09.08.11 18:33 Uhr
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Ultrakonservativer Chefredakteur Charles Moore: "Hat die Linke doch recht?"

In Großbritannien ist Charles Moore eine journalistische Größe. Viele Jahre fungierte er als Chefredakteur großer konservativer Zeitungen. Doch nach drei Jahrzehnten im Geschäft zweifelt Charles: "Hat die Linke doch recht?"

"Die Reichen werden reicher, aber die Löhne sinken. Die Freiheit, die dadurch entsteht, ist allein ihre Freiheit", so Charles. Das Leben sei unsicherer und härter geworden, damit eine vermögende Minderheit im Überfluss leben könne. Die Demokratie diene nur mehr "Bankern, Zeitungsbaronen und anderen Milliardären".

Die jetzige Krise sei das Ergebnis rechter Politik: Erkaufte Deregulierung von Geldmärkten und Wirtschaft, sozialer Kahlschlag sowie Abschaffung der Mittelklasse zu Gunsten einer Oligarchie. Der in Kauf genommene US-Bankrott zeige: Nicht Politik sei ihr Ziel, sondern einfache Botschaften über die Medien.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Die Linke, Chefredakteur
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2011 18:33 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+21 | -7
 
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Der Artikel ist ein Muss für alle Linken-Gegner. Das hier geschriebene stammt aus dem Munde konservativer Ideologen.

Ein Zitat: "Die neue Rechte wird aus der Krise gestärkt hervorgehen: Sie werden gewählt und befeuert von der Angst und dem Hass der Verlierer, die ihre Politik schafft".
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09.08.2011 18:44 Uhr von ZzaiH
 
+7 | -1
 
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korrektur: "als offizieller Autobiograf Margaret Thatchers"

als biograph - autobiographie ist die erzählung der eigenen lebensgeshichte..

zum inhalt: natürlich wäre der erdachte sozialismus nahezu utopisch - nur ist der menschheit zu gierig und blöd um solche zustände herzustellen...
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09.08.2011 18:45 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+18 | -6
 
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Die Quelle ist ein Muss für all jene die sich gerne als "konservativ" bezeichnen.

Der Artikel unternimmt den Versuch, Verblendeten und Verführten die Augen zu öffnen - aufzuzeigen, wie sie von einer 5%-Elite an der Spitze der Macht, Finanzen und Medien für ihre Zwecke instrumentalilsiert werden - und am Ende als Verlierer den Platz verlassen werden. Die Mittelklasse verabschiedet sich im dumpen Aberglauben aus der Gesellschaft zugunsten einer Oligarchie.

Ein Zitat: "Die neue Rechte wird aus der Krise gestärkt hervorgehen: Sie werden gewählt und befeuert von der Angst und dem Hass der Verlierer, die ihre Politik schafft".

Ein Artikel, der auf den Argumenten bekehrter konservativer Grundsatz-Ideologen aufbaut.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.08.2011 18:56 Uhr von usambara
 
+3 | -9
 
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Biografen sind offensichtlich keine Historiker

[ nachträglich editiert von usambara ]
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09.08.2011 19:22 Uhr von artefaktum
 
+15 | -2
 
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Prima Artikel unbedingt die Quelle lesen!
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09.08.2011 19:22 Uhr von ArrowTiger
 
+17 | -2
 
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Folgenschwere Verwechslung: "Folgenschwere Verwechslung

Der Hinz und der Kunz
sind rechte Toren:
Lauschen offenen Munds,
statt mit offenen Ohren!"

-Erich Kästner-

War ja nicht anders zu erwarten, daß die üblichen Verdächtigen auf SN nicht einmal die Einsichten eines Ultrakonservativen zu überdenken bereit sind. Jeder andere würde hellhörig. Zumal die von Moore beschriebenen Zustände für die meisten Menschen inzwischen ohnehin offensichtlich sind.

Hut ab vor Leuten, die ihr eigenes Dogma so grundlegend infrage stellen!
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09.08.2011 19:23 Uhr von anderschd
 
+11 | -1
 
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Diese Ansichten haben: nicht nur die Linken. Das ist allgemein bekannt. Wer sich informiert, weiss das.
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09.08.2011 20:09 Uhr von usambara
 
+9 | -0
 
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die Geschichtsbücher sind voll von Revolutionen ausgelöst durch soziale Ungerechtigkeiten.
Und seit dem Wegfall des Kommunismus bedient man sich noch ungenierter...
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09.08.2011 20:17 Uhr von dieterzi
 
+6 | -1
 
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ist immer schön wenn die Wahrheit erkannt wird. Man muss es nur nicht zwingend politisch (rechts/links) einordnen. Zunächst einmal ist es eine schlichte Tatsache, dass die Verteilung der Mittel falsch ist (wieder geworden ist) und die Ergebnisse der falschen Verteilung beginnen wir zunehmend zu erleben. Und zugelassen wenn nicht gar gewollt haben es Politiker gleichgültig welcher Richtung, man bedenke wer uns diesen Hartz 4scheiß geschenkt hat.
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09.08.2011 21:23 Uhr von Perisecor
 
+3 | -21
 
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09.08.2011 22:19 Uhr von PureVerachtung
 
+3 | -11
 
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Konsequenz rechter Politik? Dass ich nicht lache! Was hier geschieht und was die sozialen Kahlschläge verursacht hat ist keine rechte Politik, sondern das sind die Folgen von Globalisierung und Kapitalismus und haben ihren Ursprung nicht im Geringsten irgendwo in nationalistischen oder extremeren rechten Ideologien, die ja bekanntlich auf das Gemeinwohl einer Nation abzielen. Konservative sind für mich nicht rechts.

Schaut man sich die Ideologien und Ziele bekannter rechter Parteien an, so wird man Ansätze und Vorschläge vorfinden, wie man diese hier kritisierten Umstände beseitigen kann. Ähnlich der Linken, wobei die Linke nicht frei von Lobbyismus ist, die Globalisierung fördert und aufgrund ihrer Vergangenheit einen sehr faden Beigeschmack hat.

[ nachträglich editiert von PureVerachtung ]
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10.08.2011 09:49 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -0
 
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ich finde das Ganze: irgendwo schwer greifbar.
Ich versuchs mal an einem Beispiel.
Innerhalb kürzester Zeit avancierte Facebook zur weltweit größten SocialCommunity. Aufgrund von Werbeeinblendungen und finanzieller Unterstützung kam Facebook zu einem Milliardenwert.
Was sind solche Milliarden denn wert und woher kommen sie?
Ganz grob gesagt sind das Mittel, die Firmen durch Werbeausgaben an Facebook weitergeben, dafür, dass sie Werbung schalten dürfen.
Dieses Geld kommt wiederrum von den Verbrauchern.
In gewisser Weise ist das selbstverständlich freie Marktwirtschaft, allerdings kommt bei solchen Firmen (wie gesagt ist Facebook nur ein Beispiel) sehr schnell sehr viel Geld zusammen, welches vielleicht durchaus an anderer Stelle fehlt.
Ich bin weissgott nicht neidisch auf diese Leute, denn diese haben durch mehr oder weniger geringem Aufwand viel erreicht.
ABER und hier hab ich wieder ein Beispiel, es gibt positive Beispiele.
Schaut euch mal Bill Gates an mit seiner Bill Gates Stiftung.
Hier kommen wie gesagt viele Gelder wieder zurück auf den Markt, wo Hr. Gates sagen könnte: "Nö, das behalte ich" und keiner könnte es ihm verwehren.

Mein Grundgedanke ist daher durchaus, dass "Reiche" in gewisser Weise härter/stärker versteuert werden, als Geringverdiener, sofern sie ihr Vermögen (was ich denen absolut nicht absprechen will!) nicht "wohltätig" einsetzen.
Hier gäbe es bestimmt einen möglichen Weg, dass diese Leute trotz allem ihr Luxusleben leben können. Sollen und dürfen sie ja auch, darum gehts nicht. Sie haben schliesslich meistens hart dafür gearbeitet. Aber alles, was darüber hinaus geht, sollte stark besteuert werden. Natürlich muss man hier abwägen, wo man hier die Grenzen setzt, aber dass es so eine Grenze geben muss sieht glaube ich jeder ein. Anders wird man das sonst nicht in den Griff bekommen. Sonst geht die Schere wirklich immer mehr auseinander und es wird zunehmends Unmut geben.
Sollte sich dahingehend nicht bald was ändern, werden wir innerhalb der nächsten Jahre ein böses Erwachen haben, was glaube ich keiner wirklich will.
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10.08.2011 10:06 Uhr von Sobel
 
+4 | -1
 
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PureVerachtung: Richtig! Im Sinne des Kapitalismus rechts eingeordnet. Man braucht sich eigentlich nur mal etwas genauer mit der Springer-Presse beschäftigen und deren Verbindungen und Ziele verfolgen.

Dabei rollen sich einen stellenweise die Zehnnägel zusammen.

Hier ein Beispiel und vielleicht ein Lichtblick in der Hinsicht, warum hier ständig Apple-News auftauchen. http://www.youtube.com/...
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10.08.2011 11:26 Uhr von hboeger
 
+2 | -3
 
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Stimmt und stimmt nicht ! ! Die aufgeführten Missstände stimmen !!!
Aber die Linke kann das bestimmt nicht ändern !!!

[ nachträglich editiert von hboeger ]
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10.08.2011 12:00 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -1
 
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SN_Spitfire: Du schreibst:
"Sie haben schliesslich meistens hart dafür gearbeitet."

Abgesehen davon, dass etliche Milliardäre schlicht in den Reichtum ihrer Eltern hineingeboren wurden, kann ich auch nicht nachvollziehen, warum ein Twen namens "Zuckerberg" "härter" für sein Geld gearbeitet haben soll als ein Fließbandarbeiter in der Papierfabrik oder Zechenkumpel im Ruhrpott nach 45 Jahren Arbeitsleben. Nach Deiner Logik ist liegt da der "Bereichtigungsfaktor" 500.000 zwischen (15 Mrd. Euro Vermögen vs 100.000 Euro vs 1/3 der Arbeitszeit).

So wirklich schlüssig ist das nicht...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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11.08.2011 11:35 Uhr von SN_Spitfire
 
+0 | -0
 
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@Baron-Muenchhausen: Naja. Willst du jetzt dem Zuckerberg sein Vermögen absprechen, nur weil er eben im richtigen Moment den passenden Riecher hatte?
Er hatte eben das Zeug dazu den Quellcode für Facebook zu schreiben und wenn die Leute drauf anspringen, dann kann man da eigentlich doch nichts dagegen sagen.
Im richtigen Moment die zündende Idee.
Prinzipiell hat jeder die Chance so zu sein wie er. Man braucht eben die richtige Idee und den dazu passenden Interessentenkreis und schon "rollt der Rubel".

Wenn ein Zechenkumpel 45 Jahre eben in derselben Branche arbeitet und damit zufrieden ist, dann ist das doch ok. Wer 45 Jahre seines Lebens dort arbeitet und in der Rente unzufrieden ist, weil man so wenig Geld hat, dem kann man dann auch nicht mehr helfen. Man hatte schliesslich 45 Jahre Zeit etwas zu ändern.

Sein Leben muss jeder selbst in die Hand nehmen und das Beste draus machen.
Ich würde auch deutlich entspannter leben, wenn ich mir keine Geldsorgen machen müsste, aber immerhin versucht man sein Bestes daraus zu machen.

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