08.08.11 12:15 Uhr
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Heftige Kritik an Idee für einen Internet-Klarnamen-Zwang des Innenministers

Der Vorschlag von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, einen Klarnamen-Zwang für das Internet einzuführen und damit das Ende der Anonymität im Netz, sorgt für heftige Kritik und auch Häme.

Zum einen lasse die Idee jeglichen Realitätssinn vermissen, denn wer soll dies kontrollieren? Zum anderen sei es "unglaublich naiv" mit dieser Maßnahme den Extremismus unter Kontrolle bringen zu wollen.

Andere Politiker werfen Friedrich schlichweg vor, sich im Sommerloch profilieren zu wollen und ein undurchdachtes Konzept in den Raum zu werfen.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Internet, Kritik, Zwang, Idee
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2011 12:15 Uhr von mozzer
 
+32 | -0
 
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Hm, war Anders Breivik nicht sowieso schon mit Klarnamen im Internet unterwegs? Was soll dieser "Vorschlag" also?
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08.08.2011 12:19 Uhr von ChaosKatze
 
+33 | -2
 
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dieser politiker: hat in meinen augen nichts mehr im bundestag zu suchen... wer hat den da reingewählt?! wenn überhaupt...
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08.08.2011 12:20 Uhr von mmh...schokolade
 
+11 | -0
 
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Ich frag mich auch, was das ganze bringen soll.
In einem Großteil der Fälle fallen die "verdächtigen Äußerungen" im Internet doch sowieso unter die Meinungsfreiheit. Ob das jetzt mit echtem Namen geschieht oder nicht, in einem Rechtsstaat kann man ohne strafbare Handlung wohl kaum etwas dagegen unternehmen.

Und sollte doch mal was wirklich verfassungsfeindliches geschrieben werden, kann man immernoch den alten Weg über die IP-Adresse nehmen, was ja auch zu genüge getan wird. Kaum einer von den Kleingeistern ist schlau genug zu wissen, wie man wirklich anonym surft...
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08.08.2011 12:28 Uhr von ChaosKatze
 
+11 | -1
 
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erinnert mich an ein zitat: bezüglich "der bürger wählt das was er haben will" aus dem lied [and one - life isn´t easy in germany]:

"Das also waren Deutsche, die zwar reden durften, aber nichts zu sagen hatten"

und das sehe ich auch hier bei dem realitätsfremden "politiker" ... die meinungsfreiheit ist einer der höchsten güter einer demokratie, die sich in deutschland langsam zur demokratur entwickelt...

ZUM KOTZEN IST DAS .... also ich habs nicht gewählt..
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08.08.2011 12:34 Uhr von kirgie
 
+16 | -0
 
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jeder der so etwas fordert sollte eine Binde um den Arm tragen müssen. Auf der steht dann sein Name, seine Anschrift und was es sonst so an persönlichen Sachen gibt.
Vielleicht merkt er dann das der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Internet doch nicht so groß ist - Im Normalen leben erzähle ich auch nicht jedem wer ich bin wo ich wohne und welche Schuhgröße ich habe...
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08.08.2011 12:50 Uhr von NGC4755
 
+4 | -0
 
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Ich finde seine Aussage: doch OK, weil
das beweißt das man eine Partei die so viele Inkompetente Köpfe hat einfach nicht wählen kann.
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08.08.2011 13:04 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -2
 
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Das ist schlichtweg ein Vorschlag zur Abschaffung: der Meinungsfreiheit hin zum Überwachungsstaat von "Friedrich dem Großen" gewesen.
Er sollte mal erst die Strafen verschärfen und mehr Gefängnisse bauen, statt frei herumzumaulen.
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08.08.2011 14:12 Uhr von DerMaus
 
+6 | -1
 
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Das Internet fordert: "Not-Aus-Knöpfe für Amoklaufende Politiker!"
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08.08.2011 14:13 Uhr von DerMaus
 
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Hans-Peter Friedrich...Endlich wieder ein Innenminister über den man Behindertenwitze machen kann!
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08.08.2011 14:34 Uhr von EvilMoe523
 
+0 | -0
 
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Ha ha da bin ich aber dafür, dass er die erste Versuchtsperson ist und sagen wir sich mal eine Woche in irgendsoeinem Flirt / Dating Chat einnistet um anschließend seine Erfahrungen zu teilen wie:

Cindy-19
BlackCat-23
SweetDevil1983

auf Hans-Peter Friedrich reagiert haben :D
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08.08.2011 15:07 Uhr von Hanmac
 
+2 | -0
 
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ephemunch: vermute ich auch. ich glaube dieser Name ist verflucht ... man sollte die 2 im auge behalten ... nicht das noch ein Dritter auftaucht
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08.08.2011 16:30 Uhr von Earaendil
 
+0 | -6
 
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Auf die Gefahr hin mich jetzt wieder über die Maßen beliebt zu machen ;-) ... bin ich auch für Klarnamen.

Aaaaber in etwas anderer Form,wie sich das der ein oder andere hier gerade vorstellt.
Man sollte sich generell irgendwo mit seinem Klarnamen anmelden müssen,sobald man an einem Forum oder Blog etc teilnimmt.Man muss diese Daten ja aber nicht der ganzen Community zur Verfügung stellen.Wieviel man von diesem "empfindlichen" Daten an andere User freigibt,bleibt einem selbst überlassen.
Der Verantwortliche für die Seite sollte aber über gewisse Informationen verfügen, um im Fall der Fälle handeln bzw einschreiten zu können oder die Polizei zu informieren.
Das würde nicht bedeuten,dass es zu einem vollkommen offenen (ungewünschten) Datenaustausch kommt,sondern es wird ein Sicherheitsnetz gespannt,was Selbstmörder,durchgeknallte Deppen,Fanatiker und Betrüger (auch sehr wichtig!!) auffängt, ohne die Rechte auf Anonymität im Internet selber allzusehr einzuschränken oder gar die Meinungsfreiheit zu biegen.

Als Modell seh ich da das Battle-Net-System,in dem zwar alle mit Klarnamen angemeldet sind, aber diese kein anderer Spieler herrausfindet, ohne das ich das ganz eindeutig und mehrmals erlaubt habe.

[ nachträglich editiert von Earaendil ]
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08.08.2011 18:07 Uhr von EvilMoe523
 
+2 | -1
 
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Was mich jetzt noch interessieren würde. Nehmen wir mal an, so eine Schnappsidee würde sich echt durchsetzen.

Würde sich das auf Online-Spiele auch auswirken? Kann mir Rollenspiele kaum toller vorstellen, wenn ich mit einem Krieger namens Horst Egon Schulze in die Schlacht ziehe oder einem Elf namens Karl Ranseier begegnet :)
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08.08.2011 18:43 Uhr von Earaendil
 
+0 | -2
 
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@evil: siehe meine vorherigen kommentar..in online-rollenspielen ist das doch fast normal heute!
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08.08.2011 19:17 Uhr von LLCoolJay
 
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Earendil: So wie du dir das denkst funktioniert das nicht.

Ich werde sicher einem dahergelaufenen Admin irgendeiner Internetseite nicht meine Daten geben.
Was will der mit meiner Adresse? Meiner Telefonnummer? Was interessiert ihn überhaupt mein Name?

Aber ohne diese Dinge kann man auch das nicht durchziehen was du dir vorstellst.

Andererseits wenn man sie angibt führt das 100%ig zu Missbrauch.
Es wird dann Foren geben deren Admins oder Eigentümer die Adressen, Namen, etc. der Mitglieder für teures Geld verkaufen.

Und es steht noch der Datenschutz im Weg. Selbst wenn die Daten verfügbar wären, dürfte der Admin Name, Adresse, etc. nicht einfach so weitergeben.

Nein. Definitiv keine Klarnamen. Es ist schlussendlich nicht notwendig. Man verbessert dadurch nichts.
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08.08.2011 19:37 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -1
 
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@Earaendil keine Ahnung was du damit bezweckst. Ich kann in die Kneipe gehen, ins Cafe, in den Supermarkt- ich kann mich dort unterhalten, trinken,essen, Spass haben...und das alles ohne ein Namensschild am Pulli zu tragen bzw. mich im Gästebuch mit Datum,Uhrzeit und Realnamen und Adresse zu verewigen. Und das Internet ist nichts anderes.

Begehst du im Realleben eine Straftat wird gegen dich ermittelt mit den Daten die der Polizei zugespielt wird, machst du das gleiche im Internet ist der Aufwand genauso groß.

Wer verlangt das man im Internet mit Realnamen unterwegs sein soll der wird auch irgendwann den Namen (oder ID-Nummer) auf dem Pulli verlangen.
Coole Sache.

Davon mal abgesehen hab ich kein Bock jeden Tag Vertreter vor der Türe zu haben oder einen zugemüllten Briefkasten nur weil sich die Coms nebenbei noch mit Adressenhandel ein Zubrot verdienen.
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08.08.2011 21:28 Uhr von LLCoolJay
 
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Adressmissbrauch: ist noch das kleinere Übel was bei Klarnamen im Internet blüht.

http://de.wikipedia.org/...


Nur ein Beispiel:

"Bei einem Identitätsdiebstahl wird neben dem Namen eine Reihe persönlicher Daten wie beispielsweise Geburtsdatum, Anschrift, Führerschein- oder Sozialversicherungsnummern, Bankkonto- oder Kreditkartennummern genutzt, um die Feststellung der tatsächlichen eigenen Identität zu umgehen oder diese zu verfälschen. Je mehr zueinander passende Daten der Missbrauchende hat, desto sicherer wird ihm die Vorspiegelung gelingen."


Wie soll das bitte zur Sicherheit und verbesserten Aufklärung von Verbrechen dienen?

Fritz Peter, seines Zeichens Verbrecher, sucht sich dann seine Opfer nicht mehr persönlich aus, sondern "kidnappt" die Identität eines anderen um durch dessen Klarnamen, Bankverbindung, evtl ePerso, usw. an das Opfer heranzukommen.

Bei Ermittlungen stossen die Polizisten dann natürlich auf den "beklauten".


Das alles wird durch die Offenlegung der realen Namen um ein vielfaches vereinfacht.

Man muss sich wirklich man die Zeit nehmen mal eine halbe Stunde in Ruhe darüber nachzudenken was es bedeuten würde in einem weltweiten Netzwerk sich selbst vollständig zu offenbaren. Mit verifzierbaren Daten.
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09.08.2011 02:57 Uhr von RickJames
 
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Ich glaube bei der CSU gibt es ein Spiel bei dem man das dümmste was einem Gerade einfällt der Presse erzählt und dann wartet was passiert. Und bei wem der öffentliche Aufschrei am lautesten war hat gewonnen. Anders kann ich mir die Kommentare diverser CSU Politiker in den letzten Tagen nicht mehr erklären.

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