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EZB kauft erstmals massiv italienische und spanische Staatsanleihen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Insiderkreise, dass die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals problematische Staatsanleihen der hoch verschuldeten Euro-Staaten Italien und Spanien aufkauft. Dies bedeutet ein neues, umstrittenes Kapitel in der Geldpolitik der EZB.

In der Folge gaben die Kurse für italienische und spanische Bonds um je 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Kurs vom Freitag nach. So rentieren derzeit zehnjährige Staatsanleihen aus Rom und Madrid mit derzeit 5,4 bzw. 5,3 Prozent. In der Folge erholten sich die Börsen der betroffenen Staaten.

Die EZB schob die Verantwortung für ihr Handeln auf die Politik, verwies auf die Notwendigkeit staatlicher Reformen und schnellen Umsetzung der jüngsten Beschlüsse zum EFSF. Unterdessen regen sich sowohl in Italien als auch in Spanien zunehmend Widerstände gegen einen befürchteten sozialen Abbau.


WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, Spanien, EZB, Staatsanleihe
Quelle: www.ftd.de

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08.08.2011 15:44 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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In einem Kommentar ergänzt die FTD gleichzeitig: Nun werden die Schulden Italiens und Spaniens "monetarisiert". Anleihenaufkauf statt Heraufsetzen des Leitzinses, so die Devise. Im Klartext: Inflation soll das Problem der europäischen Schuldenkrise lösen, bis letztlich Eurobonds die Kosten des Schuldendienstes vorwiegend auf bundesdeutsche Schultern verlagern.

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