Cholera im Hunger gebeutelten Somalia ausgebrochen
Laut der Weltgesundheitsorgansiation (WHO) ist im Hunger gebeutelten Somalia nun auch noch die Cholera ausgebrochen. In diesem Jahr mussten allein in der Hauptstadt bereits 4.300 Fälle ärztlich versorgt werden. Die Versorgung der Kranken und Hungernden wird durch kämpfende Milizgruppen erschwert.
Die meisten Erkrankten sind Kinder, die noch nicht einmal das sechste Lebensjahr erreicht haben. Cholera mach sich durch Durchfall und Erbrechen bemerkbar. An Durchfallerkrankungen verstarben bereits 181 Menschen, meist an Austrocknung. Die WHO spricht bereits von einer Epidemie.
Die Cholera hat sich wohl über verseuchtes Trinkwasser ausgebreitet. Wahrscheinlich kam es durch die Flüchtlingsströme zu der raschen Vermehrung der Fälle. In Somalia herrscht eine Hungersnot und jahrelange Dürre, die 12,4 Millionen Menschen betrifft. Darunter sind zwei Millionen Kinder.