Kinder mehr kriegen - fatale Auswirkungen auf die Renten. Hartz-IV trennt Paare.

5) "Facharbeiter-Import"

6) Kosten für gesellschaftliche Spaltung (siehe England...), kommt demnächst auch bei uns.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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15.08.2011 19:50 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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7) Kosten für Finanzkrisen - ausgelöst durch steigendes Spekulatonskapital. Gewinne landen in privaten Taschen, die Kosten für Fehlspekulationen beim Staat und somit den Steuerzahlern.

8) Kosten für die Blasen im Rahmen der hier erläuterten Problematik.
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15.08.2011 20:01 Uhr von charlydw
 
+4 | -1
 
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@MiaWuaschd: Immer die gleiche Leier: Ich glaube das ist jetzt der 3 oder 4 Kommentar von Dir, wo Du "die anderen" ob deren Wahlverhalten kritisierst.

Klär mich mal auf, was ich nächstes mal wählen soll.

Grüße,
Charly
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15.08.2011 20:35 Uhr von Bruno2.0
 
+5 | -0
 
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Deren: Pension ist ja schon sicher und selbst wenn dann gehen sie halt nach ihrer Polit-Karriere in die Freie Wirtschaft ihre Lobbyarbeit bezahlen lassen.

Das wird noch richtig schön wenn die Euro-Bonds kommen Danke!
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15.08.2011 22:00 Uhr von bauernkasten
 
+7 | -0
 
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Der Kuchen ist gegesssen! Jeder weiß, dass mit Eurobonds, nur Kredite aufgenommen werden, die alle zu einem extremen Zinssatz zurückzahlen dürfen. Der Euro wird in den nächsten 3 Wochen crashen.
Heute Nachmittag, Provinztankstelle, Schlangen vor der Zapfsäule. Jeder weiß, dass die Tankstellen zuerst dicht machen werden.
In meinem Keller habe ich Sprit für 3 Tankfüllungen. Das ist vorläufig alles, was man gegen Merkels Crash-Politik machen kann.
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15.08.2011 23:43 Uhr von uncut
 
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ich: habe immer mehr angst um und deutschen
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16.08.2011 00:42 Uhr von gurrad
 
+1 | -0
 
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Die sollte zahlen, bis es Qualmt!! Das Dreckstück..
Im Zweifel die Kohle mit Knüppeln rausprügeln.!
Ich führe das durch, ohne Erbarmen.
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16.08.2011 07:31 Uhr von Spelter
 
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Misstrauensvotum: Gibt es da nicht das Werkzeug des Misstrauensvotums gegen einen Politiker? Ich bin schon zu lange aus der Schule raus, aber es muss doch möglich sein einen Kanzler ab zu wählen wenn der Kanzler entgegen dem Willen des Volkes etwas entscheidet. Wieviel Unterschriften oder Stimmen man da braucht wäre mal interessant zu wissen.
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16.08.2011 07:54 Uhr von Trueman80
 
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@Spelter: Ja, in der Theorie ein wirklich guter Gedanke. Nur leider ist die Masse völlig verblödet und du wirst in Deutschland letztlich nur eine kleine Elite finden, die überhaupt weiss, was wirklich vor sich geht. Brauchst Dir doch nur anschauen wie das Wahlverhalten der, sagen wir, letzten 30 Jahre aussah und vemutlich auch noch die nächsten 30 aussehen wird. Das sagt wirklich alles und ist ein verdammtes Armutszeugnis. Leider auch oder gerade für die Mehrheit des deutschen Volkes.

[ nachträglich editiert von Trueman80 ]

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