11.08.11 15:00 Uhr
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Behandlungsskandal am Klinikum Fichtelgebirge

Am morgen des 28. Juli wurde ein 64-Jähriger mit schwerem Nasenbluten mit dem Rettungswagen ins Klinikum Fichtelgebirge Haus Marktredwitz gebracht. Nachdem er fast vier Schalen Blut erbrochen hatte, wurde ihm lediglich Blut abgenommen und eine Eiskompresse um den Hals gelegt.

Mit dem Hinweis, der HNO-Arzt käme Nachmittags vorbei, wurde er liegen gelassen. Nach einem Kreislaufkollaps und schweren Blutungen bekam er eine Bluttransfusion. Als er nachmittags zum Belegarzt gefahren wurde, meinte dieser, er wäre ja Erstversorgt worden und könne sich nun einen anderen Arzt suchen.

Abends verlangte er eine Verlegung in eine andere Klinik. Ein Rettungswagen brachte in nach Plauen in die dortige HNO-Klinik. Auf der Fahrt dorthin erlitt er einen weiteren Kreislaufkollaps. Fünf Tage verbrachte er dort. Seitdem leidet er an Blutarmut. Der HNO-Arzt weißt sämtliche Vorwürfe von sich.


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WebReporter: Jakko
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Skandal, Klinik, Medizin, Behandlung, Behandlungsfehler
Quelle: www.frankenpost.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2011 15:00 Uhr von Jakko
 
+26 | -0
 
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Man sollte sich mal den Beitrag in der Frankenpost durchlesen. Was der Mann alles erlebt hat passt hier gar nicht rein (auch die Kommentare der Frankenpostleser über den Herrn HNO Arzt aus Marktredwitz). Wenigstens das Klinikum hat sich entschuldigt. Halbgötter in weiß in einem Klinikum. Ein arroganter HNO Arzt aus Marktredwitz mit einem bekannt zweifelhaftem Ruf. Wer solche Ärzte hat braucht keine Feinde mehr.
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11.08.2011 15:37 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -19
 
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11.08.2011 16:04 Uhr von Jakko
 
+7 | -1
 
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@PeterLustig2009: Lies mal den Frankenpostbericht und die Kommentare dazu.
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11.08.2011 16:04 Uhr von aminosaeure
 
+8 | -0
 
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Seltsamer Wortstamm: Komm das Wort "wellst" von Wellen oder von Wels?

Naja, was in Krankenhäusern so abgeht, habe ich um Ostern rum mal wieder erleben dürfen.
Bedenken werden abgetan, Meinungen ignoriert, wenn es zu spät ist, ist jede Rettung unmöglich, Patient tot.

.
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11.08.2011 16:44 Uhr von 338LM
 
+7 | -3
 
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Ärzte: das passiert jeden Tag (hier bei mir auf der Chirurgie):

Man fängt um 6:30 Uhr an, Röntgenbesprechung mit Kollegen, dann Visite bei ca. 30 Patienten, danach mehrstündige Operationen durchgehend von 8 bis 15,16,18,17, 19 Uhr, zumeist unter 10kg Bleischutz (schwitzt am Tag 3-4 Garnituren OP Kleidung durch), dabei des öfteren telefonische Konsiliadienste und 1 Mio Leute die wollen, dass er Entscheidungen trifft.

Mit Glück 10 min Mittagessen (1-2 mal die Woche), 15:30 kurze Unterbrechung wegen Vorstellung und Untersuchung der Patienten die am kommenden Tag operiert werden, irgendwann wenn "Feierabend" ist 2-3 unbezahlte Überstunden täglich um den Papierkram zu erledigen, dann häufig noch Seminare zur Vorstellung neuer medizinischer Gerätschaften..3-4 mal im Monat hat er dann 24 Dienst, der in Warheit 28-30 h dauert. Insgesamt eine realistische Wochenarbeitszeit von deutlich mehr als 60 h.

Dabei möglichst nichts vergessen, keine Fehler machen, möglichst freundlich zu den Patienten sein und auf sie eingehen, sich mit Krankenkassen, Rehastellen, Notfällen u.ä. rumschlagen. Und das für ein Gehalt über das jeder Akademiker in der freien Wirtschaft nur lacht, nach 6,5 jährigem Studium und einer 6 jährige Facharztweiterbildung.
Nicht zu vergessen sind Patienten die einem den Job unheimlich erschweren (Notfälle, Alkis, Demente, Intensivpflichtige, Kinder) weil sie mehr Zuwendung brauchen, als der Arzt oft Zeit hat.

Natürlich wünsche ich mir als Patient einen Arzt, der sich um mich kümmert und ich kann die Frustration darüber verstehen, wenn man kaum zur Kenntnis genommen wird, aber Ärzte an deutschen Kliniken müssen sich teilweise echt zerreissen bei dem Versuch es allen recht zu machen.

Hier ist die Politik gefragt, Kliniken müssen besser finanziert werden, es fehlte Personal in der Pflege und bei den Ärzten.

Natürlich ist bei besagtem Patienten viel schief gegangen und die Schuld trifft hier nicht nur das aufnehmenden Krankenhaus, sondern auch in besonderem Maße den HNO Arzt. Ich will hier weder beschönigen noch entschuldigen, aber den geschilderten Zustand habe ich noch niemals erlebt und er ist sicher eine Ausnahmen.

Ich hasse einfach diese Pauschalisierungen á la : "achja, die Halbgötter in Weiß, spielen lieber an sich rum als zu arbeiten".
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11.08.2011 16:47 Uhr von NobodySnake
 
+2 | -3
 
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jaja die bösen Ärzte sind natürlich mal wieder schuld. Natürlich gibt es überall schwarze Schaafe, da brauch man garnich drum herum zu reden.

Allerdings muss man bedenken, dass man in unserer Gesellschaft als Arzt im Schichtdienst eines Krankenhauses bei mehr als unchristlichen Arbeitszeiten mittlerweile weniger verdient als z.B. ein Lokführer oder vergleichbare Berufe ( von den lieben Fluglotsen mal ganz zu schweigen).

Zusätzlich wird einem an jeder Ecke mit Klage gedroht wenn man den Patienten auch nur anfasst.

Mit dieser öffentlichen Meinung und Wertschätzung der Personen die ihre Freizeit hinten anstellen um anderen Menschen das Leben zu retten oder zu erleichtern wird es nicht mehr lange dauern und man findet in vielen Gebieten garkeinen Arzt mehr und dann ist das Gejammere selbstverständlich groß besonders bei den Menschen, die jetzt am lautesten schreien und dann Panik bekommen, wenn niemand mehr ihre Krankheiten behandeln kann, die sie sich durch Saufen und Rauchen selbst zugeführt haben.
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11.08.2011 16:56 Uhr von Jakko
 
+2 | -0
 
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@338LM @NobodySnake: Es handelt sich bei dem bewußten HNO Arzt um einen Belegarzt. Kein Schichtdienst.
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11.08.2011 17:53 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -0
 
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@338LM: Die Drecksarbeit wird schön den Stationsärzten überlassen.
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11.08.2011 18:07 Uhr von 338LM
 
+2 | -4
 
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@Der_Kaiser_Von_China: red du keinen Scheiß...ich weiß wie es läuft, denn ich hab heute alleine 8 h im OP gestanden du Dummschwätzer.

Wenn du heute an Klinikarzt bist, scheffelst du keine Kohle und fliegst auch nicht dauernd in Urlaub. Deine Therapeutin könnte alles sein, Psychologin, Ärztin, vielleicht auch nur für Patienten mit Privatrezept.

Und von 16 Wochen Urlaub im Jahr träumst du nur...wenn du das letzte Mal vor 10 Jahren Urlaub hattest, kann ich dich entweder nur auslachen für deine Dummheit dir das gefallen zu lassen, oder bedauern, dass du offenbar so hart am Existenzminimum entlaglebst, dass du NIEMALS AUCH NUR EINE STUNDEN FREIZEIT HAST ^^

Du glaubst Ärzte scheffeln Geld ? dann glaubst du vermutlich auch noch an Elfen, Kobolde und den Weihnachtsmann....dumm nur, dass dein offensichtlicher Sozialneid die Falschen trifft, vielleicht solltest du auf Juristen, Ingenieure oder Krankenschwestern mit Weiterbildung (verdient auf Lebenszeit gesehen mehr als ein Durchschnittsarzt) neidisch sein.

So, jetzt aber zurück in den Sandkasten ^^

@Jakko

Die Klinik sollte auch zur Rechenschaft gezogen werden.

@LoneZealot:

oder den PJlern ^^

[ nachträglich editiert von 338LM ]
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11.08.2011 23:53 Uhr von 338LM
 
+0 | -1
 
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@Freud40: typisch dummer Kommentar

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