08.08.11 19:10 Uhr
 2.496
 

Euro-Rettung könnte in Inflation enden

Die Europäische Zentralbank hat nun beschlossen auch italienische und spanische Staatsanleihen aufzukaufen. Als die Zentralbank allerdings bereits vor 15 Monaten irische, portugiesische und griechische Anleihen aufkaufte, versicherten die Verantwortlichen noch, dass dies Einzelfälle bleiben würde.

Kritiker argumentieren, die Europäische Zentralbank verliere hierdurch ihre Unabhängigkeit, wie es schon bei der amerikanischen Federal Reserve Bank der Fall gewesen sei. Nun könne nicht mehr gewährleistet werden, dass sie die Preisstabilität unabhängig von politischen Interessen sichert.

Durch das Ankaufen der Anleihen steigt die Basisgeldmenge der Zentralbank. Findet dieses Geld seinen Weg in die Privatwirtschaft, könne dies den Wert des Euros signifikant mindern.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: mmh...schokolade
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Rettung, Inflation, Anleihe, Europäische Zentralbank
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Europäische Zentralbank: Leitzins bleibt bei null Prozent
Abschaffung der 500-Euro-Banknote wird 500 Millionen Euro kosten
Europäische Zentralbank (EZB) senkt Leitzins auf 0,0 Prozent

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.08.2011 19:37 Uhr von NoPq
 
+30 | -2
 
ANZEIGEN
Denk ich auch: Alles was ich in der Berufsschule oder sonst wo gelernt hab, sagt aus, dass eine derartige Politik unweigerlich in einer Inflation endet. Bis jetzt konnten wir´s meiner Meinung nach nur relativ gut verhindern... noch...
Kommentar ansehen
08.08.2011 19:42 Uhr von ZzaiH
 
+37 | -4
 
ANZEIGEN
na und: stört die reichen doch nicht weiter...wenn alles geld wertlos wird, die haben grundbesitz und anderen besitz - nur die normalsterblichen wird es hart treffen
Kommentar ansehen
08.08.2011 20:10 Uhr von SXMPanther
 
+24 | -1
 
ANZEIGEN
Das gleiche: Spielchen hatten wir schon einmal vor knapp 90 Jahren und das ist genau die Zeitspanne auf die unser Geldsystem ausgelegt ist.
Ich geb dem ganzen System noch grobgeschätzt maximal 1 Jahr, dann folgt eine Hyperinflation und direkt danach ein Reset mit hübschem Haircut.
Alles schon mal dagewesen und es wiederholt sich immer und immer wieder.
Kommentar ansehen
08.08.2011 20:14 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+36 | -0
 
ANZEIGEN
Wie ich schon in der Bemerkung unter der News zum Ankauf von Staatsanleihen aus Italien und Spanien geschrieben hatte, haben sich die EU-Institutionen wohl für Inflation entschieden.

Denn statt den Leitzins weiter heraufzusetzen, wie es angesichts der Hyper-Inflation zu erwarten wäre, öffnet man nun die Geldschleusen und monetarisiert die Schulden - sprich inflationiert sie.

Ist im Übrigen ist es auch die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass etwa Spanien umkippt: Das Land hat eine gigantische Privatverschuldung (>200% BIP) - bis zu 800.000 neue Wohnungen im Jahr wurden in den letzten Jahren gebaut - wirklich jeder erhielt einen Kredit und finanzierte die Wohnung den Nachwuchs (...wie in Spanien üblich) sowie den Neuwagen gleich mit. Über 80% der Inmobilienkredite haben jedoch eine Zinsbindung von unter 2 Jahren. In Portugal übrigens haben 99% aller Häusle-Kredite nur eine 1-jährige Zinsbindung.

Auf gut Deutsch: Die kippen aus den Schuhen, wenn die Zinsen anziehen, um die Inflation zu bekämpfen. Auf der iberischen Halbinsel schlummert eine gigantische Subprime-Krise in den Büchern, die die Dimension der US-Krise möglicherweise noch übersteigt.

Dies werden die Deutschen nun auslöffeln, indem ihre Ersparnisse zunehmend inflationiert werden. Letztlich, damit sich Bürger sozialerer Staaten mit ohnehin weit über 80% Eigentumsquote noch mehr gegen Alterarmut, Kaufkraftschwund etc... absichern (Spanien finanziert auf Pump auch enorme Subventionen für den Eigenheimerwerb).

Die Deutschen hingegen sind arm dran: Kaum ein Arbeiter hierzulande verfügt über Eigentum, die Gesamteigentumsquote liegt bei rund 50%. Und die Renten reichen demnächst nicht mal mehr für die Miete bzw. hohen NK im kalten Norden.

Dazu kommt: Die Frage wird auch sein, wie lange der Bund sich noch so niedrig wird refinanzieren können, wenn Anleihen nicht mal mehr die Inflation ausgleichen. Die Börse nimmt es im Prinzip allmählich vorweg: Die Refinanzierungskosten Berlins sowie die Unternehmensrefinanzierung wird nicht mehr lange billig bleiben. Die hiesigen Bürger sind eindeutig die Euro-Verlierer - sie hatten im Prinzip nie etwas vom Exportboom (...der ist in den Taschen weniger Export-Industrieller sowie ihrer Finanziers verschwunden...).

Im Übrigen wurde alles schon vor Monaten präzise in den US-Medien vorausgesagt: Transferunion, Umschuldung, Inflation - diese drei Säulen werden solange das Elend verschärfen, bis dem viel zu geduldigen Deutschen endlich die Hutschnur platzt. Wir werden in den US-Zeitungen eigentlich nur noch kopfschüttelnd bemitleidet - man fragt sich, warum man hierzulande nicht schon längst rebelliert.

Außenhandelsverband Börner sprach im Winter übrigens von einer möglicherweise 2-stelligen Inflation in absehbarer Zeit.

Und Trichet warnt vor dem Hintergrund der Gratwanderung just die Deutschen davor, Lohnerhöhungen zu fordern. Dies würden entgültig alle Dämme einreißen.

Ein Volk muss im Gemeinschafts-Euroraum eben sparen - und im zweifelsfalle dasjenige, welchse ohnehin seit Einführung des Euros als einziges Reallohnverluste, sozialen Kahlschlag sowie massive Renteneinbußen hat hinnehmen müssen. Es ist ein Illusion, die Länder des Mittelmeerraumes lassen von ihrer levantinischen Mentalität ab (...der hiesige Exportverband ist im Übrigen auch gar nicht daran interessiert...).

Apropos sparen: Die Mittelmeerländer binden etwa ihre Renten einfach fleißig an die Inflation. Bislang gab es sogar einmal im Jahr darauf noch einen Extra-Zuschlag - für ein Realplus. Auch fließen die Löhne in Spanien trotz 22% Arbeitslosenquote ordentlich: Nach einer einmaligen 1%-Runde vergangenes Jahr dieses Jahr wieder über 3% im Durchschnitt. Die werden nie sparen, da man weiß, dass Eurobonds sonst nicht durchsetzbar sind.

Unsere Regierung und Medien klären uns überhaupt nicht in der notwendigen Art und Weise über all die Privilegien unserer "Partner" auf. Würde den Deutschen wirklich bewusst, dass Lohn-, Sozial- und Rentendumping hierzulande einzig dafür dienen, sozialere Länder, Bänker und Vermögende zu finanzieren, sie würden die Barrikaden hochgehen. Doch wie man in Spanien schon ganz richtig sagt: Los Alemanes son cabezas cuadradas...d.h. sie marschieren treudumm in eine Richtung.

Und recht haben sie !

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
08.08.2011 20:56 Uhr von mmh...schokolade
 
+14 | -1
 
ANZEIGEN
Also ich bin gespannt, wieviele Währungen wir noch miterleben dürfen :P
Kommentar ansehen
08.08.2011 22:21 Uhr von Götterspötter
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
könnte ...... enden ?? wird dazu führen .... ist wohl realistischer
Kommentar ansehen
08.08.2011 22:55 Uhr von sentence87
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
Weg mit der EU dem Euro...... alles misst..... Und wir( Deutschland) trägt die ganze last der anderen EU Staaten
Kommentar ansehen
09.08.2011 03:45 Uhr von Chuzpe87
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Euro: Das die auch so hartnäckig an ihren Euro festklammern. Unfassbar. England hat alles richtig gemacht.
Kommentar ansehen
09.08.2011 07:40 Uhr von Danielsun87
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
teufelskreis: ach leute ist doch nur reine bwl...
es ist ein teufelskreis der vor 100 jahren erschlossen wurde...
wir sind derzeit in der deflationsphase...und gehen automatisch in eine inflationsphase...wo dann wieder ein währungsschnitt erfolgen muss...

wenn der währungsschnitt zu spät kommt wird es wirklich blut auf den straßen geben..^^
lg

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Europäische Zentralbank: Leitzins bleibt bei null Prozent
Abschaffung der 500-Euro-Banknote wird 500 Millionen Euro kosten
Europäische Zentralbank (EZB) senkt Leitzins auf 0,0 Prozent


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?