09.08.11 13:36 Uhr
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Professor sucht gezielt nach Plagiaten: Falschen Doktoren geht es an den Kragen

Immer mehr Politiker geraten durch erschlichene Doktorentitel ins Zwielicht. Einer der in dieser Hinsicht gar keinen Spaß versteht ist Professor Uwe Kamenz. Gemeinsam mit seinen Kollegen will er jetzt gezielt mehr als 1.000 Doktorarbeiten von Politikern unter die Lupe nehmen.

Von der Politik bekommt er dafür keine Unterstützung. Seine Bitte nach Spendengeldern für das Projekt wurde abgelehnt. Inzwischen hat aber die private Wirtschaft ausgeholfen und das notwendige Equipment zur Verfügung gestellt. Dazu gehört unter anderem ein hochwertiger Scanner.

Besteht noch das Problem, an die Doktorarbeiten der Politiker zu gelangen. Bisher liegen Kamenz nur fünf vor, dabei hat er bereits 500 Politiker angeschrieben. Antworten erhielt er nur von 64. Dennoch ist der Professor optimistisch: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir alle haben", sagt er.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Titel, Professor, Plagiat, Doktor
Quelle: www.stern.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2011 13:36 Uhr von kickingcrocodile
 
+15 | -0
 
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Yep, denjenigen, die sich solche Titel erschleichen, muss es endlich mal richtig an den Kragen gehen. Woran es wohl liegen mag, dass die Politiker so schleppend auf sein Ansinnen reagieren? Ein Schelm, der Böses dabei denkt . . .
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09.08.2011 14:04 Uhr von pippin
 
+9 | -1
 
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@autor: Die Politiker antworten sol schleppend, weil sie soooooo arg schwer schuften müssen!
Es ist gar nicht so einfach, sich seine Doktorarbeit zusammenstoppeln zu lassen, nebenbei noch zwischen Bonn und Berlin zu pendeln und dann auch noch die ganzen Lobbyisten "abzuwehren". Da bleibt dann ja schon kaum noch Zeit zum "Regieren".
Wie sollen die denn da den großen Aufwand zum Raussuchen und Versenden der Arbeiten erübrigen.

Du bist aber auch ein Nörgler ;-))

Jetzt aber mal im Ernst:

Diese Aktion findet meine volle Anerkennung.
Dabei sollte aber nicht außer acht gelassen werden, dass diese erschlichenen Titel auch zum Teil auf Mängel im System zurückzuführen sind. Es müsste eigentlich immer auch geprüft werden, welche äußeren Umstände zur Vergabe des Titels beigetragen haben.
Hat es zum Beispiel Zuwendungen an die Universität gegeben oder an einzelne Prüfer? In welchem Verhältnis standen Prüfer und Prüfling persönlich zueinander?

Allerdings gehe ich mal davon aus, dass das Budget des Professors hierfür nicht ausreichen wird.

Aber wenn die Schummler dabei entlarvt werden, ist das ja schonmal ein Anfang. Eventuell werden dadurch auch Folgeuntersuchungen an der jeweiligen Uni losgetreten.
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09.08.2011 14:06 Uhr von Seravan
 
+6 | -1
 
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mmmmh: blöd ist nur wenn man danach ohne funktionierende Regierung da steht.
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09.08.2011 14:24 Uhr von kickingcrocodile
 
+10 | -0
 
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@ Seravan: die funktioniert doch jetzt schon nicht ;-))
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09.08.2011 15:06 Uhr von Mailzerstoerer
 
+3 | -0
 
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Verstehe das nicht mit: den Doktorarbeiten werden die nicht bei Abgabe auf Richtigkeit kontrolliert?Ich kann mich noch dran erinnern das ich vor mehr als 30 Jahren meine Arbeit vor einem Prüfungskomitee sozusagen verteidigen musste, damit wurde geprüft ob deine "Arbeit" auch aus deiner Feder stammt!
Wer wissentlich seine Arbeit kopiert,abschreibt oder sonst wie begeht einen Betrug und das ist doch immer noch Strafbar
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09.08.2011 15:12 Uhr von Peter323
 
+1 | -0
 
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@Seravan: mehr falsch machen, als diese Regierung, kann man eigentlich nichts mehr.

Selbst wenn man x-beliebige Personen aus dem Volk in Regierungspositionen setzen würde, müssten die sich regelrecht anstrengen, um das Land noch schlechter zu regieren als es die ganze Zeit schon wurde. Um das Amt aber so schlecht ausführen zu können, muss man voll ausgebildeter Politiker sein, der für sein Amt Jahrzehnte vorbereitet wurde. Das kann kein X-beliebiger... Der kann das nur besser machen --- so die Logik :)

Aber ein voll ausgebildeter Politiker wird immer dafür sorgen, dass ein Vollblut-Politiker der Nachfolger ist, daher ist permanent sichergestellt, dass die Fehlentscheidungen permanent und vorallem konsequent weitergeführt und ausgeweitet werden :)

[ nachträglich editiert von Peter323 ]
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09.08.2011 15:27 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+0 | -3
 
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Ich wäre dafür auch alle Doktorarbeiten von steuerfinanzierten Arbeitnehmern (z.B. Professoren) zu untersuchen. Mal sehen, wie das den feinen Plagiatsjägern schmeckt, wenn ihre eigenen Arbeiten oder die ihrer Mitarbeiter am Pranger stehen.

Wenn der für sowas Zeit hat, sollte man mal prüfen, wofür er sein (bzw. unser) Geld bekommt.

Zum Glück waren wenigstens die potentiellen Geldgeber vernünftig genug, ihm öffentliche Mittel für den Unfug zu versagen!

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